Über den neuen Webserver erhalten Anwender sicher die benötigten Informationen.

Auf der Höhe

Die VEO in Eisenhüttenstadt bringt ihr Leitsystem auf den neuesten Stand. Ein Webserver ist Teil der Lösung.

Die Netzleitstelle der VEO sichert Eisenhüttenstadt und die Umgebung.
Die Netzleitstelle der VEO sichert Eisenhüttenstadt und die Umgebung.

Die Vulkan Energiewirtschaft Oderbrücke (VEO) sichert die Strom- und Wärmeversorgung für die Stadt Eisenhüttenstadt, das Industriegebiet der ArcelorMittal Eisenhüttenstadt und die umliegenden Gewerbegebiete. Seit knapp 20 Jahren ist das Netzleitsystem HIGH-LEIT XW des Ettlinger Anbieters IDS dort für die Sparten Gas, Wasser und Wärme im Einsatz. Über das Leitsystem steuern und überwachen die Mitarbeiter von VEO rund 160 Trafostationen verschiedenster Spannungsebenen, das Industriekraftwerk sowie das Kabelnetz mit einer Länge von ca. 170 Kilometern.

Das letzte HIGH-LEIT-Update erfolgte 2009: Durch die Anbindung neuer Versorgungsstellen und die damit steigenden Anforderungen wurde das System in den letzten Jahren kontinuierlich um Einzelfunktionen erweitert. Im Jahr 2016 beschließt die VEO das updatefähige Netzleitsystem software- und hardwareseitig wieder auf den aktuellen Stand zu bringen. Neben zusätzlichen Funktionalitäten gewinnen die Mitarbeiter vor allem mehr Performanz und IT-Sicherheit. Dabei erhält das Unternehmen nicht nur ein Update auf die aktuelle Version des Netzleitsystems, sondern auch den Webserver als zusätzliches Add-on. Dieser eignet sich vor allem für die sichere Informationsbeschaffung von Nutzern außerhalb des Netzbetriebes.

Alles wie bisher – und ein bisschen mehr

Besonders wichtig für VEO ist, dass in Bezug auf die Bedienung des Leitsystems keine wesentlichen Änderungen auf die Nutzer zukommen. Die Original- Konfiguration kann weitgehend übernommen werden. Allerdings wird das System um neue Standardfunktionalitäten im Meldebuch erweitert, wie etwa ein Quickfilter sowie ein Export der gefilterten Informationen im PDF-Format. Eine weitere Neuerung, nämlich die Möglichkeit, beliebige Zeitreihen aus einer externen Quelle über Bediendialog ins HIGH-LEIT-Archiv zyklisch und vollautomatisch zu importieren, soll den Mitarbeitern künftig die tägliche Arbeit erleichtern. Abgerundet wird das Gesamtpaket durch individuelle Entwicklungsleistungen für VEO, wie zum Beispiel Komfortverbesserungen im Grafikmodul und zusätzliche Filterfunktionen im Meldebuch.

Mehr Performanz

Über den neuen Webserver erhalten Anwender sicher die benötigten Informationen.
Über den neuen Webserver erhalten Anwender sicher die benötigten Informationen.

Mit nahezu 1.000 leittechnisch relevanten Prozesswertänderungen als Dauerlast pro Sekunde werden an die Leittechnik bei VEO hohe Anforderungen gestellt. Diese Last ist einerseits prozessbedingt, andererseits verursacht durch ein historisch stetig gewachsenes Datenmodell. Im Zuge des Updates wurden daher auch bisherige Leitrechner, Bedienplätze und Netzwerkkomponenten durch leistungsfähigere Hardware ersetzt.

Die verbesserte, IDS-eigene Datenbank kann schnell auf noch größere Datenmengen zugreifen und diese in Echtzeit verarbeiten. Durch diese und weitere Verbesserungen meistert VEO die weiter wachsenden Datenmodellgrößen auch in Zukunft problemlos. Die Grundhärtung von PC – Komponenten (MMI + Server) sowie ein gesicherter Wartungszugang sollen das System künftig außerdem noch sicherer machen.

Via Webserver sicher Informationen beziehen

Außerdem verfügt die VEO künftig auch über einen Webserver als neues Add-on für das Netzleitsystem HIGH-LEIT. Damit können vor allem Anwender außerhalb des Netzbetriebs Informationen wie Bilder, Reports oder Protokolle aus dem Netzleitsystem beziehen. Der Vorteil: Durch ein einfaches Rechte- und Rollenkonzept sehen die Anwender nur die Informationen, die sie benötigen. Schalthandlungen sind über den Webserver nicht möglich, weshalb die Anwendung problemlos von allen Mitarbeitern im Unternehmen genutzt werden kann.

Bedient wird der neu eingesetzte Webserver über ein weiterentwickeltes, objektorientiertes Application Program Interface (API). Über diese Schnittstelle können leitsystemnahe Applikationen sowohl Daten mit dem Leitsystemkern austauschen als auch Funktionen aufrufen.

Kontakt: IDS GmbH, Eva-Maria Erler, 76275 Ettlingen, Tel. +49 7243 218 -202, eva-maria.erler@ids.de
Vulkan Energiewirtschaft Oderbrücke GmbH, Falk Möbius, 15890 Eisenhüttenstadt, Tel. +49 3364 373700, gf@veo.de

Bilder: Bernd Geller–www.geller-fotodesign.de; IDS GmbH