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Alles grün

Der Hardware-Hersteller devolo hat sein Portfolio für Smart Metering und Smart Grid vervollständigt.

Das grüne Produktportfolio der devolo AG (von oben nach unten): 3. HZ Basiszähler, G3-PLC Modem, Smart Meter Gateway, Steuerbox, BPL Modem MV.
Das grüne Produktportfolio der devolo AG (von oben nach unten): 3. HZ Basiszähler, G3-PLC Modem, Smart Meter Gateway, Steuerbox, BPL Modem MV.

Der Startschuss zum Rollout fällt planmäßig. Das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende tritt mit der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt in Kraft. In der Vorbereitungsphase wurde geforscht, erprobt und entwickelt. Jetzt steht die Energiebranche vor der Aufgabe, die richtigen Produkte für das jeweilige Anwendungsszenario und die individuelle Netztopologie auszuwählen. Hardwarehersteller devolo hat sich zum Ziel gesetzt, sämtliche kritischen Aufgaben der Datenkommunikation im intelligenten Netz zu unterstützen und dazu in den letzten Jahren ein vollständiges Produktportfolio entwickelt.

Das Aachener Unternehmen setzte von Beginn an auf Powerline-Kommunikation. devolo- Gründer Heiko Harbers erinnert sich: „Wir sind im Jahr 2002 angetreten, weil wir an Powerline-Kommunikation, also an die Datenübertragung über die Stromleitung, geglaubt haben. Mittlerweile sind wir mit weit über 30 Millionen verkauften Produkten PLC-Spitzenreiter – mit deutlichem Abstand zu der weltweiten Konkurrenz. Wir sind fest davon überzeugt, dass auch für das Nieder- und Mittelspannungsnetz die Powerline-Technik die geeignetste Datenkommunikationsform ist. Unser explizit für diese Branche gegründeter Geschäftsbereich ‚devolo Smart Grid‘ unterstreicht unsere Motivation, die besten PLC-Produkte für das intelligente Stromnetz zu entwickeln.“

devolo Smart Grid hat daher auch nicht bloß eine einzige PLC-Technik im Portfolio. Sowohl für die Niederspannung als auch für die Mittelspannung bieten die Aachener Produkte mit G3-PLC und BPL Technik an. „Die Anforderungen an die Datenkommunikation im intelligenten Netz sind sehr vielseitig. Unsere Experten analysieren die verschiedenen Anwendungsszenarien und entwickeln passgenaue Lösungen“, erklärt Prof. Dr. Michael Koch, Leiter des Geschäftsbereichs Smart Grid.

G3-PLC

Im Fokus steht bei devolo allerdings nach wie vor die G3-PLC Technologie, die sich europaweit durchgesetzt hat. Die G3-PLC Technologie zeichnet sich durch ihre hohe Netzabdeckung aus, die den Einsatz von Repeatern in der Regel überflüssig macht. Gleichzeitig bietet sie genügend Bandbreite für unterschiedliche Smart Grid Anwendungen. Ein wichtiger Einsatzbereich ist die Netzzustandsmessung. Die Messdaten sollen hier möglichst in Echtzeit an den Netzbetreiber übertragen werden. An den Messorten liegen allerdings nur selten Lichtwellenleiter, und eine Funkanbindung erhöht Aufwand und Kosten, sofern die örtlichen Gegebenheiten ihren Einsatz überhaupt zulassen. Die Nutzung der vorhandenen Stromleitung am Messpunkt bietet sich an – G3-PLC spielt hier quasi seinen Heimvorteil aus.

Ein weiterer Anwendungsfall ergibt sich, wenn die alte Rundsteuertechnik durch moderne Kommunikationsformen ersetzt werden soll und ein einfacher und günstiger Ersatz benötigt wird. Die hohe Reichweite der G3-PLC Technologie ist dabei von großem Vorteil, da sich mit ihr auch Straßenlaternen gezielt steuern lassen.

Doch die Einsatzmöglichkeiten enden nicht bei klassischen Netzthemen: Vom Energieversorger betriebene Wärmepumpen oder PV-Anlagen, Wasserstandsmelder und viele weitere Geräte müssen kommunikativ angeschlossen sein. Status- oder Fehlermeldungen können mit G3-PLC zuverlässig an den Betreiber gesendet werden, betont devolo. So werden Ausfälle und Fehlabläufe erkannt und können behoben werden, bevor Schäden entstehen.

Breitband-PLC

Das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende stellt die Energieversorger vor vielfältige Herausforderungen, eröffnet aber auch Möglichkeiten für neue Geschäftsmodelle. Über die klassische Smart Metering Disziplin hinaus werden weitere Anwendungsszenarien relevant. Um den hohen und mitunter zeitkritischen Anforderungen an die Kommunikationsinfrastruktur gerecht zu werden, entwickelte devolo ein breitbandiges PLC-Modem für das Niederspannungsnetz. Dabei setzen die PLC-Experten auf den internationalen ITU Standard ITU-T G.9960 (‘G.hn’). Dieser ist per Design optimal für Access-BPL geeignet und verspricht eine bessere Frequenzausnutzung und ein stabileres Netz als andere breitbandige Technologien. Durch den Einsatz der MIMO-Technologie wird zudem eine deutlich verbesserte Konnektivität im Vergleich zu bisherigen Access-BPL Lösungen erreicht.

Powerline auf der Mittelspannung

Für die Datenkommunikation im Mittelspannungsnetz haben die Aachner Powerline- Spezialisten bereits im Februar 2016 das breitbandige devolo BPL Modem MV vorgestellt. Eine G3-PLC Variante wird das Produkt in diesen Tagen ergänzen. Mit dem devolo G3-PLC Modem MV sollen selbst Übertragungen über mehrere Kilometer im Mittelspannungsnetz problemlos zu bewerkstelligen sein. „Repeater werden nicht erforderlich sein. Unsere Produkte machen keinen Staffellauf von Strommast zu Strommast. Sie laufen die volle Distanz!“ unterstreicht Georg Offner, Leiter Produktmanagement und Marketing bei devolo Smart Grid.

Sichere Kommunikation

Mit dem Smart Meter Gateway (SMGW)- Portfolio bietet devolo eine erprobte Abwehrkette zur Sicherung der Datenkommunikation. Darüber hinaus eröffnen die SMGWs, die zusammen mit Kiwigrid entwickelt wurden, zahlreiche Optionen für Mehrwertdienste – zusätzliche Einsatzszenarien und neue Geschäftsmodelle, die weit über die Möglichkeiten im regulierten Markt und der Netzdienlichkeit eines intelligenten Messsystems hinausgehen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Energiemanagementlösungen und Datenaggregationsdiensten. Als Kommunikationsvarianten werden LTE, BPL und Ethernet offeriert. Der devolo 3. HZ Basiszähler vervollständigt das Produktportfolio der devolo AG. Der 3-phasige Basiszähler kann nach Auskunft des Herstelles auf jeder Position eingesetzt werden: sowohl als moderne Messeinrichtung als auch im intelligenten Messsystem.

Das zukünftige „intelligente“ Stromnetz wird sowohl Strom als auch Daten transportieren. Mit dem stark ausgebauten Produktportfolio will devolo die benötigte Hardware für die Energiewende in Europa bereitstellen. „Unser Motto ‚Green technology for tomorrow‘ beschreibt unsere Zielsetzung perfekt. Wir bieten grüne Technologie für eine grüne Zukunft. Unsere grünen Produkte greifen dieses Motto auch optisch auf und heben sich wohltuend von den bisherigen grauen Produkten im Zählerschrank ab“, erläutert Prof. Dr. Michael Koch, Leiter devolo Smart Grid.

Kontakt: devolo AG, Georg Offner, 52068 Aachen, Tel. +49 241 18279-0, Georg.Offner@devolo.de

Bilder: devolo AG