Nur teuer?

Die wirtschaftliche Betrachtung der intelligenten Messsysteme gibt auf den ersten Blick wenig Anlass zur Freude. Doch ein Perspektivwechsel lohnt sich.

Die Umstellung auf das neue Messwesen ist ein kostspieliges Unterfangen. Viele beklagen das und kritisieren die Preisobergrenzen, die meist keine direkte Refinanzierung ermöglichen. Doch auch beim Kauf des Eigenheims gibt man viel Geld aus - und freut sich, dass man künftig Miete spart. Firmengründer haben ebenfalls zunächst Schulden, aber eben auch die Basis für eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit geschaffen. So betrachtet, erscheinen die Investitionskosten für Smart Metering sehr gut angelegt.

Intelligenz spart Geld

Die intelligenten Messsysteme liefern dem Messstellenbetreiber kontinuierlich reale Verbrauchswerte. Die aufwändige physikalische Ablesung wird überflüssig, die Abrechnung vereinfacht und die Ausfallrisiken sinken. Aufgrund besserer Preisprognosen läßt sich ein günstigeres Beschaffungs-Portfolio realisieren. Je mehr Systeme in Betrieb sind, umso größer der positive Effekt. Auch moderne Messeinrichtungen lassen sich übrigens zumindest partiell in die künftige Systemlandschaft eingliedern. In Verbindung mit geeigneter Steuer- und Kommunikationstechnik macht die neue Technik Rundsteueranlagen verzichtbar - nicht nur für die wachsende Zahl von EEG-Anlagen. Auch die IT kann im Zuge des Rollouts optimiert werden. Als Schnittstelle für das Last- und Einspeisemanagement schließlich werden die intelligenten Messsysteme helfen, die Netze zu stabilisieren, und so wohl Millionen für deren Ausbau sparen.

Das Stadtwerk als Start-up

Auch angesichts der sinkenden Erträge aus dem Stromverkauf lohnt sich die neue Infrastruktur, die dem Messstellenbetreiber nicht nur Zugriff auf wichtige Daten sondern zudem einen bidirektionalen Kommunikationszugang zum Kunden verschafft. Eine ideale Basis für neue Angebote, wie etwa



Hier ist Kreativität gefragt.