Alle Beiträge von Redaktion

Eigenkapitalzinssätze für die 3.Regulierungsperiode: OLG Düssedorf verhandelt am 17.01.2018

12.05.2017 Das Oberlandesgericht Düsseldorf wird am 17.01.2018 über die Beschwerden gegen die Festlegung der Eigenkapitalzinssätze Strom und Gas für die 3. Regulierungsperiode verhandeln. Beabsichtigt sei, dazu ein Sachverständigengutachten insbesondere zur Höhe der Marktrisikoprämie einzuholen Das vermeldet die Kölner Beratungsgesellschaft Rödl & Partner, die eine Vielzahl von Strom- und Gasnetzbetreibern in regulatorischen Fragen berät und deren Interessen in Behörden- und Gerichtsverfahren vertritt. Die Bundesnetzagentur hatte mit den Festlegungen BK4- 16-160 und BK4-16-161 am 05.10.2016 die Eigenkapitalzinssätze Strom und Gas für Neuanlagen auf 6,91 Prozent und für Altanlagen auf 5,12 Prozent bestimmt. Gegen diese Festlegungen richten sich mehr als 1.000 Beschwerden, die von Strom- und Gasnetzbetreibern vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf angestrengt wurden. Gegenstand der Beschwerden sind dabei insbesondere die von der Bundesnetzagentur gewählten und der Festlegung der Eigenkapitalzinssätze zugrunde liegenden Eingangsgrößen Umlaufsrendite (Basiszinssatz), Risikofaktor sowie Marktrisikoprämie. Die Kritik richtet sich dabei vor allem gegen die Höhe der Marktrisikoprämie. Mit dem gewählten Ansatz von 3,80 Prozent weicht die Bundesnetzagentur erheblich von der Einschätzung der Netzbetreiber, der Branchenverbände sowie unabhängiger Kapitalmarktexperten ab.

www.roedl.de

Energy Efficiency Award 2017: Preis für Macher der Energiewende

12.05.2017 Für Projekte, die bei der praktischen Umsetzung der Energiewende besonders wirkungsvoll sind, hat die Deutsche Energie-Agentur (dena) jetzt den Energy Efficiency Award 2017 ausgeschrieben: Private und öffentliche Unternehmen sind eingeladen, ihre Wettbewerbsbeiträge bis 15. Juli bei der dena einzureichen. Der Award ist mit Preisgeldern von insgesamt 30.000 Euro dotiert und steht unter der Schirmherrschaft von Brigitte Zypries, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie. Ausgezeichnet werden umgesetzte Energieeffizienzprojekte in drei Kategorien: – Energiewende 2.0 – Anwendergetriebene Effizienz im integrierten Energiesystem – Energieeffizienz 4.0 – Smarte Lösungen für etablierte Technologien – Energiemanagement und -dienstleistungen – innovativ finanzieren und Kompetenzen erweitern. Interessierte Unternehmen können ihre Bewerbung schnell und unkompliziert über ein Online-Formular auf der Webseite www.EnergyEfficiencyAward.de hochladen.

www.dena.de

eMobility: Top-Manager von BMW wechselt zu innogy

12.05.2017 Die Doppelspitze ist komplett: BMW-Manager Stefan von Dobschütz, der zuletzt als General Manager für BMW i tätig war, die eMobility-Marke von BMW, wechselte am 8. Mai in die eMobility-Sparte von innogy. Gemeinsam mit Elke Temme, die den Bereich aufgebaut hat und seit seiner Gründung am Jahresanfang leitet, bildet von Dobschütz die neue Doppelspitze. Dort verantwortet Temme die Aufgabenbereiche Produktmanagement, Operations, Produktentwicklung und Kommunikation. Von Dobschütz übernimmt den nationalen wie internationalen Vertrieb inklusive Business Development sowie das Vertragsmanagement. Die im vergangenen Herbst vom innogy-Vorstand beschlossene Struktur wird nun umgesetzt, das Geschäft mit der Elektromobilität bei innogy planmäßig ausgebaut.

Peter Terium, Vorstandsvorsitzender der innogy SE: „Für innogy ist eMobility ein Megathema in Deutschland und international. Wenn wir unsere ehrgeizigen Klimaschutzziele erreichen wollen, brauchen wir neben der Energiewende auch eine Verkehrswende. Deshalb bin ich überzeugt: Die Elektromobilität wird kommen – und zwar eher früher als später. Und wir sind mit innogy in einer sehr guten Ausgangsposition, die wir jetzt konsequent weiter ausbauen. Denn wir wollen der führende Lösungsanbieter für Ladeinfrastruktur in Europa und den USA werden.“ Schon heute betreibt innogy in Deutschland ein Netz mit mehr als 4300 Ladepunkten, international sind es mehr als 5700.

www.innogy.com

Gut, aber noch nicht gut genug – Erste Ergebnisse des VDE|FNN-Tests intelligenter Messsysteme

11.05.2017 Als Highlight der diesjährigen ZMP (10./11.Mai 2017) in Leipzig präsentierte VDE|FNN erste Ergebnisse der seit 2015 laufenden koordinierten Testphase. Es handelt sich um den größten branchenweiten Praxistest für neue Komponenten, deren Einführung im Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende geregelt ist. Die Ergebnisse der ersten Teststufe, den Labortests, liegen jetzt vor. Hier wurden moderne Messeinrichtungen (also digitale Stromzähler) und Smart-Meter-Gateways im Zusammenspiel mit unterschiedlichen Gateway-Administratoren gemäß vorab definierter Testfälle untersucht. Ziel war, das Maß der Interoperabilität der verschiedenen Komponenten zu ermitteln.

Getestet wurden 13 verschiedene Kombinationen dieser Komponenten und damit ein Großteil der derzeit am Markt erhältlichen Produkte. Über ein Jahr wurden 101 definierte Testfälle an den Geräten und vor allem der verschiedenen Gerätekombinationen geprüft. Insgesamt ließen sich so 2.222 Tests durchführen. 45 Prozent der Testfälle verliefen positiv, rund 25 Prozent waren wegen fehlender Voraussetzungen nicht durchführbar, weniger als 5 Prozent sind fehlgeschlagen. Somit war die Mehrzahl der Tests erfolgreich. Gleichzeitig zeigte sich, dass die erforderliche Marktreife für einen branchenweiten Rollout noch nicht erreicht ist. „Angesichts der Komplexität der Aufgabenstellung stimmen die gewonnenen Erkenntnisse und das erzielte Ergebnis positiv“, so Peter Zayer, Vorsitzender des Lenkungskreises Zähl- und Messwesen im VDE|FNN. Die erzielten Resultate machten weiter deutlich, wie notwendig diese aufwendigen Tests sind. Eine Interoperabilität im Sinne einer „Plug & Play“-Lösung sei noch nicht erreicht. „Da alle Komponenten einschließlich der Schnittstellen vollkommen neu entwickelt wurden, war absehbar, dass die für einen erfolgreichen Rollout dringend benötigte Interoperabilität eines fortlaufenden Entwicklungsprozesses bedarf“, so Zayer weiter. Die Durchführung der koordinierten Testphase erfolgt in einem Konsortium aus VDE|FNN und 16 Unternehmen der Energiewirtschaft. Fast alle derzeit am Markt erhältlichen Systeme und Komponenten werden in die Tests einbezogen. Die gewonnen Erkenntnisse fließen unmittelbar in die Standardisierung bei VDE|FNN ein.

Die zweite Stufe der Testphase ist bereits gestartet. Dabei werden mit einer kleineren Anzahl an Netzkunden Geräte und Prozesse über ihren gesamten Lebenszyklus getestet. Im dritten Schritt sollen dann große Feldtests durchgeführt werden. Hier soll das Gesamtsystem bei mehreren tausend oder zehntausenden Kunden seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Die ZMP fand in diesem Jahr bereits zum elften Mal statt und ist der größte bundesweite Fachkongress zu allen Fragen rund um das intelligente Messsystem und die Themen Zählen, Messen, Prüfen. Das Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE ist Träger des Kongresses.

www.vde.com

Auftaktkonferenz zum Programm „Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende“ (SINTEG)

Foto: BMWi/Susanne Eriksson
Foto: BMWi/Susanne Eriksson

11.05.2017 Am 4. und 5. Mai fand in Berlin die SINTEG-Auftaktkonferenz statt. In den Schaufenstern entwickeln und demonstrieren fünf große Modellregionen Musterlösungen für eine sichere, wirtschaftliche und umweltverträgliche Energieversorgung bei zeitweise bis zu 100 Prozent der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Dafür konzipieren und erproben sie massengeschäftstaugliche Prozesse, innovative Technologien und Marktmechanismen für flexible und intelligente Netze und Märkte. Der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), Rainer Baake eröffnete die Konferenz, die den über 300 Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus den geförderten Schaufenstern sowie den Interessenten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Presse und Gewerkschaften ein branchenübergreifendes Forum zur Vernetzung und zum Austausch bot.

Das BMWi fördert die fünf Schaufenster in den nächsten vier Jahren mit insgesamt über 200 Millionen Euro. Zusammen mit zusätzlichen privaten Investitionen wird über eine halbe Milliarde Euro in die Digitalisierung des Energiesektors investiert.

www.bmwi.de

IT-Sicherheitskatalog: Stadtwerke Baden-Baden zertifiziert

11.05.2017 Bis zum 31. Januar 2018 müssen alle Netzbetreiber für Strom und Gas in Deutschland in einem Audit nachweisen, dass sie ein nach ISO/IEC27001 und IT-Sicherheitskatalog zertifiziertes Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) eingeführt haben und betreiben. Die Stadtwerke Baden-Baden sind jetzt von TÜV Süd nach dem IT-Sicherheitskatalog gemäß §11 des Energiewirtschaftsgesetzes zertifiziert worden und damit nach eigenen Angaben der erste Energieversorger mit dieser Zertifizierung. Vorbereitet und begleitet wurde der Zertifizierungsprozess von ditis Systeme mit Sitz in Ulm. Für die Audit-Vorbereitung setzte das Unternehmen des Voith-Konzerns die von ihm entwickelte ISMS-Plattform „ditis InfoSec Manager“ ein.

Foto: ditis Systeme / JMV GmbH & Co. KG
Foto: ditis Systeme / JMV GmbH & Co. KG

„Im Rahmen des Zertifizierungsprozesses wurden alle Risikoanalysen durchgeführt, allein aus der DIN ISO/IEC 27001 haben die Stadtwerke Baden-Baden 130 Prüfkriterien erfüllen müssen. Hinzu kamen noch die Prüfpunkte der DIN ISO/IEC TR 27019 und des IT-Sicherheitskatalogs der Bundesnetzagentur“, sagt Tobias Adrian, Projektleiter bei ditis. Die Stadtwerke Baden-Baden profitierten dabei als erster Energieversorger in Deutschland überhaupt vom ISMS-Zertifizierungstool von ditis. „Wir mussten nur noch wenige branchenspezifische Anforderungen der Bundesnetzagentur für Energieversorger implementieren“, so Adrian. Im Prüfkatalog fanden sich nicht nur netzspezifische Herausforderungen wie die komplette Netzleittechnik mit der sicheren IT-Anbindung von Trafostationen, Umspannwerken oder Gasübergabestationen, auch Personal- und Einkaufsprozesse mussten branchenbedingt neu überdacht werden. „Bei der Neubesetzung von bestimmten Stellen ist beispielsweise ein polizeiliches Führungszeugnis zwingend erforderlich“, erklärt Adrian. Zur Vorbereitung für das Audit der Stadtwerke Baden-Baden erstellte das Team der ditis eine angemessene und praxisnahe Dokumentation. Diese führte zu einer erfolgreichen Zertifizierung durch die Prüfer der TÜV Süd Management Service GmbH, die unter Beobachtung der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) erfolgte.

„Mit dem konsequent durchgeführten Projekt beschritten die Stadtwerke Baden-Baden neue Wege und sind ihren Qualitätsansprüchen erneut ein Stück näher gekommen“, unterstreicht der neue Geschäftsführer der Stadtwerke, Helmut Oehler. „Die jetzt erfolgte Zertifizierung ist nur ein erster Schritt, weil wir weitere Unternehmensbereiche mit in die Betrachtungen einbeziehen werden. Alle aus diesem Projekt folgenden Maßnahmen sorgen für eine weitere Erhöhung der Versorgungssicherheit unserer Kunden.“

www.ditis.de

ZENNER und Hessware präsentieren erstmals LoRaWAN-fähige CLS-Gateway

11.05.2017 Durch die Integration des CLS-Software-Stacks von Hessware in die LoRa-Gateway-Box von ZENNER steht dem Energiemarkt das erste LoRaWAN-fähige CLS-Gateway zur Verfügung. Damit ist es möglich, Mehrwertdienste über die Gateways intelligenter Messsysteme abzuwickeln, etwa bei der Verbrauchsmessung von Wasser und Wärme.

ZENNER bedient sich beim Einsammeln von Messwerten aus Wasser-, Wärme- und Kältezählern der LoRaWAN-Funktechnologie. LoRaWAN steht für Long Range Wide Area Network. Die Technologie zeichnet sich bei sehr geringem Energieverbrauch durch hohe Reichweiten und sehr gute Gebäudedurchdringung aus. Sie eignet sich also sehr gut für das Fernauslesen von batteriebetriebenen Wasser- und Wärmezählern sowie für eine Vielzahl anderer In- und Outdoor-Anwendungen aus der Versorgungs- und Kommunalwirtschaft. Im LoRaWAN-Indoor-Gateway von ZENNER werden Mess-, Zustands- und Bewegungsdaten eingesammelt. Indem dieses Gerät durch Einbindung des CLS1) -Software-Stacks von Hessware zur integrierten CLS-Box ertüchtigt wird, kann es über eine HAN/CLS-Schnittstelle mit dem Smart Meter Gateway (SMGW) kommunizieren. Über die WAN-Schnittstelle des SMGW und die gesicherte Datenverbindung werden die Messdaten an weitere (dritte) Externe Marktteilnehmer (EMT) gesendet (siehe Grafik). Dazu gehören beispielsweise Messdienstunternehmen, welche die Daten zur Erstellung von Verbrauchsabrechnungen oder für andere Dienstleistungen nutzen.

Foto: Zenner International GmbH&Co.KG
Foto: Zenner International GmbH&Co.KG

„Durch den CLS-Kanal entsteht für Stadtwerke, Immobilienwirtschaft und Messdienstleister erstmals die technische Möglichkeit, Mehrwertanwendungen für Endverbraucher zu realisieren – unter Nutzung der bestehenden SMGW-Infrastruktur des Messstellenbetreibers für die sichere Datenfernübertragung“, betont Sascha Schlosser, Geschäftsführer der ZENNER International GmbH & Co. KG. „Außerdem wird durch diese LoRa-CLS-Lösung auch die Möglichkeit geschaffen, zukünftig weitere LoRa-Sensoren und -Aktoren über das Smart Meter-Gateway zu betreiben. Unsere Lösung macht das Smart Meter Gateway zu einem Smart Building Gateway.“

Damit die Nutzer des CLS-Kanals passiver EMT bleiben können und sich nicht der ISO 27001-Zertifizierung unterwerfen müssen, übernimmt Hessware die Rolle als verbindendes Element zwischen SMGW und den IT-Systemen des dritten EMT. „Wir kümmern uns als zertifizierter Dienstleister um alle Sicherheitsfragen, nehmen die Daten aus dem CLS-Modul entgegen und liefern sie aufbereitet an Dritte weiter, die sich damit nur als passiver EMT registrieren lassen müssen“, erläutert Hessware-Geschäftsführer Sebastian Heß. „Dadurch werden auch kleine Unternehmen in die Lage versetzt, neue Mehrwertdienstleistungen unkompliziert umzusetzen. Ein On-Premises-Betrieb ist natürlich auch möglich.“ Erstmals der Fachöffentlichkeit vorgestellt wird das CLS-Gateway von ZENNER auf dem Fachkongress ZMP – Zählen Messen Prüfen vom 9.bis 11. Mai 2017 in Leipzig.

www.zenner.com

www.hessware.de

POWER CAGE CLAMP von WAGO mit Flansch

Foto: WAGO Kontakttechnik GmbH&Co.KG
Foto: WAGO Kontakttechnik GmbH&Co.KG

09.05.2017 WAGO ergänzt das Programm der weltweit ersten Hochstromklemme bis 185 mm² mit Federanschlusstechnik um Schraubflanschvarianten ergänzt. Konzipiert ist das Produkt zur Installation auf Montageplatten. Die Befestigung der neuen Hochstromklemmen erfolgt durch jeweils zwei M8-Zylinderkopfschrauben. Wahlweise können Fixierelemente (0285-1179) eingesetzt werden, um die Hochstromklemmen bei der Montage einheitlich auszurichten. Die 185mm²-Hochstromklemme mit POWER CAGE CLAMP ist für einen Nennstrom von 353 A und eine Bemessungsspannung AC/DC bis 1.000 V und DC bis 1.500 V ausgelegt. Die Klemmen mit Schraubflansch sind in den Farben Grau (0285-1161), Blau (0285-1164) sowie Grau-Gelb (0285-1167) als Variante für die Funktionserde erhältlich.

www.wago.de

Taskforce von VDE und Fraunhofer SIT präsentieren Wegweiser hin zu sicheren digitalen Geräten

05.05.2017 Bis 2020 werden bereits 50 Milliarden cyber-physische Geräte im Internet der Dinge vernetzt sein. Das Anwendungsspektrum reicht dabei von Smart Grids und Smart Home über Verkehrsleittechnik und E-Mobility bis zu Industrie 4.0. Mit der Vernetzung von immer mehr „Dingen“ steigen allerdings auch die Anforderungen an die IT-Sicherheit eingebetteter Systeme. Ein effektiver Schutz vor Missbrauch und vor Cyberattacken kann nur gewährleistet werden, wenn die Einzelgeräteechtheit der vernetzten Objekte gesichert ist – das heißt genauer: die Identität und Integrität eines Geräts als Komposition von Hardware, Software und Betriebsparametern. Nur so kann zum Beispiel mit dem Smartphone die Heizungssteuerung in der Smart Home-Umgebung sicher betrieben oder zwischen Ladesäule und Elektroauto korrekt abgerechnet werden. Wie die Identität und Integrität vernetzter Geräte gewährleistet werden kann, hat die Taskforce „Sichere Geräteidentität und -integrität im Internet der Dinge“ koordiniert durch VDE und Fraunhofer SIT nun in einem Positionspapier dargestellt. Die Roadmap gibt einen Überblick über die Ziele, und Herausforderungen sowie Potenziale von sicheren Identitäten im Internet der Dinge. Dabei werden Anwendungsszenarien aufgezeigt, Anforderungen und Voraussetzungen beschrieben, Konzepte und Ansätze präsentiert und Herausforderungen dargelegt.

Das Thema „Identität und Integrität von Geräten und Systemen“ zählt neben den Themen Security by Design, Machine-to-Machine Communication sowie Hardware-Vertrauensanker wie beispielsweise dem Trusted Platform Module (TPM) zu den Fokusthemen der VDE/Fraunhofer SIT-Taskforce. Deren Ziel ist es, Anforderungen der Industrie zu sammeln, gemeinsame Lösungen zu identifizieren, sichere Schnittstellen zu entwickeln und Standards zu erarbeiten, um eine anwendungsunabhängige und -übergreifende technologische Basis für sichere Einzelgeräteechtheit zu schaffen. Die Integration in die einzelnen Anwendungsdomänen, deren Prozesse und Lebenszyklen stellt dabei eine zentrale Herausforderung dar.

www.vde.com

Stromspiegel für Deutschland veröffentlicht

05.05.2017 Zum sechsten Mal wurde Ende April der Stromspiegel für Deutschland veröffentlicht. Es handelt sich dabei um ein Online-Instrument, das es Stromkunden ermöglicht, ihren Stromverbrauch im Verhältnis zu anderen Haushalten einzuordnen und zu vergleichen. Auf der Grundlage der eigenen Stromrechnung und den bundesweiten Vergleichswerten des Stromspiegels können Bürger aus Privathaushalten ihren Verbrauch ähnlich wie bei den Verbrauchsklassen bei Elektrogeräten einordnen. Hierbei werden Faktoren wie Haushaltsgröße, Gebäudetyp und die Art der Warmwasserbereitung berücksichtigt.

Der VKU unterstützt auch in 2017 als Projektpartner das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) initiierte Projekt, das Teil der BMUB-Stromsparinitiative ist. Wissenschaftlich wurde der Stromspiegel 2017 vom Öko-Institut e.V. sowie vom Institut für sozial-ökologische Forschung begleitet. Kommunale Energieversorgungsunternehmen können den Stromspiegel bei der Energieberatung einsetzen und Haushaltskunden ihren Stromverbrauch im Kontext von Benchmarks vergleichbarer Haushalte aufzeigen. Wird ein zu hoher Stromverbrauch festgestellt, so beraten Stadtwerke ihre Kunden, wie sie Effizienzpotenziale heben können. Dem Stromspiegel 2017 liegen 161.000 bundesweite Verbrauchsdaten sowie unterschiedliche Studien der Projektteilnehmer zugrunde. Gegenüber dem Stromspiegel 2016 wurden aufgrund der neuen Verbrauchsdaten einzelne Verbrauchsklassen angepasst. Die Anpassungen erfolgten aufgrund des gemittelten Stromverbrauchs der untersuchten Haushalte, welcher in der aktuellen Periode geringer ausfiel als in der Vorperiode.

www.vku.de