Der Weg hat sich gelohnt


Transparenz beim Verbrauch und dadurch Anreize zum Energiesparen zu schaffen - mit dieser Intention ergriff die Europäische Union vor nunmehr zehn Jahren die Initiative zur Umstellung des Messwesens.

Die Umsetzung in Deutschland hat Systeme hervorgebracht, die nicht nur höchsten Sicherheitsanforderungen genügen, sondern zudem zum zentralen Baustein der Energiewende werden können.

2006

EU-Richtlinie 2006/32/EG
In allen Mitgliedsstaaten sollen, soweit technisch machbar, finanziell vertretbar und im Vergleich zu den potentiellen Energieeinsparungen angemessen, alle Endkunden in allen Sparten individuelle Zähler zu wettbewerbsorientierten Preisen erhalten, die den tatsächlichen Energieverbrauch und die tatsächliche Nutzungszeit anzeigen.

2008

EnWG-Novelle
Im Zuge der Liberalisierung des Messwesens wird ab Januar 2010 der Einbau von intelligenten Zählern im Sinne der EU-Richtlinie in Neubauten und nach größeren Renovierungen vorgeschrieben. Auch hier gilt der Vorbehalt der technischen Machbarkeit und wirtschaftlichen Vertretbarkeit.

2009

Europäische Energiebinnenmarktrichtlinie
Die Mitgliedstaaten müssen die Einführung intelligenter Messsysteme gewährleisten, durch die die aktive Beteiligung der Verbraucher am Stromversorgungsmarkt unterstützt wird. Die Einführung dieser Messsysteme kann einer Kosten-Nutzen-Analyse unterzogen werden, bei der auch untersucht wird, welche Art des intelligenten Messens wirtschaftlich vertretbar und in welchem zeitlichen Rahmen die Einführung praktisch möglich ist. Wird die Einführung intelligenter Zähler positiv bewertet, so werden mindestens 80 Prozent der Verbraucher bis 2020 mit intelligenten Messsystemen ausgestattet. (2009/72/EG, Anhang I Nr. 2)

2011

Einbauverpflichtung für intelligente Messsysteme: (EnWG, § 21c)

2013

Kosten-Nutzen-Analyse für einen flächendeckenden Einsatz intelligenter Zähler im Auftrag des BMWi (Ernst&Young).
Empfohlen wird das "Rolloutszenario Plus", eine leicht erweiterte Variante der diesem Zeitpunkt geltenden EnWG-Vorgaben. Den Gutachtern zufolge ergibt dieses Szenario bis 2032 einen positiven Nettokapitalwert von 1,5 Milliarden Euro bis 2032, sofern die Abregelung von EEG-Anlagen als Nutzeneffekt berücksichtigt wird. Bis 2029 sind zumindest digitale Zähler flächendeckend (100 Prozent) eingebaut; bei rund 30 Prozent der Verbraucher sind intelligente Messsysteme verbaut.

2014

BSI-Schutzprofil für Smart Meter Gateway
In Bezug auf die Absicherung der Kommunikationsstrecken besitzen die Gateways eine zentrale Stellung. Von den Gateways aus wird die Kommunikation abgesichert


2015

Februar 2015: "Eckpunkte-Papier" der Bundesregierung
  1. Sichere und effiziente Kommunikation im intelligenten Netz
  2. Nachhaltige Modernisierung der Zählerinfrastruktur, aber "kein genereller Rollout"
  3. Abschließende Regelung von Einbauverpflichtungen: Stufenweiser Ausbau intelligenter Messsysteme; intelligenter Zähler als Basisinfrastruktur
  4. Variable Tarife unterstützen, Bilanzierungsverfahren kosteneffizienter machen, Anreize für eine Flexibilisierung auf Last- und Erzeugungsseite schaffen
  5. Wettbewerb stärken, Liegenschaftsmodernisierung ermöglichen, Bündelangebote erleichtern, Kosten senken
  6. Datenschutz und Datensicherheit
  7. Breites Informationsangebot
September 2015: "Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende" (Referenten-Entwurf )
November 2015: Beschluss durch das Bundeskabinett


2016

23. Juni 2016: Verabschiedung im Bundestag mit der Beschlussempfehlung des Ausschusses für Wirtschaft und Energie
8. Juli 2016: Verabschiedung im Bundesrat
2. September 2016: Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt