Grüner Rollout

Grüne Produkte für das intelligente Stromnetz und den Smart Meter Rollout


Das intelligente Messsystem von devolo schafft die Voraussetzung für einen smarten Rollout.
Regenerative Stromerzeugung und Strombezug bestmöglich in Einklang zu bringen - das ist die Vision für das intelligente Verteilnetz der Zukunft. Wenn bereits auf der Niederspannungsebene Einspeisespitzen abgefangen und Lastspitzen verschoben werden können, läßt sich der aufwendige Ausbau der Hochspannungsnetze eindämmen. Eine Schlüsselrolle spielt dabei der Austausch von Informationen zwischen Erzeugern und Verbrauchern, sprich: die Datenkommunikation. Deren technische Umsetzung ist einfach, wenn sich an einer Anlage bereits ein Lichtwellenleiter befindet. Leider ist dies an den wenigsten Stellen im Niederspannungsnetz der Fall und die Nachrüstung ist teuer und aufwendig.

Alternativ bietet sich für den Datenaustausch LTE oder Powerline-Kommunikation an. "Beide Übertragungstechnologien haben ihre Berechtigung und werden zum Einsatz kommen. Es wird einen Kommunikations- Mix im Smart Grid geben", ist Georg Offner, Leiter Produktmanagement & Marketing bei devolo Smart Grid, überzeugt. Als Powerline-Pionier und Weltmarktführer bietet die Aachener devolo AG innovative Powerline-Technik für das Nieder- und Mittelspannungsnetz an. Je nach Netztopologie und Anwendungsszenario kommt entweder die G3-PLC-Technologie im Frequenzband zwischen 150 kHz und 500 kHz oder die breitbandige PLC-Technologie (BPL) in Betracht. Bei letzterer setzt devolo auf den internationalen ITU-Standard "G.hn". Dieser verspricht eine bessere Frequenzausnutzung und ein stabileres PLC-Netz als andere BPL-Technologien. Zudem setzen die Aachener die MIMO-Technologie ein, die eine deutlich verbesserte Konnektivität im Vergleich zu bisherigen Access-BPL-Lösungen bietet. Beide PLC-Technologien eint die 100-prozentige Gebäudedurchdringung.

Beim Einsatz von Funktechnologien dagegen ist die kommunikative Erreichbarkeit des Zählerplatzes zum Teil sehr schwierig. "Wir haben bei umfassenden Tests in Hamburg festgestellt, dass viele Zähler weit unter der Erdoberfläche liegen. In Einkaufszentren sind die Zählerplätze nicht selten im dritten Untergeschoss. Eine Funkverbindung ist in solchen Fällen schlicht nicht möglich", erläutert Georg Offner. Nicht ganz neu in der Funk-Diskussion ist das Thema "LTE 450", eine Frequenz, die eine gute Durchdringung verspricht. Unklar ist allerdings, ob dieser Frequenzbereich für LTE freigegeben wird, und ob Anbieter bereit sind, ein flächendeckendes, deutschlandweites Netz aufzubauen. Mit PLC sind bereits heute flächendeckend alle Punkte im Stromnetz erreichbar. Ein weiterer PLC-Vorteil: Für die Powerline-Kommunikation fallen lediglich Investitionskosten an, während für Funkanbindungen monatliche Zahlungen an den Anbieter fällig werden.

Neue Energiewelt

Mit dem Rollout von intelligenten Messsystemen (iM) wird eine wesentliche Voraussetzung für die Umsetzung des intelligenten Verteilnetzes geschaffen. Das Smart Meter Gateway (SMGW) ist dabei die Kommunikations- und Sicherheitsinstanz beim Endkunden: Es empfängt die Zählerdaten und gewährleistet eine hochsichere Datenkommunikation zum Energieversorger. Umgekehrt ist das Smart Meter Gateway aber auch der sichere Zugang zum Endkunden. Das schafft die Basis für neue Dienstleistungen, die für unterschiedlichste externe Marktteilnehmer interessant sind. Als Inhaber der Kommunikationsinfrastruktur kann der Messstellenbetreiber sie selbst anbieten oder gegen Entgelt Dritten überlassen. "Unser Gateway ist bei Auslieferung automatisch 'Mehrwertdienst ready' " erklärt Georg Offner.

DATENKOMMUNIKATION AUF DER NIEDERSPANNUNGSEBENE

Intelligentes Messwesen und Smart Grid: Mit seinen Produkten deckt devolo die wichtigen Funktionen ab.
Die Möglichkeiten sind vielfältig: Beim Submetering können alle Spartenzähler über das SMGW ausgelesen werden. Das personalintensive Ablesen der Zählerstände entfällt dabei. Der Endkunde erhält monatlich verbrauchsbasierte Rechnungen, anhand der individuellen Verbrauchswerte lassen sich maßgeschneiderte Tarife anbieten. Darüber hinaus kann zusammen mit dem Kunden ein lokales Energiemanagement etabliert werden. PV-Anlagen, Stromspeicher, Nachtspeicherheizungen, Elektrofahrzeuge oder Wärmepumpen können dabei sowohl zur Eigenverbrauchsoptimierung beim Kunden als auch zur Glättung von Lastspitzen genutzt werden.

Da das devolo Gateway im Zusammenspiel mit der Kiwigrid-Software die erforderlichen Komponenten bereits integriert hat, ist eine zusätzliche FNN-Steuerbox nicht erforderlich. "Wir haben die Intelligenz, die in einer Steuerbox sitzen soll, bereits in unser Smart Meter Gateway integriert" erläutert Prof. Dr. Michael Koch, Leiter des Geschäftsbereichs devolo Smart Grid und ergänzt: "Somit braucht der Markt nicht auf eine fertig ausdefinierte FNN-Steuerbox zu warten, die anschließend noch durch die Produktentwicklung des Herstellers muss. MSBs können sofort Mehrwertdienste anbieten."

Dazu gehört neben den bereits erwähnten Beispielen auch die Anlagenüberwachung, etwa für Hersteller oder Installateure von Heizungs-, Klima- und Lüftungsanlagen, PV-Anlagen und Stromspeichern: Über den sicheren SMGW-Zugang sind die Fernüberwachung und -wartung von Kundenanlagen problemlos möglich. Für den Netzbetreiber interessant ist das echtzeitnahe Monitoring des Energiebezugs von Großkunden, das eine schnellere und exaktere Netzsteuerung ermöglicht. Darüber hinaus können dem Großkunden auf dieser Grundlage Angebote für einen netzdienlichen Energiebezug unterbreitet werden. So können Lastspitzen im Netz verschoben werden und ein teurer Netzausbau lässt sich reduzieren oder sogar verhindern. Die Voraussetzung dafür schafft das SMGW mit der sicheren Kommunikation zum Kunden.

Die Möglichkeit der sicheren Echtzeitüberwachung und Fernsteuerung ist auch für die Betreiber von virtuellen Kraftwerken unerlässlich. Mit dem devolo SMGW und der Kiwigrid Software-Plattform kann standortübergreifend der Stromertrag und die Netzeinspeisung von EEG-Anlagen überwacht und gesteuert werden.

Alles im grünen Bereich

Das Smart Meter Gateway findet seinen Platz im Zählerschrank - auf der BKE-Platte oder direkt im Stromzähler. devolo bietet eine solche Huckepack-Montage bei seinem neuen intelligenten Stromzähler, der speziell für die Anforderungen im Haushalt und Kleingewerbe konzipiert wurde. Der 3-phasige devolo 3.HZ Basiszähler kann als moderne Messeinrichtung sowie im intelligenten Messsystem (iM) eingesetzt werden. Die Interoperabilität der Geräte eines iM wurde sichergestellt. Die Anforderungen des Smart Meter Gateways, der Kommunikationstechnologie sowie der Steuerbox wurden bei der Zähler-Entwicklung direkt berücksichtigt. Zusätzliche Versorgungs- und Kommunikationsanschlüsse erleichtern die Integration dieser Produkte im grünen devolo Basiszähler. Die sehr hohe Messgenauigkeit (MID-Klasse A, B) in beide Energieflussrichtungen sowie die elektromagnetische Störfestigkeit sind die besonderen Qualitätsmerkmale des devolo Basiszählers. Besonderer Clou: Bei der Produktentwicklung hat devolo alte und neue Geschäftsmodelle berücksichtigt und ein Doppeltarifzählwerk integriert. So kann ein Energieversorger seinen Kunden auch ohne SMGW eine 2-Tarif-Funktion über entsprechende Tarifklemmen anbieten.

Für den Inhalt verantwortlich:
devolo AG
52068 Aachen

www.devolo.de/smart