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Versorgertag auf der INTERGEO

Auf der diesjährigen Intergeo, der wichtigsten Branchenmesse der Geoinformationswirtschaft, findet am Mittwoch, dem 12. Oktober 2016 erstmals ein eigenes Fachsymposium für die Versorgungswirtschaft statt. Gemeinsam mit den beiden Fachzeitschriften BUSINESS GEOMATICS – Wirtschaftszeitung für Geoinformatik und 50,2 – Das Magazin für intelligente Stromnetze organisieren die Veranstalter ein Branchensymposium im Intergeo-Forum. Themen sind die Leitungsauskunft bei Netzbetreibern sowie INSPIRE in der Versorgungswirtschaft. Die Leitungsauskunft erfährt in Deutschland derzeit einen Paradigmenwechsel. So setzt das bundesweite Informationssystem zur Leitungsrecherche – BIL – neue Maßstäbe. Gleichzeitig erhöht sich der Druck auf Leitungsbetreiber, Fachverbände und Lösungsanbieter. Das Symposium gibt einige Antworten auf strategische Fragestellungen.
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HannoverMesse 2016, 25.–29. April: Zukunftsthemen sichtbar gemacht

Unter dem Oberbegriff „Integrated Energy” öffnet sich die Industriemesse neuen Entwicklungen am Energiemarkt. Für Netzbetreiber und Stadtwerke gibt es spannende Innovationen zu sehen und auch ein Blick über die Grenzen des eigenen Geschäfts lohnt sich.

In Halle 27 am Stand L24 soll ein interaktives Modell die Bausteine des Energiesystems der Zukunft greifbar machen. Bild: Hannover Messe
In Halle 27 am Stand L24 soll ein interaktives Modell die Bausteine des Energiesystems der Zukunft greifbar machen. Bild: Hannover Messe

Am 25. April öffnet die Hannover- Messe Industrie (HMI) wieder ihre Tore. Das Thema Energie bildet erneut einen Schwerpunkt bei dieser weltweit führenden Industriemesse: Rund 1.500 Aussteller werden Technologien, Produkte und Lösungen aus diesem Bereich vorstellen. Sämtliche Branchengrößen, aber auch viele kleine, innovative Unternehmen, zahlreiche Forschungseinrichtungen, Versorger und die wichtigen Branchenverbände sind in den „Energiehallen“ vertreten. Die deutsche Energiewirtschaft ist sicherlich nur zum Teil die Kernzielgruppe der Aussteller – internationale und industrielle Kunden stehen nach Bekunden vieler Unternehmen klar im Fokus. Doch genau hier liegt die große Chance, denn insbesondere in der Fertigung sind Technologien zur Erzeugung, Rückgewinnung und Speicherung von Energie aber auch innovative Steuerungsund Managementsysteme heute vielfach schon angekommen. Hinter manch einer Lösung kann sich daher durchaus eine wirksame Technologie oder ein neues Geschäftsmodell für ein hiesiges Versorgungsunternehmen verbergen.

Vor diesem Hintergrund lohnt auch ein Blick auf das umfangreiche Vortragsprogramm, das in allen drei Hallen in den dafür speziell eingerichteten Foren angeboten wird.
hallenplan

Halle 13: Das Netz

Halle 13 wird sicherlich für viele Netzbetreiber und Stadtwerke der erste Anlaufpunkt sein, denn hier dreht sich alles um Netztechnologie – und zahlreiche Innovationen. So kann man bei Pfisterer (Stand B82) sehen, wie sich durch innovative Anschlusslösungen platzsparende Umspannwerke realisieren lassen. Fritz Driescher, Wegberg zeigt am Stand C59 intelligente Ortsnetzstationen, bei der Maschinenfabrik Reinhausen (Stand D63) sind regelbare Ortsnetztransformatoren ein zentrales Thema, am Stand. Als Weltneuheit bezeichnet BLOCK (Stand C34) seinen neuen FAIL-SAFE Transformator für 230V bzw. 400V, der in diesem Jahr sogar für den Hermes Award nominiert wurde. Ebenfalls eine Neuheit ist das ARC-K-SYSTEM von KAUTZ. Dieses soll selbstständig Störlichtbögen in Schaltanlagen erkennen und innerhalb von 1,2 ms löschen können. Jean Müller (Stand E98) präsentiert zum ersten Mal seine neue KETO NH-Sicherungslasttrennschalter Serie. Condensator Dominit (Stand E 54) hat mit SOFIA einen spannungsgeführten Oberschwingungsfilter mit intelligenter Anpassung im Programm. Einen Einblick in ihre Produktentwicklung bietet die Firma GSAB (Stand D49), die ihre noch in der Entwicklung befindlichen NH-Sicherungslastschaltleiste NH3-4pol für 630A vorstellt.

Intelligent werden auch die Mess- und Überwachungssysteme, wie etwa das Smart Grid Interface oder das SILAS Smart Upgrade Kit der Firma EFEN (Stand E75), die alle für das Smart Grid und Energiemanagement relevanten Messwerte liefern sollen. Dabei erfolgt die Datenkommunikation per Cloud-System. KÖHL Power Distribution Systems (Stand E88) integriert aktuell seine Energieverteilungsprodukte optional durch ein patentiertes, neues RFID-basiertes Temperaturmonitoringsystem in die permanente Zustandsüberwachung auf INDUSTRIE 4.0 Standard. Der Softwareanbieter Kisters zeigt am Stand C29 die Leitsysteme Control- Star und ProCoS.

Interessant ist in der Halle 13 fraglos auch ein Besuch am Stand C45, dem Gemeinschaftsstand SuperConductingCity: Hier zeigen Hightech-Unternehmen, welche Perspektiven die Supraleiter für Stromübertragung, Stromnetztechnik und elektrische Antriebe bieten.

Zudem erwarten den Besucher im Smart Grids Forum (Stand C35) und im ZVEI-Forum (Stand D30) im Verlauf der Messe insgesamt über 100 Vorträge.

Halle 12: Überwachung und Wartung

Überwachung und Wartung elektrischer Energieverteilungssysteme und ihrer Komponenten steht im Mittelpunkt der Halle 12. Hier zeigt zum Beispiel die Firma BAUR am Stand E22 ihr Produktportfolio zur Kabelfehlerortung, Kabelprüfung und Diagnose sowie Isolierölprüfung. Megger (Stand D06) präsentiert mit dem SMRT36 ein Produkt aus der neuesten Generation Schutzrelaisprüfgeräte, die speziell für das Prüfen von digitalen, statischen und elektromechanischen Schutzrelais entwickelt wurde. Im SMRT36 stellen sogenannte VIGEN- Module 3 x 60A-Stromausgänge und 3 x 300V-Spanungsausgänge zur Verfügung. Eine Besonderheit sind die Spannungsausgänge, die sich vom Anwender zu 15A-Stromausgängen umschalten lassen. Das Prüfsystem SMRT36 kann über das neue Smart Touch View Interface (STVI) mit integrierten Prüfbildschirmen gesteuert werden.

Der österreichische Anbieter Omicron (Stand B57) stellt mit TANDO 700 ein sehr genaues Mess- und Analysesystem für die Messung des Verlust-/Leistungsfaktors (Tan Delta) und der Kapazität von Hochspannungseinrichtungen vor, mit dem beispielsweise Leistung, Strom, Spannung, Impedanz und Frequenz gemessen werden können. Die zugehörige Software bietet diverse Funktionen für die Echtzeit-Anzeige der Daten sowie für Trendanalysen und die Erstellung von Protokollen.

Softwaregestütztes Asset Management ist weltweit ein Trendthema, in Deutschland ist die Marktdurchdringung noch gering. Bei IPS-Intelligent Process Solutions (Stand B80), gibt es umfangreiche Einblicke in die Möglichkeiten von Asset Datenmanagement, Schutzrelais-Einstellungsmanagement, Assetdiagnose- und Asset Management Entscheidungsintelligenz.

Halle 27: Die neue Energiewelt

Erzeugung, Speicherung und Mobilität sind die Leitthemen der Halle 27, in der sich dementsprechend viele namhafte Anbieter insbesondere aus dem Bereich der Kraft-Wärme-Kopplung präsentieren – der Besuch am Gemeinschaftsstand J50 oder der Firma Viessmann (Stand E41, E51) lohnt sich ohne Frage auch für Stadtwerke, die im Bereich Contracting aktiv sind. Die Windenergiebranche ist prominent mit NORDEX (Stand L25) vertreten. Das Unternehmen wird unter anderem die Vorzeigeserie der Generation Delta präsentieren, die auch an Schwachwindstandpunkten effizient Energie erzeugen und auch für schallsensible Gegenden geeignet sind. Am Stand L24 stellt Enercon sein Portfolio an großen und mittleren Anlagen vor. AEG Power Solutions (Stand C75) hat innovative Wechsel- und Gleichrichter-Lösungen im Messegepäck. So zeichnet sich zum Beispiel der Protect.SC 600-ID-EIC Umrichter für Energiespeicherung durch seine bi-direktionale IGBT Technologie aus. Gleichzeitig sorgen ein integriertes Batterie-Monitoring und eine Local Management Unit dafür, dass der Umrichter auch autonom betrieben werden kann.

Wasserstoff, Brennstoffzellen und stationäre Batterien sind auch das Thema am Gemeinschaftsstand C66, der mit 150 Ausstellern aus 25 Ländern eine breite Leistungsschau bietet, in der auch Netzbetreiber interessante Anregungen finden können. So stellt beispielsweise APT seinen Druckluft-Energiespeicher ENTREE100 vor. Dieser befindet sich noch in Entwicklung, soll aber der erste Druckluftspeicher der Megawattklasse werden. Beim Fraunhofer IWES stehen die neuesten Erkenntnisse im Bereich virtueller und simulierter Batterien im Fokus. Ziel ist es, Verfahren zu entwerfen, welche es ermöglichen, Hardware auf ihre Kompatibilität mit unterschiedlichen Batterien zu testen, bevor diese überhaupt installiert werden. Interessante Angebote und Kooperationspartner im Themenfeld Erzeugung, Speicherung und Energieeffizienz finden sich auch an den Gemeinschaftsständen der Länder Nordrhein-Westfalen (E40) und Baden-Württemberg (H71). Hier gewährt die EnBW auch Einblicke in das Schaufenster LivingLab BWe mobil, ein Pilotprojekt im Bereich der Elektromobilität, die für viele lokale Versorger nach einhelliger Meinung schon bald nicht nur Herausforderungen sondern auch interessante Chancen bietet – wirtschaftlich ebenso wie mit Blick auf die Netzstabilisierung. Am MobilyTEC Gemeinschaftsstand E70 stehen hybride Antriebstechnologien, Ladeinfrastruktur und Mobilitätslösungen der Zukunft im Mittelpunkt. Die Berliner ubitricity zeigt am Stand H85 ein neues Konzept für die Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge. Dabei wird die Systemlogik der Mobilfunkkommunikation auf die Energiewirtschaft übertragen, indem Energiedienstleistungen vertraglich an ein mobiles Endgerät gebunden werden: den smarten Stromzähler im Ladekabel oder im Fahrzeug. So genügt infrastrukturseitig eine Systemsteckdose um flächendeckend verfügbares und dabei bezahlbares smartes Laden zu ermöglichen. ubitricity errichtet und betreibt ein virtuelles Stromnetz und will so das zukunftsfähige „Internet der Energiedinge” (Internet of energy things) ermöglichen.

Halle 11: Energie – Industrie

Die Halle 11 ist schon in der Farbcodierung der Messe Hannover bewusst den Bereichen Energie und Industrie zugeordnet. Hier finden sich daher Anbieter, die diese Trennung aufgehoben haben – sei es aufgrund der schieren Größe wie im Fall von ABB (Stand A35), sei es aufgrund des übergreifenden Konzepts wie bei Schneider Electric (Stand E 47) oder Sprecher Automation (Stand C31). Das österreichische Unternehmen hat neben den klassischen Angeboten wie Netzleit-, Fernwirk-, Stationsleit- und Schutztechnik vor allem auch für den Verteilnetzbereich neue intelligente Automatisierungslösungen mitgebracht. Auch WAGO (Stand C64) folgt diesem Ansatz und stellt mit dem neuen PFC200 aus dem WAGO-I/O-SYSTEM 750 einen breit einsetzbaren GSM-Controller vor, der auch zur Überwachung von Stromnetzen nutzbar ist. Ausgestattet mit einem 3G-Modem mit Standard-Mini-SIM-Karte ermöglicht das wartungsfreie Gerät eine GPRS-Verbindung zum Internet und eine bidirektionale Kommunikation via SMS. Der PFC200 (750-8207) verfügt über zwei ETHERNET-Anschlüsse und eine RS-232-/ RS-485-Schnittstelle. Der integrierte Netzwerk- Switch ermöglicht den unkomplizierten Aufbau einer Linientopologie. Ein ebenfalls integrierter Webserver stellt dem Benutzer Konfigurationsmöglichkeiten und Statusinformationen zur Verfügung.

Hallen 2, 8, 9: Hidden Champions

Wer weiter über den Tellerrand schauen möchte, dem sei ein Besuch in den Hallen 8 und 9 empfohlen, wo sich etwa Phoenix Contact (Halle 8, Stand D20/Halle 9, Stand G28) oder Siemens (Halle 9, Stand D35) bewusst in die Reihen der Automatisierer gestellt haben – vielen Experten zufolge liegt hier auch die Zukunft der Energieversorgung. Zukunftsthemen prägen auch die Halle 2, wo zum Beispiel die GridSystronic Energy am Stand A18 eine Lösung zeigt, mit der sich sowohl beliebige Erzeugungsanlagen und Speicher in ein virtuelles Kraftwerk einbinden als auch Maschinen oder Anlagen fernwarten und steuern lassen. Auch zahlreiche renommierte Forschungseinrichtungen wie etwa das KIT (Stand B16), verschiedene Fraunhofer-Institute oder das EWE-Forschungszentrum NEXT ENERGY (Stand A08) loten hier den Raum zwischen Industrie und Energie 4.0 aus.

www.hannovermesse.de

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Der Branchenleitfaden für Stadtwerke und Netzbetreiber

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Die „gelben Seiten“ des Smart Metering-Marktes

Der Startschuss ist gefallen: Am 23. Juni 2016 wurde das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende beschlossen. Damit ist nun die gesetzliche Verpflichtung verbunden, intelligente Messsysteme im Strommarkt einzuführen. Die Sonderpublikation der 50,2 zum „Smart Meter Rollout“ gibt einen Überblick über den Anbietermarkt und stellt für Netzbetreiber damit eine wichtige Orientierungshilfe für die Auswahl von Partnern, Dienstleistern und Lieferanten dar. Firmenprofile und Best Practice-Beispiele zeigen die Kompetenz der Marktteilnehmer auf.
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