Aktuelle News

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Neues Konzept für den Energievertrieb

11.08.2016  Die umfangreichen Prozesse für den Energievertrieb/-verkauf sind aktuell von der Bundesnetzagentur in den Dokumenten GELIGas (Geschäftsprozesse Lieferantenwechsel Gas) und GPKE (Geschäftsprozesse zur Kundenbelieferung mit Elektrizität) definiert. Energielieferanten müssen mit jedem einzelnen der 732 Gasnetzbetreiber und 881 Stromnetzbetreiber einen Lieferantenrahmenvertrag abschließen und eine aufwendige technische Infrastruktur für den elektronischen Datenaustausch (EDFACT) vorhalten. Mit der neuen Plattform Energiemarkt.Online will die Firma RS Utility Service dies überflüssig machen: Energielieferanten benötigen nach Angaben des Anbieters zukünftig keine eigenen Bilanzkreise mehr – Energiekunden werden über die Plattform einmalig dem Bilanzkreis „Energiemarkt.Online“ zugeordnet und können Energielieferverträge direkt abschließen. Lieferantenwechselprozesse, Netznutzungsabrechnungen etc. sollen damit der Vergangenheit angehören. „Die Grundlage für Energiemarkt.Online und den einfachen Handel mit Energie ist wie in Skandinavien die Trennung des Netzanschlusses und dessen Abrechnung von der physikalischen Energielieferung“, erklärt René Schmidt, Geschäftsführer von RS Utility Service und Betreiber von Energiemarkt.Online. Energielieferanten können auf der Plattform Angebote einstellen, die für einen Tag, eine Woche oder länger laufen. Auch Vollversorgungsverträge, bei denen der Lieferant dem Kunden wie bisher einen Preis anbietet (inklusive Übernahme von Mehr- und Mindermengen, Netznutzungskosten usw.) sind möglich. Dabei kann die Webpräsenz des Energielieferanten auf Energiemarkt.Online eingebunden werden, so dass der Kunde den Liefervertrag auf der Webseite des gewählten Energieversorgers abschließt.
www.rs-utilityservice.de

 

Greenpeace Energy unterstützt Bürgerenergie-Projekte

11.08.2016  Der Ökoenergieanbieter Greenpeace Energy unterstützt ab sofort gezielt Bürgerenergieprojekte, deren Chancen sich nach Einschätzung des Unternehmen durch die jüngste Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) massiv verschlechtern. Gemeinsam mit seiner Kraftwerkstochter Planet energy hat Greenpeace Energy ein neues Beratungs-, Dienstleistungs- und Finanzierungsangebot zusammengestellt, um kleineren Akteuren auch zukünftig die aktive Teilhabe an der Energiewende zu ermöglichen. Um die Kosten und Risiken einer Ausschreibungsteilnahme abzufedern, bietet Planet energy an, die Ausschreibungs- und Genehmigungsrisiken abzusichern. „Wir stellen Kapital zur Verfügung, damit Bürgerenergie-Akteure weiterhin ihre Projekte umsetzen können“, so Sönke Tangermann. Darüber hinaus steht Planet energy auch mit seiner jahrelangen Erfahrung im Bau von Ökostrom-Kraftwerken den Bürgerenergie-Akteuren zur Seite. Genossenschaften und Bürgerprojekte, die sich an Planet energy wenden, erhalten individuelle Unterstützungsleistungen für ihr Projekt. Kleinen Akteuren, die zwar in erneuerbare Energien investieren wollen, aber entweder kein eigenes Projekt haben oder deren Planungen unter den Bedingungen des neuen EEG scheitern, bietet die Kraftwerkstochter von Greenpeace Energy zudem finanzielle Beteiligungsmöglichkeiten an Projekten von Planet energy an – etwa, um bereits genehmigte Windparks gemeinsam mit Bürgerenergie-Akteuren zu realisieren. www.planet-energy.de

 

Entschädigungszahlungen: Wilken baut Einspeisemanagement aus

10.08.2016  Die Zahl der Abschalt- und Regelvorgänge nach §14 des EEG hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen und liegt in einzelnen Netzgebieten bereits im vierstelligen Bereich pro Jahr. Für diese Prozesse hat Wilken jetzt sein ENER:GY Modul für das Einspeisemanagement ausgebaut. Ermittelt werden die entgangenen Einspeisemengen nach den einschlägigen Vorschriften in einem externen System, wie beispielsweise dem Leitsystem. Entsprechende Standardschnittstellen zu Leit- und EDM-Systemen stehen zur Verfügung. Die Werte für die Ausfallarbeit werden anschließend in den Entschädigungsprozess eingespeist. Dabei wird die Gutschrifthöhe für jede einzelne betroffene Anlage ermittelt. Jederzeit ist an dieser Stelle bei Bedarf auch ein Eingreifen des Anwenders möglich um auch komplexe Sonderfälle verarbeiten zu können. Neben den entgangenen Einnahmen werden dabei auch zusätzliche Aufwendungen berücksichtigt, wenn etwa für den Wiederanlauf zusätzliche Einsatzstoffe wie Öl oder Gas benötigt werden. Aber auch potenzielle ersparte Aufwendungen fließen in die Berechnung ein und auf Wunsch kann die Abrechnung der vermiedenen Netzentgelte zugeschaltet werden. Zudem können Eigenverbrauchskonstrukte bei RLM-Anlagen berücksichtigt werden. Anschließend werden die Entschädigungen über ein Gutschriftverfahren an die betroffenen Anlagenbetreiber ausgezahlt. www.wilken.de

 

Wellenkraftwerk im Probebetrieb

Wellenkraftwerk
Bild: NEMOS GmbH

10.08.2016  Die Kraft der Meereswellen für die Stromerzeugung zu nutzen ist die Idee des NEMOS-Wellenkraftwerks. Das Konzept: Ein länglicher Auftriebskörper schwimmt an der Wasseroberfläche, drei Seile verankern diesen mit dem Meeresgrund. Der allgegenwärtige Wellengang sorgt für die nötige Kraft und Bewegung, die die Seile an den Generator übertragen. Bevor es im kommenden Jahr in der Nordsee in Betrieb gehen kann, wird nun der Kern der Anlage an der Universität Duisburg-Essen (UDE) auf Herz und Nieren getestet. Zum Test der Offshore-Wellenenergieanlage wurde ein 40 Tonnen schwerer und neun Meter hoher Prüfstand am UDE-Fachgebiet für Energiespeicherung und -transport eingerichtet – einer der größten Prüfstände seiner Art weltweit. In der neuen Prüfanlage wird nun im 1:1-Maßstab erprobt, wie die mechanische Leistung des Auftriebskörpers durch das Generatorsystem und die Leistungselektronik in elektrischen Strom mit Netzqualität umgewandelt wird. Derzeit wird zudem eine Komplettanlage im 1:5-Maßstab rund um die Uhr bei unterschiedlichen Wind- und Wellenbedingungen am dänischen Limfjord getestet. Künftig können Wellenkraftwerke auch in Offshore-Windkraftparks eingesetzt werden. www.nemos.org www.ets.uni-due.de

 

mobileX stellt neue Service-App vor

Bild: mobilex AG
Bild: mobileX AG

09.08.2016  Die mobileX AG hat mobileX-CrossMIP, eine neue Multiplattform-Lösung zur mobilen Bearbeitung von Service- und Instandhaltungsaufträgen, entwickelt. Die schlanke Anwendung soll Außendiensttechnikern eine einfache und schnelle Bearbeitung der wichtigsten Auftragsfunktionen auf ihrem iOS oder Android Smartphone oder Tablet ermöglichen. Die intuitive Benutzeroberfläche orientiert sich an den Bedürfnissen und Anwendungsfällen der Techniker im Service und in der Instandhaltung. Eine übersichtliche Bedienung ermöglicht ein Navigieren mit nur wenigen Gesten. Durch die volle Offline-Fähigkeit hat der Anwender jeder Zeit Zugriff auf alle notwendigen Daten. Die Version 1.0 von mobileX-CrossMIP unterstützt Android ab Version 6, iOS ab Version 9.3.x und ist ab Ende Juli verfügbar. www.mobilexag.de

 

EDNA-Kompendium 2016: Standortbestimmung zur Digitalisierung

09.08.2016  Die Digitalisierung in der Energiewirtschaft steht im Mittelpunkt des gerade erschienenen EDNA-Kompendiums 2016 des EDNA Bundesverbands Energiemarkt & Kommunikation. Auf 20 Seiten beleuchten Fachautoren aus den EDNA-Mitgliedsunternehmen die Digitalisierung aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln. „Über den Fokus auf den iMsys-Rollout und den engen Bezug zur Smart-Meter-Gateway Administration hinaus wird die Digitalisierung die Versorgungswirtschaft in ähnlichem Maße revolutionieren, wie dies derzeit in anderen Branchen unter dem Stichwort ‚Industrie 4.0’ geschieht“, fasst EDNA-Geschäftsführer Rüdiger Winkler den inhaltlichen Ansatz zusammen. Dementsprechend breit ist auch das Themenspektrum des Heftes, das mit Unterstützung des VKU-Verlags und der ZfK entstanden ist. Es reicht von der Marktvernetzung mithilfe von standardisierten Geschäftsobjekten über neue Möglichkeiten der Prozessautomatisierung bis hin zum Management dezentraler Energiespeichersysteme. Das EDNA-Kompendium kann auf der Webseite des Verbands als PDF-Datei heruntergeladen werden. Die Druckversion ist kostenlos über presse@edna-bundesverband.de erhältlich. www.edna-bundesverband.de

 

Dienstleistungen für den Smart-Meter-Rollout
Workshop am 29.07.2016

Bild:
Bild: SüdWestStrom

28.07.2016  Die Stadtwerke Schwäbisch Hall und die Südwestdeutsche Stromhandels (SüdWestStrom) bieten Stadtwerken modulare Dienstleistungen für die Einführung und den Betrieb der intelligenten Messsysteme an. So können Stadtwerke auswählen, welche der Pflichtaufgaben sie selbst besetzen wollen und welche die Stadtwerke-Kooperation übernimmt. Mit Hilfe der Dienstleistung können Stadtwerke beispielsweise die für das eigene Netz passende Kommunikationstechnik auswählen und kostengünstig Hardware beschaffen. Das Angebot basiert auf den Erfahrungen von Pilotprojekten. Zusammen mit vier Stadtwerken haben die Stadtwerke Schwäbisch Hall und SüdWestStrom in den letzten zwei Jahren die Prozesse für den Einbau und den Betrieb von intelligenten Messsystemen in der Praxis erprobt. Am 29. Juli sind die Vertreter von Stadtwerken und Fachpresse zu einem Workshop in Tübingen eingeladen. Praktiker stellen die Dienstleistungen vor, mit denen Stadtwerke den Rollout von intelligenten Messsystemen umsetzen können. www.suedweststrom.de

 

Siemens liefert die weltweit ersten 1100-kV-HGÜ-Transformatoren

28.07.2016  Für die weltweit erste Hochspannungs-Gleichstromübertragungsstrecke (HGÜ) der Welt mit einer Übertragungsgleichspannung von 1100 Kilovolt (kV) liefert Siemens gemeinsam mit chinesischen Partnerunternehmen die weltweit ersten 1100-kV-Stromrichtertransformatoren. Mit einer Leistung von 587,1 Megavoltampere (MVA) sind sie gleichzeitig auch die leistungsstärksten der Welt. Betrieben wird die HGÜ-Anlage vom Übertragungsnetzbetreiber State Grid Corporation of China (SGCC). Die geplante 1100-kV-HGÜ-Verbindung zwischen Changji und Guquan, das derzeit weltgrößte HGÜ-Projekt, hat eine Länge von 3284 Kilometern, eine Übertragungsleistung von zwölf Gigawatt (GW) und soll Ende 2018 in Betrieb gehen. Bahnbrechende Forschungsfortschritte bei der neuesten Generation der Siemens-Stromrichtertransformatoren machen die zwölf Gigawatt Übertragungskapazität dieser HGÜ-Anlage erst möglich , heißt es seitens des Unternehmens. Siemens fertigt die Transformatoren im Werksverbund unter der Führung seines Trafowerks in Nürnberg in Zusammenarbeit mit seinem chinesischen HGÜ-Transformatorenwerk in Guangzhou. Zum Lieferumfang gehören spezielle Konvertertransformatoren, die sich direkt an das 1050-kV-Drehstromnetz Chinas anschließen lassen. Diese Anschlussart kam bisher weltweit noch nicht zum Einsatz. www.siemens.com

 

Kisters stellt Analyse-Plattform vor

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Zum Vergrößern bitte klicken. Bild: Kisters

28.07.2016  Mit der Digitalisierung fallen auch bei Netzbetreibern und Energieversorgern Unmengen von Daten an. Die neue Data Analytics Platform von KISTERS soll Unternehmen die Möglichkeit bieten, neue Erkenntnisse aus diesen Massendaten zu gewinnen. Die Besonderheit liegt nach Auskunft des Herstellers in der Kombination einer generischen Big Data Lösung mit fachspezifischer Software und Know-how für das jeweilige Anwendungsgebiet. So haben die Analysen immer den direkten Bezug zum Markt. Sie reichen von der Beschreibung der Ist-Situation (Descriptive Analytics) über Prognosen hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit von Ereignissen sowie der Vorhersage von Geschehnissen unter dem Einfluss sich ändernder Konditionen (Predictive Analytics) bis hin zu Handlungsempfehlungen (Prescriptive Analytics). Als Einsatzbereich wird beispielsweise der Netzbetrieb genannr, wo die Software den Zustand und die Performance der Betriebsmittel transparent macht. Auch die EVU profitieren von der Data Analytics Platform, zum Beispiel bezüglich der Vorhersage der Stromproduktion von Blockheizkraftwerken (BHKW), die an der Strombörse verkauft werden soll: Mithilfe der Kisters-Lösung können die Betreiber Kraftwerkfahrpläne analysieren, optimieren und die erzeugte Strommenge mit einer sehr hohen Prognosegüte vorhersagen, sodass nach Angaben von Kisters monatlich bei einzelnen BHKWs Einsparungen von bis zu 60.000 Euro möglich sind. www.kisters.de

 

Bundesweites Mieterstrommodell

Bild: Axel Heiter /ensys
Bild: Axel Heiter/Ensys

27.07.2016  Bislang konnten vorwiegend Eigenheimbesitzer von selbst produziertem Strom profitieren – meist in Form von auf dem Dach montierten Photovoltaikanlagen. Das Frankfurter Unternehmen Ensys, ein Unternehmen der TWL-Gruppe, Ludwigshafen, hat jetzt ein Modell für Immobilien vorgestellt, die für die Vermietung vorgesehen sind. Dazu installiert das Unternehmen ein Blockheizkraftwerk (BHKW), das Energie in Form von Strom und Wärme produziert. Die lokal erzeugte Energie wird von Ensys abgenommen und direkt durch die Mieter im gleichen Gebäude verbraucht. Da die Energie nicht in die öffentlichen Netze gespeist wird, entfallen Stromsteuer und Netznutzungsentgelte. „Im Ergebnis wird der Strom für den Mieter so deutlich billiger“, erläutert Christiane Sperling, Geschäftsführerin von Ensys. Alternativ sind auch Lösungen mit einer Photovoltaikanlage denkbar. Da das Mieterstrom-Konzept von Ensys als Contracting-Lösung ausgestaltet ist, sollen zusätzlich die Investitionskosten für den Bauträger, genauso wie die Betriebs- und Wartungskosten für den Vermieter sinken: Ensys finanziert die neue Heizungsanlage und kümmert sich um den Betrieb. www.ensys.de

 

Honorarprofessur für Dr. Michael Koch

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Bild: devolo

27.07.2016  Dr. Michael Koch, Leiter des Geschäftsbereichs devolo Smart Grid wurde jetzt zum Honorarprofessor der der Fakultät für Ingenieurwissenschaften an der Universität Duisburg-Essen (UDE). Prof. Dr. Michael Koch ist bereits seit 2007 Lehrbeauftragter der Abteilung Elektrotechnik und Informationstechnik. Zahlreiche Forschungsprojekte im Bereich der Powerline-Kommunikation konnten durch die enge Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft erfolgreich durchgeführt werden. Derzeit erforschen devolo und die UDE im ENERGIE-Projekt (Erfassung der niederspannungsseitigen Netzzustandgrößen in Echtzeit) gemeinsam die G3-PLC Technologie zur Echtzeit-Datenkommunikation im intelligenten Stromnetz. Das Projekt wurde kürzlich mit dem renommierten GreenTec Award ausgezeichnet. www.devolo.de

 

EQOS Energie erweitert deutsche Geschäftsführung

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Bild: EQOS Energie Deutschland GmbH

26.07.2016  Mit Wirkung zum 16. Juli 2016 trat Carsten Gärtner als Geschäftsführer in die EQOS Energie Deutschland GmbH ein. Gärtner verantwortet ab sofort das Geschäftsfeld Freileitung und will gemeinsam mit Peter Pendt und Robert Schaetzke das Wachstum des Unternehmens weiter vorantreiben. Zuvor war Carsten Gärtner als Geschäftsführer der Omexom Hochspannung GmbH tätig und leitete die Bereiche Freileitungsbau, Engineering und Kabeltechnik. Von 1996 bis 2011 war der Diplom-Ingenieur bereits für die Vorgängergesellschaft der EQOS Energie tätig, zuletzt als Geschäftsfeldleiter Freileitungs- und Schaltanlagenbau. www.eqos-energie.com

 

Gemeinsamer Einsatz von Sekundärregelleistung in Deutschland und Österreich

Bild: TransnetBW GmbH
Bild: TransnetBW GmbH

26.07.2016  Die deutschen Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, TenneT sowie TransnetBW und der österreichische Übertragungsnetzbetreiber APG bilden seit dem 14. Juli 2016 die erste internationale Kooperation zu Sekundärregelleistung (SRL) in Europa. Diese Zusammenarbeit nimmt die zukünftigen Anforderungen der europäischen Guideline on Electricity Balancing zur Schaffung eines EU-Binnenmarkts für Regelleistung vorweg, die sich aktuell in der Umsetzung befindet. Die deutschen sowie der österreichische Übertragungsnetzbetreiber sind bereits Teil des internationalen Netzregelverbundes (IGCC). In dieser Kooperation wird der gegenläufige Abruf von Sekundärregelleistung (SRL) vermieden, indem in den beteiligten Ländern vorab ein Bedarfsausgleich (Netting) durchgeführt wird. Im Zuge der Vertiefung der Kooperation wird nun der Einsatz von SRL anhand einer gemeinsamen Abrufliste (Merit Order) durchgeführt. Auf diese Weise kommt immer das aus wirtschaftlicher Sicht günstigste Angebot für Sekundärregelleistung in beiden Ländern zum Einsatz und die Kosten für Regelarbeit können hierdurch gesenkt werden. Im Falle einer Trennung der Kooperation, zum Beispiel durch operative Netzrestriktionen, setzen die deutschen und österreichischen Übertragungsnetzbetreiber die Sekundärregelleistung wie bislang national ein. Im nächsten Schritt wird zur weiteren Vertiefung der Kooperation eine gemeinsame Beschaffung von SRL in Deutschland und Österreich geprüft. Auch die gemeinsame Weiterentwicklung der Marktregeln und Produkte für SRL stehen im Fokus der Übertragungsnetzbetreiber. www.transnetbw.de

 

EnBW und PPC vertiefen Zusammenarbeit

25.07.2016  Die EnBW und die Mannheimer Power Plus Communications (PPC) wollen beim Rollout intelligenter Messsysteme (iMSys) enger zusammenarbeiten und haben zu diesem Zweck ein Memorandum of Understandig unterzeichnet. Im Mittelpunkt stehen die Integration von Smart Meter Gateways (SMGW) und die Datenkommunikation auf Basis von Breitband Powerline (BPL). Dabei spielen auch die Sicherheitsarchitektur für die IT-Netzwerke und die Umstellung der Mobilfunknetze auf den neuen Internetprotokollstandard IPv6 eine bedeutende Rolle. Beide Unternehmen haben des Weiteren die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen rund um die Digitalisierung des Messwesens sowie Smart Grid Anwendungen im Blick. Dritter im Bunde ist die Netze BW. Als größter Verteilnetzbetreiber Baden-Württembergs bereitet die EnBW-Tochter aktuell den umfangreichsten Pilotversuch in Deutschland vor. Dabei werden ab Herbst rund 20.000 iMSys bei vom Digitalisierungsgesetz erfassten Anschlüssen installiert. Zuvor waren die Gateways von PPC im Feldtest insbesondere auf ihre Kompatibilität mit den verschiedenen Zählern sowie denGateway-Administratorsystemen von Landis + Gyr und Fröschl erfolgreich getestet worden. Ein Drittel der einzubauenden SMGW werden mit integriertem Mobilfunk-Modul geliefert, die restlichen mit BPL Modul. www.enbw.com www.ppc-ag.de

 

Weltbank verspricht eine Billion US-Dollar für Solarenergie

25.07.2016  Die Weltbank will bis 2030 Investitionen von einer Billion US-Dollar für Solarenergie weltweit aufbringen. Gemeinsam mit der International Solar Alliance (ISA), die auf dem Pariser Klimagipfel Ende 2015 von Frankreich und Indien gegründet wurde und von 121 Staaten weltweit unterstützt wird, will die Weltbank bis zum Jahr 2030 eine Billion US-Dollar für den Bau von Solaranlagen besonders in Entwicklungsländern mobilisieren. Mobilisieren heißt dabei, dass Kredite zum einen von der Weltbank direkt kommen und zum anderen der ISA Zugang zum Finanzierungsnetzwerk der Weltbank gewährt wird. Zudem erhalte ISA „Wissen und Finanzkapazitäten“. Indien soll davon besonders profitieren, eine Milliarde US-Dollar will die Weltbank dem Land für die ehrgeizigen Ausbaupläne zur Verfügung stellen. Gefördert werden unter anderem Projekte für Solardachanlagen, die Infrastruktur für Solarparks, der Marktstart für innovative Solar- und Hybridtechnologien und der Netzausbau für Bundesstaaten mit viel Solarenergie. Als Startschuss hatten die Weltbank und die indische Regierung Ende Juni eine erste Vereinbarung für ein 625 Millionen US-Dollar schweres Programm zur Förderung von ans Netz angeschlossene Solardachanlagen unterschrieben. Dadurch sollen zusätzlich mindestens 400 Megawatt Solarstromleistung in Indien entstehen und fossile Energien ablösen. Unterstützung von der Weltbank erhält auch der Bundesstaat Madhya Pradesh bei seinen Plänen für das Projekt „Rewa Ultra Mega Solar“. Die 750-Megawatt-Anlage soll 2017 ans Netz gehen und wäre dann die größte Einzelanlage der Welt. www.worldbank.org

 

Tägliche Netzkontenabrechnung für Gas wird Pflicht

25.07.2016  Ab dem ersten Oktober 2016 wird die Umstellung von der monatlichen auf die tägliche Kontrolle der Netzkonten Pflicht. Die tägliche Netzkontenabrechnung (NKA) soll einen Anreizmechanismus für den Netzbetreiber darstellen und dazu dienen, genaue Prognosen für die entsprechenden SLP-Entnahmestellen zu erreichen. Für die Netzbetreiber aus der Bilanzierung Gas (GaBi Gas) 2.0 steigt damit der Anpassungsbedarf für die Standard-Lastprofil (SLP)-Allokation. Der kürzere Betrachtungszeitraum führt zu einem höheren administrativen Aufwand und wirkt sich auch finanziell aus: Der Ausgleich von Tagen im Laufe des Monats ist nicht mehr möglich, zudem kann es zu Zielverlusten der Abschlagszahlung bis zur MMMA kommen. Zur Überprüfung des angewendeten SLP-Profils bietet VOLTARIS ein Mehrwertmodul aus dem EDM-Baukasten an: Das „SLP-Qualität Modul“ beinhaltet die jährliche Überprüfung der SLP-Kundenzuordnung, sowie die Prüfung anhand der Vorjahresabweichung, die Prüfung der SLP-Ausprägung, den Vergleich verschiedener Ausprägemöglichkeiten und Wetterstationen, die Prüfung der geometrischen Reihe, die Einstufung der SLP-Kunden in die entsprechende Profilkategorie sowie der Abschlussbericht für MGW bzw. für die Bundesnetzagentur. www.voltaris.de

 

E-world meets Start-Ups

eworldgruen22.07.2016  Auch im kommenden Jahr will die Fachmesse E-world energy & water jungen innovativen Unternehmen die Möglichkeit geben, ihre Ideen und Konzepte vorzustellen und sich der Energiewelt zu präsentieren. 2017 soll die Plattform E-world meets Start-Ups eine eigene Plattform bereitstellen. Ergänzt wird der Gemeinschaftsstand durch ein offenes Fachforum für Networking und Austausch. Das Event, das in diesem Jahr erstmalig angeboten wurde, war ein voller Erfolg: Über 130 Start-ups aus ganz Europa diskutierten, tauschten sich aus und leiteten zukünftige Kooperationen mit rund 60 nationalen und internationalen Industriepartnern und Investoren ein. www.e-world-essen.com

 

STAWAG digitalisiert Vertriebsprozesse mit Trianel

22.07.2016  Die STAWAG (Stadtwerke Aachen Aktiengesellschaft) baut ihre Angebote für Energiedienstleistungen weiter aus und setzt dazu unter anderem auf die von Trianel entwickelten IT-Plattform T-PED (Trianel Plattform für Energiedienstleitungen). „Die Digitalisierung von Prozessen schreitet auch für Energieversorger voran. Der Einsatz der digitalen Vertriebssteuerungsplattform von Trianel ermöglicht es uns, unsere Services wie PV- oder Heizungscontracting effizienter und noch kundenfreundlicher über ein Online-Tool anzubieten“, stellt Andreas Maul, Bereichsleiter Vertrieb der STAWAG fest. Das von der Stadtwerke-Kooperation Trianel entwickelte Vertriebssteuerungstool T-PED wird bereits von über 50 Stadtwerken in Deutschland eingesetzt, unter anderem von den Stadtwerken Bochum und München. www.trianel.com

 

devolo beteiligt sich am CALLIA-Projekt

21.07.2016  Im Rahmen des CALLIA-Projekts untersucht ein multinationales Projektkonsortium aus Netzbetreibern, Forschungseinrichtungen und Unternehmen inwieweit eine länderübergreifende direkte Interaktion zwischen Verteilnetzen über die reine Physik hinaus die Integration Erneuerbarer Energien erleichtern kann. Ziel ist eine effizientere Einbindung dezentraler Energien sowie eine Stabilisierung des gesamteuropäischen Stromnetzes. Das Aachener Unternehmen devolo unterstützt Callia mit seiner langjährigen Expertise in der Powerline-Kommunikation. Darüber hinaus forscht devolo an einer Steuerbox zur bedarfsorientierten Reglung von dezentralen Stromerzeugern und intelligenten Stromverbrauchern. www.devolo.de

 

HHL Leipzig: Praxisprojekt mit Arvato Systems zur Digitalisierung von Stadtwerken

15.07.2016  Im Rahmen eines Praxisprojekts haben drei Management-Master-Studierende der HHL Leipzig Graduate School of Management von April bis Juli 2016 eine umfassende Analyse zum Status Quo der Digitalisierung von Stadtwerken erarbeitet. Gemeinsam mit dem IT-Spezialisten Arvato Systems untersuchten die Studenten unter anderem aktuelle Modelle zur Messung der Digitalisierung von Energiedienstleistern. Durch intensive Gespräche mit den Fachexperten auf Unternehmensseite konnten die Hochschüler ein so genanntes Digitalisierungs-Reifegrad-Modell entwerfen. Mit einer 360-Grad-Analyse soll es Stadtwerken dabei helfen, Verbesserungspotenziale zu identifizieren. Das studentische HHL-Team, bestehend aus Christian Hoffmann, Kristina Koch und Nicholas Minkner, bilanziert übereinstimmend: „Wir haben uns sehr darüber gefreut, unsere betriebswirtschaftlichen Kenntnisse in einem Projekt einbringen zu können, das gleichermaßen aktuell wie auch innovativ ist. Wir hoffen, damit einen Beitrag zur dringend notwendigen Digitalisierung von Stadtwerken beisteuern zu können. Durch das Projekt konnten wir wertvolle Erfahrungen in der Energiebranche sowie bezüglich der Praxis-Anwendung von Strategiekonzepten gewinnen.“

Das Praxisprojekt der HHL mit Arvato Systems wurde studienbegleitend durchgeführt. Es ist fest im Curriculum der Studierenden verankert. Innerhalb des Projektverlaufs fand zwischen den Studenten und den Vertretern von Arvato Systems ein regelmäßiger fachlicher Austausch statt. Neben einer Zwischenpräsentation mit ersten Ergebnissen fand die Abschlusspräsentation des Projekts am 8. Juli 2016 statt.

www.hhl.de  www.IT.arvato.com

 

VDE|FNN begrüßt Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende

Zum Vergrößern bitte klicken. Bild: VDE|FNN
Zum Vergrößern bitte klicken. Bild: VDE|FNN

15.07.2016  Das Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (VDE|FNN) begrüßt die Verabschiedung des „Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende“. Damit gibt es in Deutschland erstmals eine rechtsverbindliche Verpflichtung zum breiten Einbau so genannter moderner Messeinrichtungen (digitale Stromzähler). „FNN hat die Arbeiten an dieser neuen Infrastruktur von Anfang an begleitet und als neutrale Plattform für die Standardisierung eines interoperablen Messsystems mit austauschbaren Geräten gesorgt“, so Dr. Stefan Küppers, Vorsitzender des Vorstands bei VDE|FNN. Wie sich bereits in den Entwürfen des Gesetzes andeutete, wird der Rollout stufenweise erfolgen. Beginnend bei Großverbrauchern von Strom (> 10.000 kWh pro Jahr) sowie größeren EEG-Anlagen (7 bis 100 kW installierter Leistung) im Jahr 2017 ist eine Ausweitung des verpflichtenden Rollout bis hin zu Verbrauchern mit mindestens 6.000 kWh Jahresverbrauch im Jahr 2021 vorgeschrieben. VDE|FNN begrüßt dieses Vorgehen, da durch den stufenweisen Rollout wertvolle Erfahrungen gesammelt werden können. Die neu aufgenommene Regelung, dass die historischen Verbrauchs- und Einspeisewerte in modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsystemen jeweils 24 statt 12 Monate gespeichert werden müssen, sieht VDE|FNN allerdings kritisch. Die Neuregelung erfordert eine Überarbeitung der FNN-Lastenhefte für den Basiszähler sowie eine entsprechende Anpassung der Geräte durch die Hersteller. Dies führt zu weiteren Verzögerungen, denen nur ein geringer zusätzlicher Nutzen gegenüber steht. www.vde.com

 

Investorengruppe und KALORIMETA beteiligen sich an PPC

14.07.2016  Eine Investorengruppe und die KALORIMETA AG & Co. KG (KALO) beteiligt sich gemeinsam an der Power Plus Communications AG (PPC), Anbieter von Smart Meter Gateways und Breitband Powerline Kommunikationssystemen (BPL). Die Beteiligung ist auf nachhaltiges Wachstum ausgerichtet und umfasst eine Kapitalerhöhung im zweistelligen Millionenbereich. Über die Details der Transaktion wurde Vertraulichkeit vereinbart. PPC bietet mit Breitband Powerline und mit seinem Smart Meter Gateway Portfolio die Schlüsseltechnologien für den vom Bundestag beschlossenen Rollout intelligenter Messsysteme. Daneben planen KALO und PPC auch den Ausbau der Partnerschaft im Bereich smarte Services und Vernetzung für Immobilien sowie für die Entwicklung von Lösungen für das spartenübergreifende Metering und Submetering. www.ppc-ag.de  www.kalo.de

 

mobileX AG: Service-App für die Hosentasche

14.07.2016  Die mobileX AG hat mobileX-CrossMIP, eine neue Lösung zur mobilen Bearbeitung von Service- und Instandhaltungsaufträgen, entwickelt. Die schlanke Anwendung soll Außendiensttechnikern eine einfache und schnelle Bearbeitung der wichtigsten Auftragsfunktionen auf ihrem iOS oder Android Smartphone oder Tablet ermöglichen. Die übersichtliche Bedienung ermöglicht nach Angaben des Anbieters ein Navigieren mit nur wenigen Gesten. Durch die volle Offline-Fähigkeit hat der Anwender jeder Zeit Zugriff auf alle notwendigen Daten. Die Version 1.0 von mobileX-CrossMIP unterstützt Android ab Version 6, iOS ab Version 9.3.x und ist ab Ende Juli verfügbar. Sie ist eine Ergänzung für die mobile Lösung mobileX-MIP for Field Service, über die der Techniker das Reporting auf seinem Laptop durchführt. www.mobilexag.de

 

Anspruch auf Rückzahlung überzahlter Einspeisevergütungen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

13.07.2016  Eine Netzbetreiberin kann von dem Betreiber einer Photovoltaikanlage die Rückzahlung von gezahlten Einspeisevergütungen verlangen, wenn der Betreiber die Anlage nicht rechtzeitig bei der Bundesnetzagentur angemeldet hat. Dieser Rückforderungsanspruch dient allgemeinen Interessen, sodass der Anlagenbetreiber etwaige eigene Ansprüche nicht entgegensetzen kann. Das hat der 3. Zivilsenat des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichts kürzlich entschieden. Zum Sachverhalt: Die Klägerin betreibt Strom- und Gasnetze in Schleswig-Holstein. Der Beklagte unterhält auf seinem Grundstück eine Photovoltaik-Dachanlage, mit der er seit Mai 2012 Strom in das Netz der Klägerin einspeist. Auf einem von der Klägerin zuvor übersandten Formblatt hatte der Beklagte angegeben, die Anlage bei der Bundesnetzagentur angemeldet zu haben. Tatsächlich war diese Meldung zunächst unterblieben. Dies stellte die Klägerin im Herbst 2014 fest. Der Beklagte holte die Meldung dann im November 2014 nach. Für die Zeit von Mai 2012 bis November 2014 hatte die Klägerin dem Beklagten Einspeisevergütungen nach den Fördersätzen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes gezahlt, die sie nun zum Teil zurückverlangt, weil der Beklagte nach ihrer Auffassung wegen der fehlenden Anmeldung der Anlage keine, bzw. nur eine geringere Vergütung nach dem Marktwert verlangen kann. Der Beklagte meint, die Klägerin sei als Netzbetreiberin verpflichtet gewesen, ihn auf die Meldepflicht und die Vergütungsrelevanz hinzuweisen, und sie hätte selbst prüfen müssen, ob die Anlage bei der Bundesnetzagentur angemeldet ist. Das Landgericht Itzehoe hat der Klage in erster Instanz stattgegeben. Das hat der 3. Zivilsenat des Oberlandesgerichts nun bestätigt OLG Schleswig-Holstein (Urteil 3 U 108/15 vom 21.06.2016) www.schleswig-holstein.de

 

kWhapp: Neuer Kundenservice von Yellostrom

Bild: Yello Strom GmbH
Bild: Yello Strom GmbH

12.07.2016  Der Stromanbieter Yellostrom hat jetzt ein neues mobiles Angebot für Endkunden auf den Weg gebracht: Die kWhapp verspricht jederzeit volle Verbrauchs- und Kostenkontrolle beim Strom – unabhängig von welchem Energieanbieter der Nutzer seinen Strom bezieht. Anhand des manuell erfassten oder gescannten Zählerstands errechnet die App, wie viel Strom seit der letzten Erfassung geflossen ist. Die gespeicherten Zählerstände dienen als Grundlage für Verbrauchs- und Rechnungsprognosen für das ganze Jahr. Ein grüner oder roter Daumen in der App zeigt, ob der Stromverbrauch noch zum monatlichen Abschlag des Nutzers passt. Yello-Kunden können bei Abweichungen den Abschlag online anpassen. www.yellostrom.de

 

IBC SOLAR und Uniper vermarkten gemeinsam Photovoltaik-Lösungen

12.07.2016  IBC SOLAR, Anbieter für Photovoltaik (PV) und Energiespeicher, und Uniper Energy Sales, verantwortlich für den Großkundenvertrieb bei Uniper, haben auf der diesjährigen Intersolar Europe einen Kooperationsvertrag über die Vermarktung und den Verkauf von Photovoltaik-Anlagen geschlossen. Mit der Zusammenarbeit werden Stadtwerken und Regionalversorgern umfangreiche Dienstleistungen angeboten, die den Energieversorgungsunternehmen den Auf- und Ausbau des Geschäftsfelds Photovoltaik ermöglichen. IBC SOLAR hat nach eigenem Bekunden speziell für Stadtwerke und regionale Energieversorger eine umfangreiche Palette an Dienstleistungen. Dazu gehören neben schlüsselfertigen PV-Komplettpaketen auch Verkaufshilfen wie beispielsweise ein Solarstromrechner, den Stadtwerke auf ihren eigenen Internetseiten verwenden können ebenso wie Vertrieb, Beratung, Planung und Montage von Solaranlagen über das deutschlandweite Netzwerk der 600 IBC SOLAR Fachpartner. Auch Logistikleistungen, Wartungsservice und Schulungen bietet IBC SOLAR den Stadtwerken maßgeschneidert an.Uniper Energy Sales erweitert damit sein Angebot an individuellen Energielösungen für Stadtwerke und Regionalversorger in Deutschland und im angrenzenden Ausland. www.uniper.energy www.ibc-solar.de

 

Schleupen AG erweitert ihr Management Board

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Bild: Schleupen AG

08.07.2016  Hagen Förster (47), verstärkt ab dem 1.Juli 2016 das bisher fünfköpfige Führungsgremium von Schleupen. Als Direktor trägt Förster, der weiterhin in Personalunion als Geschäftsführer der Beratungstochter VISOS GmbH, die Verantwortung für den kompletten Geschäftsbereich Consulting für die Energie- und Wasserwirtschaft. „Mit der Zusammenführung der Verantwortung im Management Board und der Berufung von Hagen Förster tragen wir der wachsenden Nachfrage nach branchenspezifischen Beratungsdienstleistungen Rechnung und richten auch unser Führungsteam noch stärker darauf aus“, erklärt Dr. Volker Kruschinski, Vorstandsvorsitzender der Schleupen AG. www.schleupen.de

 

Kooperation bei Energieprojekte: Neue Broschüre der kommunalen Spitzenverbände

08.07.2016  Die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und die Einführung von Ausschreibungsmodellen für die Förderung der erneuerbaren Energien sind für alle Akteure, allen voran die Bürger, mit neuen Herausforderungen verbunden. So sind Ausschreibungen aufwendiger und mit einem höheren Risiko verbunden als die bisherige Einspeisevergütung. Der Deutsche Städtetag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund und der VKU haben gemeinsam mit der AEE, der Deutschen Kreditbank AG und der Kanzlei von Bredow Valentin Herz eine Broschüre mit dem Titel „Stadtwerke und Bürgerbeteiligung –Energieprojekte gemeinsam umsetzen“ veröffentlicht, die mit zahlreichen Praxisbeispielen deutlich macht, wie Bürger und Stadtwerke erfolgreich in der Energiewende zusammenarbeiten. www.vku.de

 

VKU zur Reform der Anreizregulierung

07.07.2016  Der Bundesrat wird am 8. Juli 2016 über eine Änderung der Anreizregulierungsverordnung (ARegV) entscheiden. Mit dieser Neuregelung sollen Leitlinien und Investitionsanreize für den Umbau regionaler Stromnetze zu Verteilebenen von grüner Energie geschaffen werden. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU), der die meisten der rund 900 Verteilnetzbetreiber vertritt, sieht die vorgeschlagenen Regelungen kritisch: „Der vorliegende Verordnungsvorschlag der Bundesregierung verfehlt das Ziel, Investitionen auszulösen und die Energiewende durch intelligenten Leitungsausbau erfolgreich zu gestalten. Der Netzausbau und der Zubau von Erneuerbare-Energien-Anlagen müssten dringend harmonisiert werden. Die vorliegenden Pläne bewirken eher das Gegenteil“, sagt Hauptgeschäftsführerin Katherina Reiche. „Deswegen unterstützen wir die Bundesländer bei ihrem Vorhaben, die Investitionsbedingungen für Verteilnetze durch gezielte Änderungsanträge zu verbessern. www.vku.de

 

VEO bringt Leitsystem auf neuesten Stand

Bild: Ids
Bild: Ids

06.07.2016  Seit knapp 20 Jahren ist das Netzleitsystem HIGH-LEIT XW für die Versorgung am Standort Eisenhüttenstadt in den Bereichen Strom, Gas, Wasser und Wärme bei der Vulkan Energiewirtschaft Oderbrücke GmbH (VEO) im Einsatz. Die VEO ist für die Strom- und Wärmeversorgung für die Stadt Eisenhüttenstadt, das Industriegebiet der ArcelorMittal Eisenhüttenstadt GmbH und die umliegenden Gewerbegebiete zuständig. Über das IDS-Netzleitsystem HIGH-LEIT steuern und überwachen die Mitarbeiter von VEO rund 160 Trafostationen verschiedenster Spannungsebenen, das Industriekraftwerk sowie das Kabelnetz mit einer Länge von ca. 170 Kilometern. In diesem Jahr erhält das Unternehmen nicht nur ein Update auf die aktuelle Version des Netzleitsystems, sondern auch den Webserver als zusätzliches Add-on. Dieser eignet sich nach Auskunft des Herstellers vor allem für die sichere Informationsbeschaffung von Nutzern außerhalb des Netzbetriebes. www.ids.de

 

Nordex: Steigerung um 162 Prozent

Bild: Nordex
Bild: Nordex

06.07.2016  Nordex hat das erste Halbjahr 2016 mit einem neuen Errichtungsrekord in Deutschland abgeschlossen. Die insgesamt 134 errichteten Turbinen entsprechen einem Plus von 135 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (H1/2015: 57 Turbinen). Zudem hat der Hersteller in der Berichtsperiode zunehmend größere Turbinen ans Netz gebracht, die durchschnittliche Leistung pro Anlage stieg von 2,2 MW auf rund 2,6 MW. Bezogen auf die Leistung legten die Installationen damit um 162 Prozent auf 341 MW (H1/2015: 130 MW) zu. Vor allem die Gamma-Anlagen des Typs N117/2400 für IEC3-Standorte und die neue N131/3000 stießen nach Angaben von Nordex bei den Kunden auf großes Interesse. Insgesamt wurden hiervon im ersten Halbjahr 107 Turbinen errichtet. Neben dem Binnenland sind aber auch die küstennahen Regionen mit IEC 1- und 2-Standorten wieder mehr in den Fokus gerückt, die Nordex mit seinen Delta-Anlagen (N100/3300, N117/3000) bedient. Insgesamt 27 Turbinen dieser Plattform errichtete Nordex im ersten Halbjahr. Bayern war mit 33 Anlagen gewohnt am stärksten, gefolgt von Baden-Württemberg mit 22 Turbinen. www.nordex-online.com

 

Kooperation bei Energieprojekten: Neue Broschüre der kommunalen Spitzenverbände

05.07.2016  Die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und die Einführung von Ausschreibungsmodellen für die Förderung der erneuerbaren Energien sind für alle Akteure, allen voran die Bürger, mit neuen Herausforderungen verbunden. So sind Ausschreibungen aufwendiger und mit einem höheren Risiko verbunden als die bisherige Einspeisevergütung. Der Deutsche Städtetag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund und der VKU haben gemeinsam mit der AEE, der Deutschen Kreditbank AG und der Kanzlei von Bredow Valentin Herz eine Broschüre mit dem Titel „Stadtwerke und Bürgerbeteiligung –Energieprojekte gemeinsam umsetzen“ veröffentlicht, die mit zahlreichen Praxisbeispielen deutlich macht, wie Bürger und Stadtwerke erfolgreich in der Energiewende zusammenarbeiten. www.vku.de

 

CALLIA: Länderübergreifende Interaktion der Verteilnetze

05.07.2016  Am 1. Juli 2016 ist der offizielle Startschuss für das CALLIA-Projekt gefallen. In den nächsten 33 Monaten erforscht ein multinationales Konsortium die Möglichkeiten der grenzüberschreitenden Integration von erneuerbaren Energien ins europäische Stromnetz, um die Energieziele der Europäischen Union zu erreichen. Aktuell findet eine grenzüberschreitende Leistungsübertragung physikalisch nur auf der Höchstspannungsebene über Kuppelleitungen statt. Das CALLIA-Projekt untersucht, inwieweit eine länderübergreifende direkte Interaktion zwischen Verteilnetzen über die reine Physik hinaus die Integration erneuerbarer Energien erleichtern kann. Das Projekt entwickelt dazu die notwendige Architektur sowie ein Interface für die Interaktion beziehungsweise den Produktaustausch zwischen den Verteilnetzbetreibern (sog. Agentensystem). Ziel ist eine effizientere Einbindung dezentraler Energien sowie eine Stabilisierung des gesamteuropäischen Stromnetzes. Dafür haben sich Netzbetreiber, Forschungseinrichtungen sowie Industrieunternehmen aus Deutschland, Österreich, Belgien und der Türkei zu einem multilateralen Projektkonsortium, koordiniert durch den ISC Konstanz, zusammengeschlossen. CALLIA gehört zum europäischen Förderprogramm ERA-Net Smart Grids Plus. Die Projektkosten belaufen sich auf knapp 4,9 Mio. Euro. www.transnetbw.de

 

Vertriebskanalstudie: Jeder Sechste wechselt den Versorger am Telefon

30.06.2016  Der Wechsel des Versorgers wird immer häufiger telefonisch abgewickelt. Seit 2013 stieg der Anteil der Wechselvorgänge am Telefon im Strommarkt um 31Prozent auf 17 Prozent an. Das geht aus der Vertriebskanalstudie Energie 2016 hervor, die Kreutzer Consulting jetzt veröffentlichte. Damit ist die Telefonakquise gleichauf mit dem Door-to-Door-Direktvertrieb der zweitwichtigste Vertriebskanal im Energiemarkt. Insgesamt wurden 6.931 Haushalte repräsentativ zu ihrer aktuellen Versorgungssituation sowie 1.000 Wechsler und 150 aktuelle Kündiger zum Entscheidungsprozess bei ihrem letzten Wechsel des Strom- oder Gasversorgers telefonisch befragt. Die vier großen Konzerne gewinnen mit 18 Prozent der Nennungen und deren Vertriebstöchter eprimo, Yello Strom und E Wie Einfach mit 17 Prozent besonders viele Kunden am Telefon. Bei den Öko-Energiediscountern spielt die Telefonakquise mit nur fünf Prozent hingegen eine untergeordnete Rolle. Laut Studienleiter Thomas Donath von Nordlight research handelt es sich bei den Telefonwechslern um eine spezielle Zielgruppe: „60 Prozent der Telefonwechsler sind weiblich und etwa die Hälfte ist älter als 50 Jahre.“ www.kreutzer-consulting.com  www.nordlight-research.com

 

Deutsche Großbildtechnologie zur Überwachung US-amerikanischer Netze

Bild: eyevis
Bild: eyevis

30.06.2016  Das Stromnetz des US-amerikanischen Energieversorgers Carroll EMC umfasst Leitungen mit einer Gesamtlänge von 8.500 Kilometern im Bundesstaat Georgia, die etwa 50.000 private und industrielle Abnehmer mit Elektrizität versorgen. Der gesamte Betrieb der Energieerzeugung und -verteilung wird von einem Kontrollzentrum in der Zentrale von Carroll EMC in Atlanta aus überwacht. Im Mittelpunkt steht dabei jetzt ein Großbildsystem von eyevis aus Reutlingen. Im modernisierten Kontrollraum von Carroll EMC wurde mit einer Videowand aus vier eyevis 70-Zoll LED DLP Rückprojektions-Cubes mit Full-HD Auflösung vom Typ EC-70-LHD-1000 installiert. Angesteuert werden die Cubes über einen netPIX-4900 Grafik-Controller und die eyeCON Wallmanagement Software. Nach Auskunft des Herstellers kommt damit die führende bildgebende Technologie in 24/7-Kontrollraumanwendungen zum Einsatz, die als einzige keine Probleme bei der dauerhaften Darstellung statischer Inhalte mit sich bringt. www.eyevis.de

 

Blindleistungskompensation: Neues Steuergerät für Parallelbetrieb

epcos
Bild: TDK Corporation

28.06.2016  Die TDK Corporation stellt jetzt das neue EPCOS Steuergerät VIP-3-TP vor, das die intelligente Kopplung von drei Systemen zur Blindleistungskompensation (BLK) ermöglicht. Der Parallelbetrieb von mehreren BLK-Systemen an verschiedenen Einspeisetransformatoren macht diese Kopplung notwendig, da die entsprechenden Netzabschnitte zeitweise gekoppelt sein können. Die gegenseitige Beeinflussung der BLK-Systeme in solchen gekoppelten Netzabschnitten bewirkt eine höhere Anzahl an Schaltspielen, die sich negativ auf die BLK-Bauelemente auswirken. Je mehr Anlagen parallel arbeiten, desto schwieriger wird es, diese unerwünschten Effekte zu kontrollieren. Dagegen erlaubt das neue Touch Panel VIP-3-TP (B44066R1703E230) in Verbindung mit dem EPCOS Blindleistungsregler BR7000-I/S485 nach Auskunft des Herstellers den völlig rückwirkungsfreien Parallelbetrieb von Anlagen mit drei Einspeisungen und Koppelschaltern. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit der Symmetrierung sowie einer Visualisierung. www.epcos.de

 

Projekt zur Frequenzregulierung mit RES

28.06.2016  Der Projektentwickler RES (Renewable Energy Systems) hat einen Vertrag über die Errichtung und den Betrieb eines 20 MW Batteriespeichers zur Frequenzregulierung mit der britischen National Grid Electricity Transmission plc (NGET) abgeschlossen. RES stellt für NGET Batteriespeicher und Regelungsservices bereit und sorgt damit dafür, dass das Übertragungsnetz eine konstante Spannung von 50 Hz beibehält. Dr. Matthias Leuthold, Leiter Bereich Energiespeicher bei RES in Deutschland erklärt: „Für Batteriespeicher der MW-Klasse wird diese Anwendung die nächsten Jahre in Deutschland vorherrschend sein, da sie bereits heute wirtschaftlich ist. Das Projekt mit NGET in Großbritannien ist ein Meilenstein für die Weiterentwicklung von Systemdienstleistungen auf Basis von Batteriespeichern in Großbritannien und in ganz Europa.“ www.res-deutschland.de

 

Intersolar und ees erfolgreich beendet

Bild: EES
Bild: EES

27.06.2016  Der Solar- und Speichermarkt wachsen weltweit und diese Dynamik war in München bei der Intersolar Europe und der parallel stattfindenden ees Europe deutlich spürbar: 1.077 Aussteller zeigten auf der weltweit führenden Fachmesse für die Solartwirtschaft und ihre Partner, Intersolar Europe, sowie auf Europas größter Fachmesse für Batterien und Energiespeichersysteme, ees Europe, wie sie die globale Energiewende begleiten werden. Die beiden Messen verzeichneten bereits im Vorfeld große Erfolge: Zwei Monate vor Veranstaltungsbeginn war die Ausstellungsfläche ausgebucht. Gemeinsam konnten die beiden Messen rund 43.000 Besucher aus 160 Ländern in München begrüßen. Besonders die ees Europe konnte 2016 einen starken Zuwachs verzeichnen. Die Ausstellungsfläche wuchs um 40 Prozent, die Zahl der Aussteller um 35 Prozent. 213 Batterie- und Energiespeicherhersteller stellten ihre Produkte allein auf der ees Europe aus. Aussteller und Besucher zeigten sich mit den Ergebnissen der Veranstaltung äußerst zufrieden. www.intersolar-europe.com www.ees-europe.com

 

Hochrechnung von PV-Einspeisung

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Zum Vergrößern bitte anklicken. Bild: Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

27.06.2016  Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und TransnetBW haben gemeinsam ein Verfahren entwickelt, mit dem eine präzise Hochrechnung der Einspeiseleistung von PV-Anlagen möglich ist. Dabei werden die Messwerte der Referenzanlagen mit Geoinformationsdaten und Angaben zu individuellen Anlageneigenschaften kombiniert. Aus der gemessenen Einspeiseleistung der Referenzanlagen ermittelt man zunächst die eintreffende Sonnenstrahlung, interpoliert diese räumlich und nutzt die Ergebnisse unter Berücksichtigung der Modulausrichtung, um die gesamte Einspeiseleistung einer Region zu ermitteln Zum Netzgebiet von TransnetBW zählen 300.000 PV-Anlagen. Um deren gesamte aktuelle Einspeiseleistung hochzurechnen, greift der Netzbetreiber bislang auf Vergleichswerte von PV-Referenzanlagen zurück. Nun wurde das neu entwickelte Hochrechnungsverfahren exemplarisch auf eine Testregion von TransnetBW, die Landkreise Freiburg und Breisgau/Hochschwarzwald, mit rund 8.400 PV-Anlagen angewandt. Die wurden anschließend mit den im bisherigen Verfahren ermittelten Werten verglichen. »Gegenüber dem bisherigen Verfahren ohne Berücksichtigung der Modulorientierung konnten wir mit der neuen Methode die Präzision der Hochrechnung im Rahmen einer Kreuzvalidierung um bis zu 20 Prozent signifikant verbessern«, so Dr.-Ing. Bernhard Wille-Haussmann, Projektleiter am Fraunhofer ISE. www.ise.fraunhofer.de

 

VKU zum Strommarktgesetz

27.06.2016  Der Bundestag hat vorige Woche das Gesetz zur Weiterentwicklung des Strommarktes beschlossen. Wesentliche Änderungen zu sogenannten Netzstabilitätsanlagen hatte der Wirtschaftsausschuss erst am Tag zuvor in einem Änderungsantrag verabschiedet. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) sieht die neuen Regelungen kritisch. VKU-Hauptgeschäftsführerin Katherina Reiche dazu: „Der fehlende Netzausbau behindert die Energiewende und verursacht an vielen Stellen Probleme, die eine stärkere Regulierung nach sich ziehen. Darunter leiden die Erzeuger. Die Regelung, dass Übertragungsnetzbetreiber nun selbst Anlagen bauen und betreiben dürfen, treibt dies auf die Spitze. Denn damit wird ein Teil der wettbewerblichen Erzeugung in den regulierten Bereich des Netzbetriebs überführt.“ Übertragungsnetzbetreibern wird es zukünftig erlaubt sein, eigene Kraftwerke zu bauen, um Engpässen in der Stromversorgung entgegenzuwirken. Reiche: „Übertragungsnetzbetreiber sollten sich auf ihre eigentliche Aufgabe, nämlich den Netzausbau, konzentrieren. Anstatt dessen werden ihnen immer größere Eingriffe in den Strommarkt gestattet. Der Beschluss zu Netzstabilitätsanlagen ist eine deutliche Verschlechterung gegenüber dem Regierungsentwurf und damit das jüngste Beispiel einer Reihe von Entscheidungen hin zu mehr Regulierung im Strommarkt.“ www.vku.de

 

Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende

24.06.2016  Der Deutsche Bundestag hat mit den Stimmen der großen Koalition gestern Abend den Gesetzentwurf zur Digitalisierung der Energiewende mit der Beschlussempfehlung des Ausschusses für Wirtschaft und Energie verabschiedet. Die Opposition votierte gegen den Entwurf. Spätestens bis 2032 sollen alle mechanischen Ferrariszähler durch elektronische Zähler ersetzt werden. Bis 2035 werden Verbraucher und Erzeuger in mehreren Schritten mit intelligenten Messsystemen ausgerüstet: Großverbraucher ab 10.00 kWh pro Jahr sowie Erzeugungsanlagen ab 7 kW sollen bereits ab 2017 mit Smart Metern ausgestattet werden. Anders als ursprünglich vorgesehen, sind ab 2018 auch Erzeugungsanlagen ab 1kWh auszustatten. Für Verbraucher mit einem Jahresverbrauch von über 6000 kWh wird der Einbau intelligenter Messsysteme ab 2020 verpflichtend. Optional kann der Messstellenbetreiber jedoch auch Kunden mit einem geringeren Verbrauch ausstatten. Auch hinsichtlich der Kostenseite gibt es wenig Überraschungen: Für die elektronischen Stromzähler sollen „nicht mehr als 20 Euro brutto jährlich in Rechnung gestellt werden“ (Paragraf 32 Messstellenbetriebsgesetz). Die intelligenten Messsysteme sollen den normalen Verbraucher weniger als 100 Euro im Jahr kosten. Die Kosten sind je nach Verbrauch gestaffelt, die Differenz geht zu Lasten des Messstellenbetreibers. Eine Ausnahme sind die Kosten für eventuell erforderliche Umbauten am Zählerschrank, die nun der Verbraucher tragen soll. Der aktuelle Gesetzentwurf sieht zudem vor, dass die Aufgabe der Datenaggregation für fünf Millionen Zählpunkte, die künftig fernauslesbar werden sollen, von den Verteilnetzbetreibern auf die Übertragungsnetzbetreiber übertragen werden sollen – der BDWE sieht hier „dringenden Nachbesserungsbedarf“. Das nicht zustimmungspflichtige Gesetz geht jetzt noch zur Beratung in den Bundesrat.

 

Erfolgreiches Geschäftsjahr für WEMAG

23.06.2016  Mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 19,9 Mio. Euro hat das kommunale Energieversorgungsunternehmen WEMAG AG das Geschäftsjahr 2015 abgeschlossen. Er liegt rund 3 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Die Ergebnisverbesserung wird von nahezu allen Bereichen des Unternehmens getragen. Besonders erfreulich entwickelte sich das Vertriebsergebnis im Geschäft mit Erdgaskunden und mit Gewerbekunden, während das Privatkundengeschäft im Strom unter dem hohen Kostendruck litt, der von steigenden staatlichen Umlagen und Netzentgelten ausgeht. Auch die seit 2010 von dem Unternehmen errichteten Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien haben ein überplanmäßiges Ergebnis abgeliefert. Auf der anderen Seite war das Ergebnis in diesem Segment durch die Verzögerung von Windenergieprojekten belastet. Die Ausschüttung an die kommunalen Eigentümer der WEMAG, rund 230 Gemeinden in Westmecklenburg und der Prignitz, steigt gegenüber dem Vorjahr um 1,95 Mio. Euro auf jetzt 16,05 Mio. Euro an. Hinzu kommen Gewerbesteuer und Konzessionsabgabe in Höhe von insgesamt 10,51 Mio. Euro. Zugleich erreichten die Investitionen der WEMAG-Gruppe 2015 einen Rekordwert. Über 63 Mio. Euro wurden investiert, davon rund 43 Mio. EUR in das Stromnetz, 15 Mio. Euro in Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und 3 Mio. Euro in ein neues Gebäude, das der Unterbringung der neuen Netzleitstelle dient. www.wemag.com

 

RWE nimmt neuen Speicher ins Portfolio

Bild: Mercedes-Benz Energy GmbH
Bild: Mercedes-Benz Energy GmbH

21.06.2016  RWE ergänzt sein Batteriespeicherangebot um den ersten stationären Energiespeicher der Mercedes-Benz Energy. Die nutzbare Speicherkapazität des Lithium-Ionen-Akkus kann in sechs Schritten von 4,6 bis 18 kWh ausgebaut werden. Bis zu 8000 Ladezyklen sind garantiert. Als Wechselrichter kommen Modelle des Typs Sunny Island von SMA zum Einsatz. Bestellbar ist er ab Sommer. RWE wird das neue System inklusive RWE SmartHome-Paket anbieten. Die intelligente Haussteuerung soll durch ein ganzheitliches Energiemanagement die Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen erheblich steigern. Dazu bietet RWE anlässlich der Intersolar 2016 auch ein komfortables Komplettpaket aus Photovoltaikanlage, flexiblem Speicher, Hausautomationssystem und passender Ladebox fürs E-Auto. www.rwe.com

 

Potenzialatlas Power-to-Gas

20.06.2016  Vier Regionen in Deutschland sind besonders geeignet als Standort für die Umwandlung von erneuerbarem Strom zu Gas (Power to Gas): Unterelbe-Weser-Ems, Mitteldeutschland-Berlin-Brandenburg, Neckar und Rhein-Main-Ruhr. Das geht aus einem Potenzialatlas hervor, den die Strategieplattform Power to Gas der Deutschen Energie-Agentur (dena) erstellt hat. Dabei hat die dena mit ihren Partnern untersucht, welche Anwendungen und welche Regionen in Deutschland die besten Voraussetzungen für die Marktentwicklung bieten und was getan werden muss, um die Rahmenbedingungen zu verbessern. Für die Analyse wurden Experten aus Politik, Unternehmen, Verbänden und Forschung befragt und zahlreiche Studien ausgewertet. Der Atlas soll es Unternehmen erleichtern, geeignete Standorte für Power-to-Gas-Anlagen zu finden. Politische Entscheidungsträger können anhand der Informationen regionale Einsatzmöglichkeiten für Power to Gas besser einschätzen. Um die Marktentwicklung voranzubringen, müssten aber die gesetzlichen Rahmenbedingungen an mehreren Stellen verbessert werden, meint die dena. Die vollständige Fassung des Potenzialatlas wird am 21. Juni auf der dena-Webseite kostenfrei zum Download bereitstehen. www.dena.de

 

Next Kraftwerke weitet Virtuelles Kraftwerk nach Polen aus

20.06.2016  Die Next Kraftwerke, Betreiber eines der größten Virtuellen Kraftwerke Europas, gründet die polnische Tochtergesellschaft Elektrownie Next sp.z o.o. Das Unternehmen wird in Polen Produkte im Bereich der Vermarktung von Strom aus Erneuerbaren Energien anbieten. Hintergrund des Markteintritts in Polen ist eine Änderung des polnischen Erneuerbaren-Energien-Gesetzes. Nach der voraussichtlich am 1.7.2016 in Kraft tretenden Novelle wird die Förderhöhe für Anlagen der Erneuerbaren Energien nicht mehr über den Verkauf von Grünstromzertifikaten ermittelt, sondern über eine Auktion von ausgeschriebenen Kapazitäten der Erneuerbaren Energien. Damit einher geht eine Anpassung bei der Vermarktung des erzeugten Grünstroms: Anstatt eines regulierten Preises erhalten Neuanlagenbetreiber den durchschnittlichen monatlichen Börsenpreis zuzüglich einer Ausgleichszahlung bis zur Höhe des erfolgreichen Auktionsgebots. Auch Bestandsanlagenbetreiber können über eine separate Auktion in das neue Vergütungssystem wechseln. Um die Börsenvermarktung ihres Stroms müssen sich Anlagenbetreiber allerdings zukünftig selbst kümmern. Als konzessionierter polnischer Stromhändler übernimmt Next Kraftwerke gemeinsam mit der neu gegründeten Elektrownie Next die Vermarktung von Strom aus polnischen Erneuerbaren-Energien-Anlagen über das Virtuelle Kraftwerk Next Pool. www.next-kraftwerke.de

 

Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende: Verabschiedung noch vor der Sommerpause?

20.06.2016  Smart Meter-Zwang für die Solarbranche? Der Gesetzentwurf zur Digitalisierung der Energiewende könnte nach Abschluss der Beratungen im Ausschuss für Wirtschaft und Energie möglicherweise bereits in der kommenden Woche vom Bundestag verabschiedet werden. Aktuell bewegt die Erzeugerbranchen eine offenbar geplante Ausweitung der Einbauverpflichtung auf Erzeugungsanlagen ab einer Leistung von einer (statt bisher sieben) kWh ab 2018. Das pv-Magazin zitiert dazu eine Formulierungshilfe für einen Änderungsantrag der Fraktionen CDU/CSU und SPD zum Entwurf des Digitalisierungsgesetzes: „Der Verhältnismäßigkeit des neuen Regelungsansatzes wird durch eine Begrenzung auf Neuanlagen, durch eine mögliche Einbeziehung erst ab 2018, durch eine niedrigere Preisobergrenze von 60 Euro und durch die Aufnahme in den optionalen Rollout besonders Rechnung getragen.“

 

Siemens erhält Folgeauftrag für HGÜ in Bangladesch

Bild: Siemens
Bild: Siemens

17.06.2016  Siemens hat einen Auftrag für eine Kurzkupplung zur Hochspannungsgleichstromübertrag (HGÜ) erhalten, um die Stromversorgungsnetze von Indien und Bangladesch zu verbinden. Siemens ist verantwortlich für das Engineering, die Montage und die Inbetriebsetzung des schlüsselfertigen HGÜ-Systems. Der Kunde ist die Power Grid Company of Bangladesh (PGCB). Siemens hat im Jahr 2013 bereits Block 1 der HGÜ-Kurzkupplung Bheramara gebaut und wird nun einen zweiten Block mit einer Übertragungskapazität von weiteren 500 Megawatt (MW) liefern. Über eine HGÜ-Kurzkupplung können zwei benachbarte unabhängige Übertragungssysteme mit verschiedenen elektrischen Frequenzen, sehr hohen Netzkurzschlussleistungen oder unterschiedlichen Betriebsphilosophien miteinander verbunden werden. Der Auftragswert beträgt ca. 130 Millionen Euro, und die Anlage soll Mitte 2018 in Betrieb genommen werden. www.siemens.com

 

Johannes Kempmann als BDEW-Präsident wiedergewählt

17.06.2016  Der Vorstand des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW Johannes Kempmann, Technischer Geschäftsführer der Städtischen Werke Magdeburg, als BDEW-Präsidenten einstimmig wiedergewählt. „Ich freue mich darauf, mich auch in den kommenden zwei Jahren gemeinsam mit unserem neuen Vorsitzenden der Hauptgeschäftsführung, Stefan Kapferer, für die Interessen der gesamten Energie- und Wasserwirtschaft einzusetzen. Wir brauchen dringender denn je sachgerechte, marktorientierte Lösungen und politisch stabile Rahmenbedingungen“, sagte Kempmann nach seiner Wiederwahl. Jörg Simon, Vorstandsvorsitzender der Berliner Wasserbetriebe, Berlin, wurde als Vizepräsident Wasser/Abwasser bestätigt. Als weiteren BDEW-Vizepräsidenten wählte der Vorstand zudem Christian Meyer-Hammerström, Geschäftsführer der Osterholzer Stadtwerke GmbH & Co. KG. Dr. Dieter Steinkamp, Vorstandsvorsitzender der Rheinenergie AG, Köln, und Rolf Martin Schmitz, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der RWE AG, Essen, wurden in ihren Ämtern als Vizepräsidenten bestätigt. Die Wahl aller Vizepräsidenten erfolgte ebenfalls einstimmig. Die ehrenamtlichen Mitglieder des BDEW-Präsidiums werden auf zwei Jahre aus der Mitte des Vorstands berufen. Die BDEW-Mitgliederversammlung hat turnusgemäß den Vorstand am 9. Juni 2016 in Berlin neu gewählt. www.bdew.de

 

TÜV Rheinland: Neue Prüfgrundlage für Zentralwechselrichter

Bild: TÜV Rheinland
Bild: TÜV Rheinland

16.06.2016  Der TÜV Rheinland, die SMA Solar Technology AG und die Universität Kassel haben nach vier Jahren gemeinsamer Forschungsarbeit das Verbundprojekt Giga-PV abgeschlossen. Ziel war die Optimierung von Photovoltaik-Großanlagen für den Einsatz im globalen Sonnengürtel. „Wir haben aus dem Projekt heraus eine neue Prüfgrundlage für Zentralwechselrichter entwickelt, die die besonderen Umgebungsumstände berücksichtigt”, erklärt Ralf Martin Müller, Geschäftsfeldleiter Solar bei TÜV Rheinland. „Unsere umfangreichen Tests und die Möglichkeit von Zertifizierungen wirken dabei positiv auf die Effizienz und Langzeitqualität bei PV-Kraftwerken.“ Das Projekt ist eines von zahlreichen Verbund-Forschungsprojekten, die im Rahmen der „Innovationsallianz Photovoltaik“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert wurden. www.tuv.com

 

Schutztechnik und geobasierte Netzdarstellung für die Stadtwerke Ettlingen

Bild: ids
Bild: ids

16.06.2016  Im Zuge der Einbindung neuer Konzessionsgebiete hat das Unternehmen sein Schutzkonzept überarbeitet. Dieses soll nun in den neuen IDS-Schutzgeräten der ACOS 300 Serie umgesetzt werden. Außerdem verfügen die Ettlinger nun über eine zusätzliche geobasierte Ansicht im IDS-Netzleitsystem HIGH-LEIT. Dadurch lassen sich gegenüber dem typischen Schemabild zusätzliche Informationen über die örtlichen Netzgegebenheiten herauslesen. Aktuell befindet sich das Projekt gerade in der Umsetzung: Die 19 Schutzgeräte wurden geliefert und sind zum Teil bereits in die neuen Schaltanlagen verbaut. www.ids-gruppe.de

 

KACO new energy stellt Speicherlösung der Megawattklasse vor

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Bild: KACO new energy

15.06.2016  Der blueplanet gridsave 1000 TL3 ist ein bidirektionaler Batteriewechselrichter mit einer Ausgangsleistung von 1.000 kVA. Durch Beladen und Entladen von Batterien hilft er bei der statischen Netzstützung zur Frequenzregulierung und bietet außerdem die Funktion des Fault Ride Through. Eingesetzt werden kann das skalierbare Speichersystem sowohl im öffentlichen Netz als auch in der netzgekoppelten Stromversorgung einer Kleinstadt oder Industrieanlage. Die Größe des Speichersystems lässt sich den Bedürfnissen anpassen. Aufgrund seiner technischen Ausstattung eignet sich der Wechselrichter nach Herstellerangaben auch für Peak Shaving im Großmaßstab. Der blueplanet gridsave 1000 TL3 wird im zweiten Halbjahr 2016 in den USA eingeführt, die Markteinführung in Europa soll zeitnah folgen. www.kaco-newenergy.com

 

Breitbandiges Powerline-Modem für das Niederspannungsverteilnetz

14.06.2016  Die Aachener devolo ergänzt ihr Portfolio um die Produktkategorie Breitband-Powerline (BPL). Mit der bereits angelaufenen Produktentwicklung zielt devolo auf eine Powerline-Lösung, mit der auch größte Datenmengen im Niederspannungsnetz transportiert werden können. Mit der Erweiterung will devolo zukünftig für jedes Anwendungsszenario im intelligenten Stromnetz eine passende Lösung anbieten. „Wir setzen bei der breitbandigen PLC Lösung auf den internationalen ITU Standard ITU-T G.9960 (‘G.hn’). Dieser berücksichtigt optimal die schwierigen Anforderungen für Access-BPL und nutzt das Frequenzband zwischen 2 und 30 MHz bestmöglich aus. So wird ein stabiles BPL-Netz gewährleistet“, kommentiert Dr. Michael Koch, Leiter devolo Smart Grid. Durch den Einsatz der MIMO-Technologie wird zudem eine deutlich verbesserte Konnektivität im Vergleich zu bisherigen Access-BPL Lösungen erreicht. Die Neuentwicklung ergänzt das devolo G3-PLC Modem 500k im Powerline-Sortiment. Erste Feldtestergebnisse mit Einsatz des breitbandigen PLC-Modems werden bereits in der zweiten Hälfte diesen Jahres vorliegen. www.devolo.de

 

Invensity: E-Mobility in Deutschland ganz weit hinten

Bild: Michael Movchin/wikimedia
Bild: Michael Movchin/wikimedia

13.06.2016  Alternative Antriebe für Autos fristen aktuell ein Nischendasein – und in dieser Nische steht der Elektroantrieb an letzter Stelle. Darauf weist die internationale Technologie- und Innovationsberatungsgesellschaft Invensity angesichts aktueller Zahlen des Kraftfahrbundesamtes (KBA) hin. Aussichten auf merkliche Veränderungen gibt es für das laufende Jahr jedenfalls nicht, vermutlich auch nicht bis 2020, stellen die Berater fest. So sind auf Deutschlands Straßen weniger als 750.000 Wagen mit alternativen Antrieben unterwegs. Das entspricht weit unter 2 Prozent der rund 45 Millionen Autos, die mit Benzin- oder Dieselmotor fahren. Noch gravierender für den zumindest bisherigen Misserfolg der E-Mobilität ist laut Invensity der Vergleich der alternativen Antriebe: Rund 550.000 fahren mit Flüssiggas oder Erdgas und etwa 130.000 mit Hybridantrieb. Lediglich rund 25.500 reine Elektroautos sind derzeit in Deutschland unterwegs. Selbst bei Neuzulassungen in Deutschland steht keineswegs das E-Auto an erster Stelle. Rund 33.600 Neuwagen mit Hybridantrieb wurden im letzten Jahr neu zugelassen, hingegen waren es nur ca. 12.300 Elektroautos. Das sind wenige mehr als die über 10.000 Neuwagen mit Erd- oder Flüssiggasantrieb. www.invensity.com

 

N-ERGIE kritisiert Novelle zur Anreizregulierung

13.06.2016  Das Bundeskabinett hat am 1. Juni 2016 den Entwurf zur Änderung der Anreizregulierungsverordnung (ARegV) vorgestellt. Darin wird unter anderem ein jährlicher Kostenabgleich definiert, der das bisherige Budgetsystem ablöst und die Investitionsbedingungen für Verteilnetzbetreiber erleichtern soll. Das Papier sieht zudem die Erreichung der 100 Prozent-Effizienz im Netz bereits in drei anstatt fünf Jahren. Für die Netzgesellschaft seien die geplanten Regelungen problematisch, meint zum Beispiel der Netzbetreiber N-ERGIE „Die neue Anreizregulierungsverordnung verschlechtert die Situation insbesondere regionaler Verteilnetzbetreiber wie unseres Tochterunternehmens Main-Donau Netzgesellschaft, die bereits im Rahmen der Energiewende stark in das Stromnetz investiert haben“, erklärt Josef Hasler, Vorstandsvorsitzender der N-ERGIE Aktiengesellschaft. „In der aktuellen Ausgestaltung werden bereits getätigte Investitionen entwertet, gleichzeitig verschärft die Novelle den Kostendruck auf zukünftige Investitionen. Nach Zahlen der Bundesnetzagentur würden die Pläne der Bundesregierung bundesweit bei den Verteilnetzbetreibern zu einem Verlust von 450 Millionen Euro pro Jahr führen.“ www.n-ergie.de

 

EMH mit neuen Multi-Gas-in-Öl-Analysesystemen

Bild: EMH
Bild: EMH

10.06.2016  Der Anbieter für Zählermess- und Prüftechnik stellt zwei Weiterentwicklungen der HYDROCAL‐Produktlinie zur Überwachung von Leistungstransformatoren vor: den HYDROCAL 1008-3 − ein Multi-Gas-in-Öl-Analysesystem mit Transformator-Überwachungsfunktionen und Ölfeuchte-Messung − sowie den HYDROCAL 1005-3 als festinstalliertes Multi-Gas-in-Öl-Analysesystem mit Transformator-Überwachungsfunktionen. Beide Geräte kontrollieren die Ölfeuchte sowie die im Transformator-Öl gelösten sieben Schlüsselgase Wasserstoff, Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Methan, Azetylen, Äthylen und Ethan. Während die früheren Versionen direkt am Transformator installiert wurden und somit nur diesen überwachen konnten, können die neuen Geräte aufgrund individueller Verrohrung − je einer Zuleitung und einer Leitung, um das Öl wieder in den Trafo zu pumpen − bis zu drei Transformatoren überwachen. Beide Messgeräte sind wartungsfrei sowie mit digitalen und analogen Ausgängen zur Übertragung von Alarmen und zur Übermittlung von Messwerten ausgerüstet. www.emh.eu

 

Birkenfeld: TransnetBW gibt Trassenverlauf bekannt

10.06.2016  Um strukturelle Schwachstellen der Stromversorgung zwischen Karlsruhe und Pforzheim zu beheben und die Verbraucher weiterhin zuverlässig und sicher mit Energie versorgen zu können, soll das Umspannwerk Birkenfeld durch den Bau einer neuen 380-Kilovolt-Leitung an die bestehende Höchstspannungsleitung Philippsburg–Pulverdingen angeschlossen werden. Der Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW veröffentlichte nun einen konkreten Trassenverlauf des rund zwölf Kilometer langen Neubauabschnitts – eine Kombination der drei bisher durch TransnetBW untersuchten Trassenvarianten. „Uns war es wichtig, die neue Leitung möglichst eng mit der Autobahn A8 zu bündeln und einen größtmöglichen Abstand zur Wohnbebauung einzuhalten“, so Nadine Kölzow, verantwortlich für die Genehmigungsplanung bei TransnetBW. Durch die neue Leitungsführung können weite Teile bestehender 110-Kilovolt-Leitungen zurückgebaut werden. TransnetBW plant außerdem, im Rahmen eines Pilotprojekts erstmalig Vollwandmasten zu erproben. Vollwandmasten weisen im Vergleich zu den in Deutschland üblichen Stahlgittermasten einen schmaleren Mastschaft und ein geringeres Austrittsmaß auf. Die Antragsunterlagen für das Planfeststellungsverfahren des Neubaus sollen voraussichtlich Ende des Jahres eingereicht werden. www.transnetbw.de

 

Stromnetz Hamburg erneuert Hochspannungsleitungen

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Bild: EQOS Energie

09.06.2016  Stromnetz Hamburg vermeldet den erfolgreichen Abschluss eines Großprojekts: Von Anfang Februar bis Anfang Juni 2016 wurden quer durch die verschiedenen Hamburger Stadtteile insgesamt ca. 200 km Hochspannungsseile und Erdkabel verbaut und das drei Wochen schneller, als der Zeitplan vorgab. Insgesamt wurden Arbeiten an zwölf 110 kV-Freileitungen durchgeführt. 67 Mitarbeiter der beauftragten EQOS Energie waren dazu von drei Baustellenstandorten aus parallel im Einsatz. www.stromnetz-hamburg.de www.eqos-energie.com

 

Universität St.Gallen: Weiterbildungsstudium in Management Erneuerbarer Energien

09.06.2016  Bereits zum sechsten Mal nimmt die Universität St. Gallen Bewerbungen für das berufsbegleitende Weiterbildungsstudium in Management Erneuerbarer Energien entgegen. Den Absolventen werden sechs einwöchigen Präsenzmodulen angeboten, in denen sie sich unter anderem mit Fragen von Strategie, Finanzierung, Marketing sowie das Management regulatorischer Risiken beschäftigen. Die erste Bewerbungsrunde für die Anfang 2017 startende sechste Durchführung von REM-HSG mit einem Early-Bird-Rabatt von 25 Prozent endet am 15. Juni 2016. Der finale Anmeldeschluss für das Programm ist der 15. November 2016. www.es.unisg.ch/rem

 

JEAN MÜLLER: Neue Baureihe NH-Sicherungsaufsteckgriffe

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Bild: JEAN MÜLLER

06.06.2016  Das Unternehmen aus Eltville stellt jetzt eine neue Baureihe NH-Sicherungsaufsteckgriffe vor. Nach Angaben von JEAN MÜLLER ist damit erstmals eine einheitliche Handhabung für die Baugrößen NH00 bis NH3 sowie NH1XL bis NH3L (zum Beispiel PV-Sicherungen) möglich. Die Griff-Variante für die Standardbaugrößen NH00-NH3 ist für das Einsetzen oder Herausnehmen von stromführenden NH-Sicherungseinsätzen mit fest montierter Stulpe zum Schutz vor den Auswirkungen eines Lichtbogens erhältlich. Dieser Griff kann auch als Variante mit zusätzlichem mechanischen Schutz der Stulpe geliefert werden. Darüber hinaus wird der NH-Sicherungsaufsteckgriff in einer erhöhten Ausführung für besonders beengte Einbauverhältnisse angeboten. www.jeanmueller.de

 

Neue Lasteinschaltmuffe für Montagen unter Spannung und Betriebslast

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Bild: Nexans

06.06.2016  Ein neu entwickelter Verbinder der Firma Nexans erlaubt selbst bei auftretenden Ausgleichsströmen von bis zu 250 Ampere die sichere Montage von Verbindungs- und Übergangsmuffen im Niederspannungsnetz. Entwickelt wurde das Produkt gemeinsam mit der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung und ihrer 100-prozentigen Tochtergesellschaft Dortmunder Netz. Herzstück der Niederspannungsgarnitur ist ein spezieller, patentierter Schraubverbinder mit einer Lasteinschaltschraube und einer Kontaktschraube. Der Anwendungsbereich der Garnituren erstreckt sich auf die Verbindung von Kunststoff- mit Kunststoffkabeln sowie von Kunststoff- mit Massekabeln der Leiterquerschnitte 50 mm² – 150 mm². Die Vorteile des neuen Verfahrens in Verbindung mit der Energiekabelgarnitur von Nexans sehen die Dortmunder Anwender vor allem darin, aufwendige Freischaltungen und Kundenbenachrichtigungen künftig weitgehend zu vermeiden. www.nexans.com

 

Prognosemodelle verbessern

Wetter
Bild: DWD

06.06.2016  Das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES in Kassel arbeitet im Projekt EWeLiNE gemeinsam mit dem Deutschen Wetterdienst DWD in Offenbach an mathematischen Modellen, die auf jede Viertelstunde genau und besser als bisher prognostizieren sollen, wieviel Strom die in Deutschland installierten Photovoltaik- und Windkraftanlagen in den nächsten Stunden und an den nächsten Tagen erzeugen. »Entscheidend ist, dass wir beide Welten – Wetter- und Leistungsprognosen – enger miteinander verknüpfen als bisher und sie besser auf die Anforderungen der Übertragungsnetzbetreiber anpassen«, beschreibt Projektleiter Dr. Malte Siefert vom IWES in Kassel den Mehrwert der neuen Modelle.

Seit Ende 2012 läuft das Projekt. Jetzt starten die Partner die Demonstrationsplattform EnergyForecaster. Dort können die Übertragungsnetzbetreiber die neuen Prognosetools live in der Leitwarte erproben. Neu sind beispielsweise Prognosen, mit denen die Übertragungsnetzbetreiber sehr genau berechnen können, wieviel Wind- und Solarstrom an welchem Netzknoten eingespeist wird. www.fraunhofer.de

 

Hohes Marktpotenzial für Solarspeicher

Bild: E.on
Bild: E.ON

03.06.2016  Mehr als 1,5 Millionen Solaranlagen stehen in Deutschland aktuell rund 35.000 installierten Stromspeichern gegenüber. Viel Potenzial also für einen stark wachsenden Markt, wie ihn Experten bereits seit langem prognostizieren. Diese Erwartung stützt nun erstmals auch eine repräsentative Umfrage, die das Marktforschungsinstitut TNS Emnid im Auftrag von E.ON durchgeführt hat. Demnach befürworten 94 Prozent der Deutschen die Idee, Sonnenenergie am Tag zu speichern und sie auch dann zu nutzen, wenn die Sonne nicht scheint. Nur fünf Prozent finden sie weniger oder gar nicht gut. „Die Studie zeigt das enorme Potenzial für Stromspeicher in Deutschland. Wer heute seinen Strom selbst erzeugen möchte, sei es fürs Eigenheim oder zum Nachrüsten für eine bestehende Photovoltaik-Anlage, kommt daran nicht mehr vorbei“, erklärt Robert Hienz, Vorsitzender Geschäftsführer der E.ON Energie Deutschland. Mit E.ON Aura hat das Unternehmen selbst eine Energielösung für verbraucher im Portfolio, die neben Speicher und Photovoltaikanlage auch einen Energiemanager sowie auf Wunsch E.ON Aura Strom aus 100 % erneuerbaren Energien umfasst. www.eon-aura.de

 

Mercedes-Benz Energy GmbH für stationäre Energiespeicher gegründet

Bild: Daimler
Bild: Daimler

03.06.2016  Die Daimler AG baut ihr Kompetenznetzwerk im Bereich der Lithium-Ionen-Batterieanwendungen aus: Die neu gegründete Mercedes-Benz Energy GmbH mit Sitz in Kamenz/Sachsen soll ab sofort die Entwicklung und den weltweiten Vertrieb von stationären Energiespeichern der Marke Mercedes-Benz übernehmen. Die Produktion der Systeme verbleibt die Kernkompetenz bei der ebenfalls hundertprozentigen Tochter Deutsche ACCUMOTIVE. Im April begann die Auslieferung von Heimspeicherlösungen für den deutschen Markt. Der Aufbau erster industrieller Großprojekte im Bereich der Primärregelenergie ist ebenfalls gestartet. Mit der Gründung der Mercedes-Benz Energy geht das Unternehmen nun einen weiteren Schritt zum Ausbau des stationären Speichergeschäfts. Besonders die internationale Ausweitung und die Zusammenarbeit mit weiteren Kooperationspartnern stehen dabei auf der Agenda. www.daimler.com

 

SÜC nutzt ABB-Technologie

03.06.2016  Im Schalthaus Schweighof in Bad Rodach wurde der fünfte Mittelspannungs-Längsregler (8 MVA, 20 kV) von ABB ans Netz gebracht. Die SÜC Energie und H2O Coburg beauftragten ABB im vergangenen Jahr mit der Aufrüstung ihres lokalen Mittelspannungsnetzes in Bad Rodach. Die ABB-Lösung soll den konventionellen Netzausbau ist überflüssig machen. Der Längsspannungsregler mit RESIBLOC-Technologie, der am Standort Brilon gefertigt wird, ermöglicht nach Auskunft des Herstellers das automatische Eingreifen bei Spannungsschwankungen im Netz, so dass Mittelspannungsnetze mit einem hohen Anteil von regenerativen Energieeinspeisungen stabilisiert und eine zuverlässige und effiziente Stromversorgung sichergestellt wird. www.abb.de

 

TransnetBW favorisiert Gleichstrom-Umspannwerk auf dem Kraftwerksgelände in Philippsburg

02.06.2016  TransnetBW hat in Zusammenarbeit mit dem Kernkraftwerkbetreiber EnBW Kernkraft GmbH (EnKK) eine Lösung für die zügige Umsetzung des Leuchtturmprojekts ULTRANET gefunden: Der Übertragungsnetzbetreiber will das Umspannwerk für die Gleichstromleitung ULTRANET auf dem Gelände des Kernkraftwerks in Philippsburg errichten. Nach der Auswahl des Lieferanten für das Gleichstrom-Umspannwerk war es nach Auskunft des ÜNB möglich, die Anlage den Standortgegebenheiten weiter anzupassen und zu optimieren. Zusammen mit der EnKK hat TransnetBW auf Basis der spezifischen Planungsdaten geprüft, ob dieses Umspannwerk (technisch: Konverter) auf dem Kraftwerksgelände gebaut werden kann. Die Prüfungen ergaben, dass dies technisch und genehmigungsrechtlich möglich sei. Die Gleichstromleitung ULTRANET soll Strom aus dem Norden Deutschlands in den Südwesten transportieren und dient damit der Versorgungs-sicherheit in Baden-Württemberg. Die Genehmigung nach Bundes-Immissionsschutz-Gesetz soll beim Landratsamt Karlsruhe beantragt werden. In der zweiten Jahreshälfte wird TransnetBW die Bürger über den Fortgang der Planungen für das Genehmigungsverfahren des Gleichstrom-Umspannwerks informieren. www.transnetbw.de

 

VDE-Institut: Erweitertes Prüfangebot im gesetzlichen Messwesen

01.06.2016  Das VDE-Institut hat sein Angebot im Bereich Elektrizitätsmessgeräte ausgebaut. Aufgrund der Akkreditierung durch die Deutsche Akkreditierungsstelle DAkkS und der Anerkennung durch das Bundeswirtschaftsministerium kann das VDE-Institut nun verschiedene Konformitätsprüfungen nach dem neuen Mess- und Eichgesetz (MessEG) und der neuen Mess- und Eichverordnung (MessEV) durchführen. Die Neufassung 2014/32/EU der Messgeräterichtlinie ist durch die Anerkennung ebenfalls abgedeckt. Zu den Geräten, die nun geprüft werden können, zählen wie bisher EU-Elektrizitätszähler, aber auch Wirkverbrauchszähler als Nicht-EU-Zähler, Blindverbrauchszähler, Zusatzeinrichtungen für Elektrizitätsmessgeräte sowie Messgeräte im Bereich der Elektromobilität und Messwandler für Elektrizitätszähler. Der Kompetenznachweis der DAkkS gilt nicht nur für die Prüfung des gesamten Geräts, sondern auch für die darin verbauten Komponenten wie zum Beispiel spezielle Relais, die in Inkassozählern als Lasttrennschalter zum Einsatz kommen. www.vde.de

 

Software-Update bei Janitza

Bild: Janitza
Bild: Janitza

01.06.2016  Mit GridVis-Ultimate ist eine neue Edition der GridVis-Produktreihe von Janitza am Markt. Die Software ergänzt die Messgeräte des Unternehmens zu einem kompletten Energiemanagement-System zur Überwachung von Energieflüssen und Spannungsqualität. Die Webvisualisierung GridVis-Energy ist ebenfalls Bestandteil der Edition GridVis-Ultimate. Das Update bietet zwei neue Optionen: Sankey-Diagramme und Kennzahl-Bewertung (KPI). Das Sankey-Diagramm bietet die Möglichkeit, die gemessenen Energieflüsse grafisch darzustellen, zu analysieren und zu bewerten. Mit Hilfe von Kennzahlen können Verbrauch, Wirtschafts- oder Stückzahlen vergleichbar gemacht werden. Der neue KPI-Konfigurator erlaubt es, eigene Kennzahlen zu bilden und diese mit einem eigenen Bewertungssystem zu bewerten. www.janitza.de

 

GreenTec Award für Projekt ENERGIE

Bild: GreenTec Award
Bild: GreenTec Award

31.05.2016  Das Projekt ENERGIE (Erfassung der niederspannungsseitigen Netzzustandsgrößen in Echtzeit) wurde jetzt mit dem renommierten GreenTec Award in der Kategorie Energie ausgezeichnet. Im Projekt wird der Zustand des Stromnetzes in Echtzeit erfasst. Dazu wird an relevanten Punkten mit Netzanalysatoren gemessen. Deren Daten werden mittels Powerline-Kommunikation sofort zum Netzbetreiber gesendet. Neue rechnergestützte Analyseverfahren ermöglichen ein direktes Reagieren auf unkalkulierbare Schwankungen. Aufgrund solcher Maßnahmen soll der Netzausbau zielgerichteter und wirtschaftlicher erfolgen. Heiko Harbers, Gründer und CEO der devolo AG, nahm auf der Gala in München die begehrte Trophäe entgegen. Sein Unternehmen erprobt und optimiert in diesem Projekt die Powerline-Kommunikation in Echtzeit. www.greentec-awards.com

 

Gateway Administration: GWAdriga nimmt Geschäftstätigkeit auf

30.05.2016  Das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende fordert den stufenweisen Rollout von intelligenten Messsystemen in den nächsten Jahren. Mit der GWAdriga GmbH & Co. KG haben RheinEnergie, Westfalen Weser Netz und EWE vor wenigen Tagen ein gemeinsames Unternehmen gegründet, das als Gateway-Administrator die Schnittstelle, das sogenannte Gateway, zwischen Smart Metern und Marktteilnehmern, wie Netz-, Messstellenbetreibern oder Energielieferanten betreibt. Durch den Eintrag ins Handelsregister kann die GWAdriga GmbH & Co. KG jetzt ihre Geschäftstätigkeit offiziell aufnehmen. Softwarepartner für GWAdriga wird die BTC AG aus Oldenburg. www.gwadriga.de

 

MEP Werke betreiben nun auch Messstellen-Management

Bild: High Contrast/wikimedia
Bild: High Contrast/wikimedia

30.05.2016  Der Anbieter von Photovoltaik-Mietlösungen startet Anfang Juni die Pilotphase für Dienstleistungen rund um den Anschluss, den Betrieb und das Management von Zählerstellen. In diesem Sinne verantwortet das Münchner Unternehmen im Auftrag der Anschlussnehmer jetzt auch den Einbau, den Betrieb und die Wartung von Stromzählereinrichtungen. Darüber hinaus kümmern sich die Experten der MEP Werke um das regelmäßige Ablesen der Zähler und um die Abrechnung gegenüber dem jeweiligen Netzbetreiber. Und auch die Zulassung bei allen deutschen Netzbetreibern ist ab sofort Teil des Messstellen-Managements der MEP Werke. www.mep-werke.de

 

EEX bleibt Auktionsplattform für Emissionsberechtigungen

Bild: EEX
Bild: EEX

30.05.2016  Der Vertrag der European Energy Exchange (EEX) als Versteigerungsplattform für CO2-Emissionsberechtigungen der Bundesrepublik Deutschland wurde vom Umweltbundesamt um zwei Jahre verlängert. Im Jahr 2013 erhielt die EEX den Zuschlag als dauerhafte deutsche Versteigerungsplattform. In dieser Funktion führt die EEX wöchentlich Auktionen von Emissionsberechtigungen der dritten EU-ETS Handelsperiode über einen Zeitraum von drei Jahren durch. Das Umweltbundesamt hat nun von der Option der Vertragsverlängerung um weitere zwei Jahre Gebrauch gemacht, so dass die EEX die deutschen CO2-Auktionen bis Mitte November 2018 durchführen wird. In der laufenden dritten Handelsperiode wurden an der EEX bislang rund 545 Millionen Emissionsberechtigungen (EUA, EUAA) in 170 Einzelauktionen im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland versteigert. www.eex.com

 

Windkraft überholt Atomstrom

Bild: Kim Hansen/wikimedia
Bild: Kim Hansen/wikimedia

20.05.2016  Die Stromerzeugung aus Windkraftanlagen an Land und auf dem Meer in Deutschland wird im Jahr 2016 erstmals die Stromproduktion aus Atomkraftwerken überholen. Das geht aus einer ersten Hochrechnung des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR) auf der Basis aktueller Daten hervor. Grund ist der letztjährige Zubau an Windkraftanlagen, der sich 2016 in den Erzeugungsdaten erstmals ganzjährig auswirkt, sowie der aktuelle Ausfall mehrerer Atomkraftwerke (Grohnde, Philippsburg 2 und Gundremmingen B) über einen längeren Zeitraum. Ein wesentlicher Treiber für den Schub bei der Windstromerzeugung sind die Windkraftanlagen auf dem Meer, die in diesem Jahr die volle Produktionsleistung erreichen. „Allein die deutschen Offshore-Windkraftanlagen werden im Jahr 2016 sicher erstmals die Marke von 10 Milliarden Kilowattstunden Strom knacken können“, sagte IWR-Direktor Dr.Norbert Allnoch in Münster. www.iwr.de

 

Fünf Jahre NEG

19.05.2016  Anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens blickt die Norddeutsche Energiegemeinschaft eG (NEG) auf einen positiven Geschäftsverlauf. Die NEG ist eine Genossenschaft, die auf Initiative der WEMAG und der Volksbanken und Raiffeisenbanken entstanden ist. „Insbesondere für unsere Mitglieder können wir sogar von einer Erfolgsgeschichte sprechen“, sagte NEG-Vorstandsmitglied Cornelia Meissner. Seit der Gründung konnte das Ergebnis der NEG kontinuierlich gesteigert werden, sodass 2016 im dritten Jahr in Folge eine Dividende von deutlich über 4 Prozent ermöglicht wird und am 20.05.2016 im Rahmen der 7. Generalversammlung in Schwerin durch ihre Mitglieder beschlossen werden soll. Per 31.12.2015 sind 893 Mitglieder mit zusammen 4,6 Mio. Euro bei der NEG engagiert. Es wurden Investitionen von über 13 Mio. Euro getätigt. Weitere 8,3 Mio. Euro sind in diesem Jahr für Windenergieanlagen geplant. www.wemag.com

 

Zusammenarbeit in der Batterieforschung: VDE-Institut und MEET kooperieren

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Bild: VDE-Institut

19.05.2016  Das VDE-Institut in Offenbach und das Batterieforschungszentrum MEET (Münster Electrochemical Energy Technology) der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster arbeiten künftig im Bereich der Batterieforschung zusammen. Das entsprechende Memorandum of Understanding wurde jetzt unterzeichnet. Das MEET Batterieforschungszentrum befasst sich mit der Forschung an Batteriematerialien, von der Herstellung über die Testung bis hin zur Funktionsweise im System einer einzelnen Batteriezelle. Das VDE-Institut prüft hingegen vollständige Batterien nach Abschluss der Entwicklung und Produktion der Batterie. Das MEET wiederum kann diese Prüfergebnisse nutzen, um die Batteriematerialien weiter zu verbessern. Die Kooperation sieht eine Zusammenarbeit in drei Bereichen vor. Neben gemeinsamen Forschungsaktivitäten, geht es darum, auf die Expertise und Testinfrastruktur des Kooperationspartners sinnvoll zurückgreifen zu können. Als dritte Säule der Kooperation sind gemeinsame Informationsveranstaltungen zu den Grundlagen von Batterien, ihrer Herstellung, Anwendung und Sicherheit geplant. www.vde.com

 

BayWa r.e. renewable energy vertreibtTesla-Speicher

Bild: Tesla
Bild: Tesla

19.05.2016  Der Münchener Anbieter erweiterte sein Produktportfolio im Bereich Energiespeicher und vertreibt ab sofort die Tesla Powerwall. Das Speichersystem mit Lithium-Ionen-Batterietechnologie, das sich in den Elektrofahrzeugen von Tesla vielfach bewährt hat, wurde nun für den Heimgebrauch ausgelegt. Die Tesla Powerwall hat eine nutzbare Kapazität von 6,4 Kilowattstunden und kann im Innen- wie auch im Außenbereich eingesetzt werden, denn die Powerwall arbeitet auch bei Minusgraden zuverlässig. Es besteht zudem die Möglichkeit der Kaskadierung, das heißt die Speicherkapazität ist erweiterbar. Dem Kunden stehen kompatible Wechselrichter von SMA und SolarEdge zur Verfügung. BayWa r.e. vertreibt die Powerwall aktuell in den Ländern Deutschland, Österreich, Schweiz sowie Großbritannien www.baywa-re.com

 

IDS-Gruppe stärkt Sicherheitssparte

18.05.2016  Die IDS-Gruppe in Ettlingen hat rückwirkend zum 01.01.2016 die Swissphone Systems in Leinfelden-Echterdingen übernommen, einen Hersteller und Anbieter von sicherheitsrelevanten Leittechniklösungen. Das Unternehmen agiert seit 26 Jahren erfolgreich im Sicherheitstechnikmarkt und arbeitet eng mit Industrieunternehmen und Behörden in Deutschland und im Ausland zusammen .Zum Portfolio von Swissphone gehören Produkt- und Systemlösungen für Polizei, Feuerwehren und Rettungsdienste, wie etwa Software für Einsatzleitstellen im BOS-Bereich, Fahrzeuglösungen für die Einsatzfahrzeuge sowie Einsatzleit-/Sicherheitsmanagementsysteme für industrielle Anwendungen. www.ids-gruppe.de

 

Power-to-Heat-Pilotanlage in Königsbrunn

Bild: WVS
Bild: WVS

18.05.2016  Die Wärmeversorgung Schwaben (WVS) hat in ihrer Heizzentrale in Königsbrunn eine Power-to-Heat-Pilotanlage errichtet, die Strom in Wärme umwandelt, die überschüssigen Strom für die Wärmeerzeugung nutzen und damit das Stromnetz zu stabilisieren soll. WVS nimmt mit der neuen Anlage am Regelenergiemarkt teil und speist die erzeugte Wärme in das angeschlossene Wärmenetz in Königsbrunn ein. Hinter der Power-to-Heat-Anlage steckt ein Elektroheizkessel, der maximal 600 Kilowatt Sekundärregelleistung zur Verfügung stellen kann. Die Anlage wird über den Regelenergie-Pool der LEW vermarktet. Erfolgt ein Regelenergieabruf, wird sie vollautomatisch durch ein externes Signal innerhalb von weniger als fünf Minuten auf die angeforderte Leistung gefahren. Mit der erzeugten Wärme wird das angeschlossene Wärmenetz mit 60 Grad Vorlauftemperatur versorgt. Sollte im Moment des Regelenergieabrufs keine Wärme im Netz benötigt werden, fließt die Energie in einen bereits vorhandenen 50 Kubikmeter großen Speicher. Die Power-to-Heat-Anlage wurde im Herbst 2015 errichtet. Im Anschluss durchlief sie eine Testphase, in der sie vom Übertragungsnetzbetreiber für Sekundärregelleistung präqualifiziert wurde. Seit Dezember 2015 läuft die Anlage im Regelbetrieb. www.lew.de

 

Mitgliederzuwachs bei der OMS-Group

18.05.2016  Die OMS-Group freut sich über steigende Mitgliederzahlen. Die Industrieinitiative, die ein offenes, nicht-proprietäres, patentfreies Smart-Meter-System für Elektrizität, Gas, thermische Energie, Wasser und Gebäudeautomation entwickelt hat, nahm im vergangenen Jahr fünf neue Mitgliedsunternehmen auf: DNV GL, Eandis, Endetec Homerider Systems, Energy.dis und Maddalena. Damit haben sich insgesamt 54 Unternehmen in der OMS-Group zusammengeschlossen. Die Nonprofit-Organisation wurde 2007 unter anderem von der figawa Bundesvereinigung der Firmen im Gas- und Wasserfach e.V. und der KNX Association gegründet, um einen gemeinsamen Standard für intelligente Messgeräte zu erarbeiten. www.oms-group.org

 

ENERVIE Gruppe: Geschäftsjahr 2015 besser als prognostiziert

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Bild: ENERVIE – Südwestfalen Energie und Wasser AG

12.05.2016  Die ENERVIE – Südwestfalen Energie und Wasser AG, Hagen, sieht sich im Rahmen ihres Restrukturierungspfades auf einem guten Weg und hat das Geschäftsjahr 2015 besser als prognostiziert beendet. „Zentrale Maßnahmen des umfangreichen Restrukturierungsprogramms sind hierbei die zeitlich gestaffelte Stilllegung der konventionellen Erzeugung, die Gründung einer ‚großen‘ Netzgesellschaft, ein umfangreicher Personalabbau und die stärkere Konzentration auf das Kerngeschäft mit regionalem Fokus“, so ENERVIE Vorstandssprecher Erik Höhne. Die Geschäftsfelder Vertrieb und Netz entwickelten sich dabei im letzten Jahr stabil. Unter Berücksichtigung eines restrukturierungsbedingten Aufwands in Höhe von rund 40 Mio. Euro konnte ENERVIE im Geschäftsjahr 2015 bei einem gesunkenen Umsatz von rund 850 Mio. Euro einen Jahresüberschuss von 7,7 Mio. Euro erzielen. Die ENERVIE Gruppe, zu der auch Mark-E und Stadtwerke Lüdenscheid gehören, lieferte für die Versorgung der insgesamt rund 500.000 Menschen in der Region sowie Energiehandelspartner im Jahr 2015 rund 5,8 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom, 4,7 Milliarden kWh Gas, 54 Millionen kWh Wärme und 17,2 Millionen Kubikmeter Trinkwasser. www.enervie-gruppe.de

 

Stadtwerkekooperation KOV nutzt Smart Metering-Lösung von KISTERS

10.05.2016  Bei der flächendeckenden Einführung von intelligenten Messsystemen setzt die Kooperationsgesellschaft Ostbayrischer Versorgungsunternehmen mbH (KOV) künftig auf die Zusammenarbeit mit KISTERS. Dabei kommt die KISTERS Smart Metering Cloud Lösung in Kombination mit dem existierenden Energiedatenmanagementsystem (EDM) BelVis zum Einsatz. Erste Messsysteme sollen in einer Projektphase in der Oberpfalz bereits kurzfristig sowohl bei Haushalts- als auch bei Gewerbekunden in Betrieb gehen. Die KOV GmbH begleitet als Dienstleister rund 60 EVU (Strom und Gas) im ostbayerischen Raum bei der Zählerfernauslesung und Bilanzierung. Die kooperierenden Werke betreuen rund 250.000 Zähler, davon knapp 50.000 Gaszähler. www.kisters.de

 

Dr. Anil Mengi leitet Marketing der G3-PLC Alliance

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Bild: G3-PLC Alliance

10.05.2016  Die G3-PLC Alliance verfolgt das Ziel, die G3-PLC Technologie als internationalen Standard für Smart Grid Anwendungen zu etablieren. Sie definiert, prüft und zertifiziert Produkte nach diesem Standard und sorgt somit für Interoperabilität zwischen den Produkten. Dr. Anil Mengi, Director Strategic Positioning bei devolo und Sylvaine Couleur, Corporate Director of Communication and Marketing bei Sagemcom, leiten ab sofort gemeinsam die Arbeitsgruppe „Marketing“ der G3-PLC Alliance. Die weitere internationale Durchsetzung des G3-PLC Standards wird Hauptaufgabe von Dr. Mengi und Coleur werden. www.G3-PLC.com

 

VDE|FNN startet Ausschreibung zum Georg-Hummel-Preis 2017

06.05.2016  Ab sofort können sich Studierende und Absolventen wieder auf den Georg-Hummel-Preis vom Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (VDE|FNN) bewerben. Der Preis ist mit je 3.000 Euro für einen Technik- und einen Ökonomiepreis dotiert. Preiswürdig sind insbesondere Arbeiten aus den Gebieten Zählen, Messen, Prüfen, Messdatenverarbeitung und -weitergabe. Arbeiten zur Steigerung der Energieeffizienz durch den Einsatz von Messtechnik können ebenso prämiert werden wie verbundene Themen aus wirtschafts-, sozial- oder rechtswissenschaftlichen Disziplinen. Ziel ist es, junge Talente auf den genannten Gebieten der Energiemesstechnik zu fördern. Bewerbungsschluss ist der 30. November 2016. Weitere Informationen: www.vde.com/fnn-georg-hummel-preis

 

Nexans liefert Anschlusskabel für Windpark Arkona

Bild: Nexans
Bild: Nexans

06.05.2016  Für den Offshore-Windpark Arkona wird das Werk Hannover der Nexans Deutschland 76 km Energiekabel an E.ON liefern. Die Seekabel sind zum Betrieb mit 33.000 Volt (33 kV) ausgelegt und dienen der internen Verkabelung des Windparks, der zwischen den Ostseeinseln Rügen und Bornholm errichtet wird und ab 2019 mit fast 385 MW Leistung Strom für ca. 400.000 Haushalte erzeugen soll. Der Auftrag umfasst 48 km dreiphasige Kabel im Querschnitt 300 mm², 28 km Kabel im Querschnitt 800 mm² sowie die zur Installation erforderlichen Garnituren und Zubehörteile. Die Auslieferung soll Anfang 2018 erfolgen; Lieferort ist der Rügener Fährhafen Sassnitz, den E.ON im vergangenen Sommer als Logistikknoten für dieses Projekt gewählt hat. www.nexans.de

 

Längsspannungsregler gleicht Spannungsschwankungen aus

06.05.2016  Seit April 2016 setzt die Main-Donau Netzgesellschaft erstmals in ihrem Netzgebiet einen Längsspannungsregler ein: Im 0,4-kV(Kilovolt)-Niederspannungsnetz im unterfränkischen Ingolstadt (Markt Giebelstadt) wird der Regler der Nürnberger Firma A. Eberle KG gezielt für die Beeinflussung der Spannung im Stromnetz eingesetzt. Bereits die Ergebnisse eines Prototyps, den die Main-Donau Netzgesellschaft mit dem Hersteller im vergangenen Jahr in Buch bei Schwabach eingesetzt hatten, zeigten: Das Netz ist trotz schwankender Spannungen durch die Einspeisung erneuerbarer Energien ausgeglichen. Größere Baumaßnahmen zur Netzverstärkung von Ortsnetzen können durch den Einsatz eines Niederspannungsreglers vermieden oder zeitlich aufgeschoben werden. www.n-ergie.de

 

arvato Systems kooperiert mit SDK

04.05.2016  arvato Systems baut sein Kooperationsnetzwerk im Energiemarkt weiter aus. Dazu startet das IT-Unternehmen aus dem Bertelsmann-Konzern eine strategische Zusammenarbeit mit dem österreichischen Unternehmen Software Development Kopf (SDK). Ziel der Kooperation ist die gemeinsame Entwicklung eines zukunftssicheren und smarten Service-Portfolios, das Energieversorger beim Einstieg in den digitalen Energiemarkt und der Erweiterung ihrer Geschäftsfelder unterstützt. Basis der IT-Partnerschaft wird eine gemeinsam betriebene Applikationsplattform sein, auf der Services zeit- und volumenunabhängig zu- und abgeschaltet werden können. Damit wollen die Kooperationspartner die Möglichkeit schaffen, neue Geschäftsmodelle effektiv zu erproben und zahlreiche Services für den digitalen Energiemarkt bereitzustellen: Von Produkten im Bereich Smart Metering sowie Energiedaten- und Wechselmanagement über Omni-Channel-Services bis hin zur flexiblen Abrechnungslösung ‚SDK.Applications‘. Mehr als 80 Energieversorgungsunternehmen konnten für diese Billing-Lösung bereits als Kunden gewonnen werden. www.it.arvato.com

 

Trianel realisiert erstes Ausschreibungsprojekt

Bild: Trianel/Günther Goldstein
Bild: Trianel/Günther Goldstein

04.05.2016  Ein Jahr nach dem Zuschlag in der Pilotausschreibung für PV-Freiflächenanlagen der Bundesnetzagentur hat Trianel den 10-MW-Solarpark Schipkau im Landkreis Oberspreewald-Lausitz in Betrieb genommen. Im April und August 2015 hat Trianel gemeinsam mit weiteren Partnern in den ersten beiden Ausschreibungsrunden der Bundesnetzagentur den Zuschlag für insgesamt 22,5 Megawatt (Peak) gesichert. Baubeginn für den Solarpark Schipkau auf dem Gelände des Sonderlandeplatzes Schwarzheide-Schipkau in Brandenburg war im Januar 2016. Die Errichtung der insgesamt 32.160 Solarmodule wurde von der Mainzer bejulo GmbH als Generalunternehmer durchgeführt und innerhalb einer dreimonatigen Bauzeit abgeschlossen. Mit einer Leistung von 9.970 Kilowatt (Peak) erzeugt der Solarpark Schipkau jährlich rund zehn Millionen Kilowattstunden Strom. „Die verbleibenden 12 MW an PV-Leistung haben wir auch in der konkreten Entwicklung. Bis Ende 2016 ist die Umsetzung geplant“, so Andreas Lemke, zuständiger Abteilungsleiter bei der Trianel GmbH, zur kurzfristigen Ausbauplanung. Nach dem neuen Ausschreibungsmodell muss die Inbetriebnahme einer PV-Freiflächenanlage innerhalb von 24 Monaten nach dem Zuschlag erfolgen. www.trianel.de

 

Forschungsprojekt SECVER liefert neues System für Netzmonitoring und Steuerung

Bild: Marc Richter/Universität Magdeburg
Bild: Marc Richter/Universität Magdeburg

03.05.2016  Im Rahmen des Forschungsprojektes SECVER – Sicherheit und Zuverlässigkeit von Verteilungsnetzen auf dem Weg zu einem Energieversorgungssystem von morgen – haben die Ingenieure vom Lehrstuhl Elektrische Netze und Erneuerbare Energie der Universität Magdeburg zusammen mit Forschern vom Fraunhofer IFF neue Überwachungsverfahren und Steuerungssysteme entwickelt, die präzise und in Echtzeit den aktuellen Zustand des Netzes erfassen und kritische Situationen sofort erkennen. Auf diesem Monitoringsystem aufbauend, leitet das parallel entwickelte Steuerungssystem automatisch Gegenmaßnahmen ein, indem es koordiniert Erneuerbare-Energien-Anlagen hoch- oder herunterregelt. Die im Konsortium entwickelte Mess- und Sensortechnik wurde seit Mitte 2015 im 110-kV-Verteilnetz in der Harzregion um den Windpark Dardesheim erfolgreich erprobt. An dem Projekt, das mit 2 Millionen Euro vom BMWi gefördert wird, sind weitere Partner aus Industrie und Forschung beteiligt, wie Siemens, die RegenerativKraftwerke Harz, der Netzbetreiber Avacon und das Fraunhofer IWES. www.secver.de

 

Energiewirtschaft investiert

03.05.2016  Bei den Unternehmen der Energie-, Wasser- und Entsorgungswirtschaft stiegen die Investitionen in Sachanlagen im Jahr 2014 um 10,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis vorläufiger Daten weiter mitteilt, war das nach drei Jahren rückläufiger Investitionen der erste Anstieg seit dem Jahr 2010. Das Investitionsvolumen betrug 2014 rund 15 Milliarden Euro. Über die Hälfte der Investitionen wurde 2014 in der Elektrizitätsversorgung (57,7 Prozent) getätigt. Auf Unternehmen in der Abwasserentsorgung entfielen 14,6 Prozent und auf Unternehmen in der Wasserversorgung 9,5 Prozent. Den größten Anstieg gab es in den Bereichen Abwasserentsorgung (+ 30,6 Prozent), Gasversorgung (+ 20,5 Prozent) und Rückgewinnung (+ 19,5 Prozent). In der Elektrizitätsversorgung erhöhte sich das Investitionsvolumen um 7,1 Prozent. www.destatis.de

 

Dena: Analyse zu Momentanreserve

02.05.2016  Für die Momentanreserve, die bei unvorhergesehenen Frequenzschwankungen systemstabilisierend wirkt, sollten künftig auch dezentrale Energieanlagen zum Einsatz kommen. So lautet eines der zentralen Ergebnisse der Analyse „Momentanreserve 2030“, die die Deutsche Energie-Agentur (dena) mit den Partnern der „Plattform Systemdienstleistungen“ initiiert hat. Simulationsrechnungen im Rahmen der Analyse zeigen, dass bei einer Großstörung im Übertragungsnetz internationale Grenzwerte für eine stabile Netzfrequenz bereits heute zeitweise nicht eingehalten werden könnten. Mit der Zunahme großräumiger Stromtransite im europäschen Binnenmarkt steige zudem die Notwendigkeit, außergewöhnliche Netzstörungen zu beherrschen. Der Marktanteil konventioneller Kraftwerke, die bisher den überwiegenden Teil der Momentanreserve bereitstellen, sinkt dagegen. Die Analyse wurde von der dena in Zusammenarbeit mit der Ruhr GmbH sowie Prof. Dr.-Ing. Christian Rehtanz, Technische Universität Dortmund ie3 – Institut für Energiesysteme, Energieeffizienz und Energiewirtschaft erstellt. Die vollständige Analyse und weitere Informationen zum Thema Systemdienstleistungen finden sich unter: www.plattform-systemdienstleistungen.de www.dena.de

 

BNetzA: Positionspapier zum Erdkabelausbau

29.04.2016  Die Bundesnetzagentur hat jetzt ein Positionspapier veröffentlicht, das die rechtlichen und methodischen Anforderungen für die Erdverkabelung von Gleichstromleitungen festlegt. Hintergrund ist der Ende letzten Jahres beschlossene Vorrang von Erdkabeln für neue Gleichstromvorhaben, der zu veränderten Planungen führt. Zu den Kernpunkten des Papiers zählt die Ausgestaltung der gesetzlich vorgesehenen Suche nach einem möglichst geradlinigen Verlauf des Erdkabels zwischen Anfangs- und Endpunkt der Stromleitung, um die Eingriffe in Natur und Landschaft zu reduzieren und die Kosten zu verringern. Hieraus hat die Bundesnetzagentur abgeleitet, wie der Untersuchungsraum strukturiert werden kann. Dabei kann die Rücksichtnahme auf beispielsweise Siedlungen, Wald- oder Wasserschutzgebiete, auch ein Abweichen von einer geradlinigen Verbindung notwendig machen. „Wir legen ganz bewusst keine starren Richtlinien für die Netzbetreiber fest, denn die räumlichen Voraussetzungen für die einzelnen Leitungsprojekte variieren stark“, erläutert Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. Die Realisierung als Freileitung prüfen die Netzbetreiber nur im Ausnahmefall. Zum Beispiel, wenn eine geschützte Tierart oder Vogelschutzgebiete eine Erdverkabelung unmöglich machen oder eine Gebietskörperschaft explizit die Prüfung eines Freileitungsabschnittes fordert. Ausgeschlossen ist in jedem Fall die Annäherung einer Freileitung an eine Wohnsiedlung. Das Positionspapier ist auf der Internetseite der Bundesnetzagentur abrufbar unter: www.netzausbau.de/erdkabel-methodik

 

Neuer Ixosil-Endverschluss

Bild: Pfisterer
Bild: Pfisterer

28.04.2016  Pfisterer erweitert mit einem neuen Produkt das Sortiment an trockenen Freiluft-Kabelendverschlüssen für Umspannwerke und Hochspannungsmasten. Die neue Produktlösung Ixosil EST SUB mit Überspannungsableiter ist für die Spannungsebenen von 123 kV bis 170 kV konzipiert und verbindet zum ersten Mal einen trockenisolierten Ixosil-Endverschluss mit einem Überspannungsableiter zu einer Einheit. Das erhöht nach Auskunft des Herstellers die Betriebssicherheit von Kabelsystemen im Hochspannungsbereich und reduziert Zeit und Kosten bei der Installation. www.pfisterer.de

 

Erste Gemeinde in Österreich schließt Smart-Meter-Rollout ab

28.04.2016  Der Energieversorger Wüsterstrom hat in der Region Ybbs an der Donau seine 3.700 Kunden auf intelligente Stromzähler umgestellt. Ybbs ist somit die erste Stadt in Österreich, die komplett auf Smart Metering umstellt. Nach Informationen des Versorgers stimmten 98 Prozent der Kunden der Umstellung zu. Die Telekom Austria Group M2M unterstützte Wüsterstrom bei der Umsetzung des Smart Meter Projekts. „Unser Beitrag zur erfolgreichen Umstellung beinhaltete sämtliche relevanten Arbeitsschritte, von der Bereitstellung der Zähler bis zur Datenübertragung“, erklärt Bernd Liebscher, Geschäftsführer Telekom Austria Group M2M. Die Zähler lieferte die Firma Kamstrup. www.telekomaustria.com

 

EMH: Zwei Geräte in einem Gehäuse

Bild: EMH
Bild: EMH

28.04.2016  Zur Prüfung von ein- und dreiphasigen Zählern, Messwandlern und Installationen vor Ort hat die EMH Energie-Messtechnik jetzt den dreiphasigen tragbaren Prüfzähler und Netzqualitätsanalysator PRS 600.3 im Portfolio. Da das Gerät mit verschiedenen Typen von Stromzangen, Strom- und Spannungssensoren benutzt werden kann, ist die einfache und genaue Prüfung von direktmessenden und Messwandler-Zählern möglich. Der Netzqualitätsanalysator wird benutzt, um Fehlerbehandlungen verschiedener Arten von Netzqualitätsproblemen vor Ort durchzuführen sowie Streitfragen bei Vertragsanwendungen zu klären. Weitere Nutzungsmöglichkeiten sind statistische Überwachungen einschließlich EN 50160 Reports. www.emh.eu

 

Zertifizierung von rku.it

28.04.2016  Seit Ende Februar 2016 ist das Informationssicherheits-Management (ISMS) von rku.it offiziell nach ISO/IEC 27001 zertifiziert. Das im Sommer 2015 verabschiedete IT-Sicherheitsgesetz verpflichtet die Unternehmen als Betreiber von sogenannten „kritischen Infrastrukturen“ zum Nachweis der Informationssicherheit über ein nach ISO/IEC 27001 zertifiziertes ISMS. Als IT-Dienstleister hat das Herner Unternehmen frühzeitig ein eigenes ISMS eingeführt, das mittlerweile vollumfänglich in Betrieb ist. Ende Februar hat das System erfolgreich ein zweistufiges Audit des Begutachtungsspezialisten DQS absolviert und die rechtlich geforderte Zertifizierung nach der internationalen Norm ISO/IEC 27001 erhalten. Das ISMS von rku.it umfasst die Bereitstellung und den Betrieb der IT-Systeme für Kunden sowie für eigene Zwecke einschließlich aller erforderlichen Administrations-, Konfigurations- und Überwachungsprozesse. Die neuen Sicherheitsmaßnahmen beinhalten auch bauliche Schritte, zum Beispiel Zutrittsbeschränkungen und Videoüberwachung, sowie organisatorische Maßnahmen, etwa ein verbessertes Besuchermanagement oder die Sicherheitsüberprüfung von Dienstleistern. www.rku-it.de

 

Stadtwerke-App: Trianel und endios kooperieren

25.04.2016  Die Stadtwerke-Kooperation Trianel und die Firma endios – Entwickler der Stadtwerke-App „stappy“ – haben eine strategische Partnerschaft geschlossen. Gemeinsam mit Trianel wird endios „stappy“ als Vertriebskanal weiterentwickeln. Im Fokus steht dabei die Interaktion mit der von Trianel entwickelten IT-Plattform T-PED (Trianel Plattform für Energiedienstleistungen). Künftig soll die App aktiv Vertriebsimpulse für den Verkauf von Energiedienstleistungen an Privat- und Gewerbekunden der Stadtwerke setzen. Die Vertriebsplattform T-PED wird bereits von 50 Stadtwerken genutzt. Die Stadtwerke-App „stappy“ ist bei 15 Stadtwerken im Einsatz. www.trianel.com www.endios.de

 

Mauell GmbH nun wieder eigenständig

Bernhard Mecking, dem langjährigen Geschäftsführer der Mauell Gruppe
Bernhard Mecking, langjähriger Geschäftsführer der Mauell Gruppe. Bild: Mauell GmbH

25.04.2016  Die zur Kraftwerkssparte Power der Bilfinger SE gehörende Bilfinger Mauell GmbH löst sich vom Bilfinger Konzern. In einem Management-Buy-out unter Leitung von Bernhard Mecking, dem langjährigen Geschäftsführer der Mauell Gruppe geht das Unternehmen nun wieder seine eigenen Wege. Anfang 2013 war Mauell von Bilfinger wegen seiner Expertise in der Leittechnik erworben worden, um die Leistungspalette im Kraftwerksgeschäft in Richtung höherwertiger Dienstleistungen abzurunden. Durch veränderte Rahmenbedingungen ist der deutsche Kraftwerksmarkt de facto zum Erliegen gekommen. Fast alle geplanten konventionellen Neubauten wurden um Jahre verschoben oder ganz aufgegeben. In der Konsequenz plane Bilfinger aus dem Kraftwerksgeschäft auszusteigen, heißt es in der Unternehmensinformation, und man habe nach einem Weg gesucht, den Fortbestand der Mauell Gruppe mit ihren weltweit etwa 400 Arbeitsplätzen zu sichern. Dabei sieht Mecking interessante Potenziale: „Unter dem Dach von Bilfinger SE konnte Mauell sich nicht optimal weiter entwickeln. Das vorhandene Wachstumspotential in der Visualisierungs- und Wartentechnik blieb ungenutzt, da diese produktorientierten Geschäftsfelder ebenso wie die Netzleittechnik der Mauell nicht zur strategischen Ausrichtung des Bilfinger Konzerns passten,“ erläutert der neue Eigentümer der Mauell GmbH. www.mauell.com

 

Prysmian Group zeigt das erste voll recyclingfähige HGÜ-Kabel

Prysmian-Group
Bild: Prysmian Group

hmesse21.04.2016  Die Prysmian Group, weltweit agierender Anbieter im Bereich Energie- und Kommunikationskabel und -systeme, stellt mit dem 525-kV-Kabelsystem P-Laser eine neue Kabeltechnologie für die Entwicklung von Energieversorgungsnetzen vor. Die erprobte Lösung für die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) zeichnet sich nach Angaben des Unternehmens zum einen durch bessere Umweltverträglichkeit aus: Die Herstellung erfolgt in einem durchgehenden Verfahren und benötigt keine chemischen Reaktionen, um die für die dauerhafte elektrische Integrität von HGÜ-Isolierungen notwendigen Eigenschaften zu erreichen. P-Laser ist zugleich das erste HGÜ-Kabel, das am Ende seiner Nutzungsdauer vollständig wiederverwertet werden kann. Durch eine höhere thermische Strombelastbarkeit steige zudem die Übertragungskapazität des Kabelsystems im Verhältnis zum Kabelquerschnitt. Die Folge ist ein Gesamtkostenrückgang von rund zehn Prozent bei gleicher Übertragungsleistung.

Halle 27, Stand L24 www.prysmiangroup.com

 

Direktvermarkter nehmen Stellung zum Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende

21.04.2016  Gemeinsam mit den Unternehmen Clean Energy Sourcing, GESY, GEWI, LichtBlick, Naturstrom, NEXT Kraftwerke, Statkraft und Trianel fordert die e2m eine stärkere Berücksichtigung der Interessen der Direktvermarkter im Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende. Gerade in den letzten Jahren wurde umfangreich in moderne und sichere Informations- und Kommunikationstechnik zum Abruf der Einspeisung, der Fernsteuerung von Erzeugungsanlagen und der Bereitstellung von Regelenergie auch investiert. Die Direktvermarkter und technischen Betriebsführer fordern eine Ergänzung der Gesetzesbegründung in § 30, die klar stellt, dass bei der Einführung intelligenter Messsysteme die Anforderungen an eine wettbewerbliche Direktvermarktung erneuerbarer Energien und KWK-Anlagen sowie sonstige Vermarktung von Flexibilitäten gewährleistet werden. Zudem müssen die Direktvermarktungsunternehmen bei der Entwicklung und Weiterentwicklung von Schutzprofilen und Technischen Richtlinien zwingend eingebunden werden. www.energy2market.de

 

Vattenfall verkauft Braunkohlesparte

Braunkohlekraftwerk Schwarze Pumpe. Bild: Vattenfall
Braunkohlekraftwerk Schwarze Pumpe. Bild: Vattenfall

19.04.2016  Vattenfall hat am 18.04. 2016 eine Vereinbarung zum Verkauf seiner Braunkohlesparte an den tschechischen Energiekonzern EPH und seinen Finanzpartner PPF Investments unterzeichnet. Der Verkauf umfasst alle Kraftwerke und Tagebaue von Vattenfall in Deutschland: Die Kraftwerke Jänschwalde, Boxberg, Schwarze Pumpe sowie der 50-Prozent-Anteil am Kraftwerk Lippendorf sowie die Tagebaue Jänschwalde, Nochten, Welzow-Süd, Reichwalde und der kürzlich ausgekohlte Tagebau Cottbus Nord. Der Käufer ist ein Konsortium aus der tschechischen EPH, einem europäischen Energiekonzern mit Hauptsitz in Prag und Aktivitäten in West- und Zentraleuropa. EPHs Geschäftsaktivitäten umfassen den Gastransport, die Verteilung von Gas und Strom, Gasspeicherung, Fernwärmenetze sowie die Erzeugung von Wärme und Strom .PPF-Investments ist ein internationales Finanz- und Investmentunternehmen mit Schwerpunkt auf Investitionen in Zentral- und Osteuropa sowie in Asien. Der Verkauf der Braunkohlesparte ist nach Auskunft von Vattenfall ein wichtiger Meilenstein in der Gesamtstrategie, die sich auf die weitere Entwicklung des Windgeschäfts, auf die Fernwärme, Verteilnetze und kundennahe Energiedienstleistungen konzentriert. www.vattenfall.de

 

Baur: Neue Technologie überwacht Niederspannungsleitungen und ortet Fehler bei laufender Stromversorgung

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Bild: Baur

hmesse18.04.2016  Mit dem LV-Guard 250 führt die Firma Baur aus Sulz (Österreich) ein Gerät am Weltmarkt ein, das in Niederspannungsnetzen eine Fehlerortung bei laufender Stromversorgung gestattet. Dazu wird das kompakte Gerät anstelle einer herkömmlichen NH-Sicherung in den Sicherungshalter einer Niederspannungsverteilung eingesetzt. Bei einer Störung unterbricht der LV-Guard kurzzeitig die Stromversorgung und schaltet sich nach einer voreingestellten Zeitspanne automatisch wieder zu. Bei der Auslösung zeichnet der LV-Guard eine Serie von Fehlerbildern, ermittelt durch Lichtbogen-Reflexion (TDR), sowie Strom- und Spannungsverläufe auf und errechnet parallel die Fehlerentfernung durch eine Impedanzmessung. Zudem sendet das Gerät bei Auftreten eines Ereignisses eine SMS an eine wählbare Adresse und lädt die Messdaten automatisch auf einen sicheren Server hoch. Das Geräteprinzip ist nach Auskunft des Anbieters weltweit einmalig. Es basiert auf einer Entwicklung der MS Technik in Kiel und hat sich in deutschen und niederländischen Stromnetzen schon bewährt.

Halle 12, Stand E22 www.baur.at

 

Neue VDE-Studie „Schutz- und Automatisierungstechnik in aktiven Verteilnetzen“

18.04.2016  In einer neuen Studie untersucht der Technologieverband den Umbau der Stromverteilnetze in „aktive Verteilnetze“. Sie ermöglichen es, dass Last- und Einspeiseverhalten, Spannung, Blindleistung, Netzschutzparameter und Netztopologie, situativ und automatisch bis in die Niederspannungsebene angepasst und so ein sicherer und stabiler Netzbetrieb auch bei höherer dezentraler Einspeisung gewährleistet werden kann. Die neue VDE-Studie zeigt nach Auskunft des Verbands, welche automatisierungs- und schutztechnischen Herausforderungen mit dem Umbau hin zu einem flexiblen, „atmenden Netz“ verbunden sind. Sie dient gleichzeitig als Leitfaden für die Erarbeitung und Weiterentwicklung von Planungs- und Betriebsgrundsätzen sowie zur Bewertung von Lösungskonzepten und berücksichtigt alle Anforderungen an die Informationssicherheit. Die Studie geht dabei auch auf die steigende Anzahl von Marktteilnehmern, neue Geschäftsmodelle sowie geänderte ordnungspolitische Rahmenbedingungen ein. www.vde.com

 

bne: Digitalisierungsgesetz benötigt noch Anpassungen

15.04.2016  Auch der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne) hält Änderungen am geplanten Digitalisierungsgesetz für notwendig. So sieht der Verband speziell kleine Gewerbebetriebe, die aktuell nach Standardlastprofil (SLP) beliefert werden, durch die neuen Regelungen wirtschaftlich zu stark belastet: Neben den gesetzlich geregelten Kosten für das intelligente Messsystem seien sie auch mit deutlich steigenden Netzentgelten konfrontiert, heißt es seitens des Verbands. Hier müsse der Gesetzgeber Abhilfe schaffen, fordert der Verband.
Der diskriminierungsfreie Zugang aller Marktteilnehmer zu den Messdaten aus den intelligenten Messsystemen ist nach Ansicht des bne eine zwingende Voraussetzung für neue energiewirtschaftliche Geschäftsmodelle: Nach dem im Gesetz vorgesehenen Prinzip der sternförmigen Kommunikationen sollen die Daten von den Messstellenbetreibern zur Verfügung gestellt werden. „Für die Zukunft kann es kein sinnvoller Weg sein, jedes Mal bei der Datenweiterleitung einen künstlichen Umweg über die 900 Verteilernetzbetreiber einzubauen“,. „Damit würden wir die Digitalisierung abwürgen“, sagt bne-Geschäftsführer Robert Busch.Ein ausführliches Hintergrundpapier steht auf der Website des Verbands zum Download bereit. www.bne-online.de

 

Kuhse: Lösungen für den Regelenergiemarkt

hmesse15.04.2016  Im Themenschwerpunkt Energiemanagement des Gemeinschaftsstandes Energie aus Niedersachsen zeigt Kuhse seine Lösungen im Bereich der Steuerungs- und Fernwirktechnik für Energieerzeugungsanlagen. Ein Beispiel ist das Kuhse Gateway Module (KGM) für die Anbindung von Erzeugern (z.B. Notstrom-, KWK- und Windanlagen), Verbrauchern und Speichern an die Server eines virtuellen Kraftwerks. Es ist mit einem integrierten Breitbandmodem und zahlreichen Schnittstellen (Profibus DP, Modbus RTU RS-232 / RS-485, Modbus TCP, Profinet) ausgestattet. Energie-Vermarktern ermöglicht das KGM den direkten Fernzugriff auf die dezentralen Energieerzeugungsanlagen. Anlagenleistungen werden so bedarfsgerecht erhöht oder reduziert, Erzeuger an- oder abgewählt. Die Technologie basiert auf dem offenen Industriestandard Mit der Version VHPready 4.0. Mit ihm lassen sich betreiberübergreifend Energie- und Speicheranlagen miteinander vernetzen und IT-Security-Anforderungen umsetzen.

Halle 27, Stand E50 www.kuhse.de

 

mobileX stellt Software-Update vor

15.04.2016  Die mobileX AG veröffentlicht jetzt die Version 5.0 der Mobile Workforce Management-Suite. Durch die Integration von Partneranwendungen wie etwa TOMTOM Webfleet oder die wissensbasierte Software-Plattform Empolis Smart Service können Anwender ihre Einsatzplanung und mobile Anbindung des technischen Außendiensts um wesentliche Anwendungen erweitern. Zudem unterstützt die neue Version Microsoft Windows 10 und Android 6.0. mobileX-MIP for Field Service, der mobileX-MIP Server und mobileX-MIP Dispatch bieten außerdem wesentliche Performance-Verbesserungen. Auch die die Branchenlösung mobileX-MIP for Metering umfasst einige Neuerungen für Anwendungen im Zählerwesen, so etwa die bilderkennungslösung von pixolus. Die Version 5.0 der Mobile Workforce Management-Suite ist ab Mitte Mai verfügbar. www.mobilexag.de

 

BDWE fordert: Prozesse beim Messstellenbetrieb beibehalten und Finanzierung des Rollouts klären

Bild: Thomas Jaeger
Bild: Thomas Jaeger

15.04.2016  Am 13. April 2016 fand im Wirtschaftsausschuss des Bundestages die öffentliche Anhörung zum Gesetzentwurf zur Digitalisierung der Energiewende statt.
Ein zentrales Thema im Entwurf ist die Frage, wer künftig für die Erhebung, Qualitätssicherung und Versendung der Daten aus den sogenannten intelligenten Messsystemen, zuständig sein wird. Bisher liegt der Messstellenbetrieb in der Regel bei den Verteilnetzbetreibern (VNB). Das sollte auch so bleiben, fordert der BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft) Hauptgeschäftsführer Martin Weyand: „Wir sind der Meinung, dass die Verteilnetzbetreiber weiterhin die Verantwortung für den Betrieb aller 43 Millionen Messstellen in Deutschland haben sollten. Es wäre ineffizient, wenn die Daten der fünf Millionen Zählpunkte, die durch technische Nachrüstung fernauslesbar werden sollen, an anderer Stelle ausgewertet würden.“ Zumal die VNB für den Abgleich aller Einspeise- und Entnahmemengen in ihrem Netz verantwortlich seien. Gestützt wird diese Position durch ein Gutachten des Büros für Energiewirtschaft und technische Planung (BET), das der BDEW in Auftrag gegeben hatte. Ein weiterer „Knackpunkt“ im Gesetzentwurf betreffe die Finanzierung des so genannten Smart Meter Rollouts, also der Installation von intelligenten Zählern: „Die vorgesehenen Preisobergrenzen decken nicht die Kosten für den Einbau und Betrieb der intelligenten Messsysteme.. Entweder müssen die Preisobergrenzen angepasst oder zumindest der Umfang der Leistungen reduziert werden“, fordert Weyand. www.bdew.de

 

STEAG New Energies baut Energiezentrale für FORD Saarlouis

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Bild: Thomas Seeber/STEAG New Energies

14.04.2016  Zukünftig sollen fünf Blockheizkraftwerke (BHKW) mit einer Gesamtleistung von 20 MW Heizwärme und 22 MW elektrischer Energie für das Werk produzieren. In dieser Woche werden die BHKW angeliefert. Die neue Energiezentrale soll Ende 2016 in Betrieb genommen werden. Das Bauvorhaben mit einem Investitionsvolumen von über 20 Millionen Euro steht im Mittelpunkt eines umfassenden Energiekonzepts, mit dem SNE und Ford gemeinsam die dezentrale Versorgung des Werks mit Strom und Wärme optimieren. Die STEAG-Tochter übernimmt bei diesem Projekt nicht nur die Planung, den Bau und die Finanzierung der Energieversorgung, auch die Betriebsführung und Überwachung der Anlagen erfolgen ferngesteuert über die Zentralstation des Unternehmens in Saarlouis. www.steag.com

 

Erneuerbare Energien in der EU

14.04.2016  Erneuerbare Energien hatten im vergangenen Jahr den größten Anteil an der Stromversorgung in der Europäischen Union. Das geht aus einer Analyse hervor, welche die Agora Energiewende auf Basis aktueller offizieller Zahlen vorgelegt hat. Mit 29 Prozent lagen die Erneuerbaren vor Atomstrom (27 Prozent) und Kohlestrom (26 Prozent). Insgesamt steuerten die Erneuerbaren Energien 923 TWh zur Stromproduktion in der EU bei, seit 2010 ist ihr Beitrag damit um rund 50 Prozent gewachsen, im Jahresvergleich 2014/2015 legten sie allerdings nur noch leicht zu – von 899 auf 922 Terawattstunden (TWh). Der Anstieg geht insbesondere auf den Ausbau der Windenergie zurück. Sie legte um 50 TWh auf 307 TWh zu.. Die Länder mit dem größten Anteil Erneuerbarer Energien sind Deutschland (193 TWh), Italien (109 TWh), Spanien (99 TWh), Schweden (97 TWh) und Frankreich (90 TWh). Ähnliche Zuwächse wie die Erneuerbaren Energien verzeichnet nach den Analysen der Agora Energiewende allerdings auch die Verstromung von Kohle, die damit wieder das Niveau von 2010 erreichte. Infolgedessen stiegen die Kohlendioxidemissionen des Stromsystems der Europäischen Union um zwei Prozent an. Die Analyse „Energy Transition in der Power Sector in Europe – State of Affairs 2015“ wurde gemeinsam mit dem Öko-Institut erarbeitet und steht auf der Website von Agora Energiewende zum Download bereit. www.agora-energiewende.de

 

Solarenergie für Großbritannien

14.04.2016  Die Regensburger BayWa r.e. hat sechs Solarparks in Großbritannien ans Netz gebracht. Dazu gehört mit Vinefarm das größte zusammenhängende Solarprojekt (45 MWp), das das Unternehmen nach eigenen Angaben bisher realisiert hat. Insgesamt besitzen die Anlagen eine Leistung von rund 130 MWp und befinden sich an verschiedenen Standorten in Südengland und Wales. BayWa r.e hat die sechs Solarparks selbst finanziert und innerhalb eines halben Jahres schlüsselfertig errichtet. Das Unternehmen übernimmt ebenfalls die technische und kaufmännische Betriebsführung und betreut damit in UK aktuell rund 440 MW an Wind- und Solarparks. www.baywa-re.com

 

Der „Missing Link” zum Smart Grid?

Bild: 50Hertz
Bild: 50Hertz

hmesse14.04.2016  Mit LINK präsentiert die TU Wien unter Leitung von Albana Ilo nun ein neues Smart-Grid-Paradigma, das die Verwaltung von Netzen, Stromerzeugern, Stromspeicher- Einrichtungen und Verbrauchern neu organisiert. Physikalisch sind die Stromnetze in ein Hochspannungsnetz, ein Mittelspannungsnetz und ein Niederspannungsnetz aufgeteilt. Dazu kommen Kraftwerke, Speicher und Konsumenten. Genau an solchen Trennlinien soll sich auch die Führung der Stromnetze orientieren, meint Ilo. Im LINK-Paradigma wird deswegen das Gesamtsystem in Einheiten wie Kraftwerke, Speicher, Konsumenten – sogenannte Links – aufgeteilt. Jeder Link, das heißt jedes Glied dieser Kette, verfügt über ein eigenes Steuersystem und entsprechende Schnittstellen zu den benachbarten Systemen. Wie tatsächliche Glieder einer Kette können sie nach Belieben zusammen gehängt und kombiniert werden. Dabei bekommt jedes von ihnen Input von den benachbarten Gliedern und entscheidet dann selbst, welche Maßnahmen ergriff en werden müssen. „Aus Sicht des Datenschutzes ist das ein großer Vorteil”, betont Ilo. „Jedes Kettenglied teilt bloß ein kleines Set von unbedingt nötigen elektrischen Daten mit den Nachbareinheiten – die restliche Information wird bloß lokal verwendet. Auch die Gefahr von Cyberattacken von außen wird dadurch drastisch verringert.”

Ein weiterer Vorteil des selbstregulierenden Systems sei, dass es keine großen Anforderungen an den Netzausbau stelle. In dem LINK den Betrieb unserer Stromnetze mit den physikalischen Gegebenheiten optimal in Einklang bringe, können neue Einheiten einfach und modular in die Energieversorgungskette eingegliedert werden. So wäre mit LINK ein sauberer organisatorischer Neubeginn möglich, anstatt das historisch gewachsene System der Energienetze durch immer weitere kleine Adaptierungen und Notlösungen fortlaufend komplizierter zu machen, sagen die Entwickler. www.ea.tuwien.ac.at

Wetterdaten für den Strommarkt

Bild: Von Stefan-Xp - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=243779
Bild: Stefan-Xp/commons.wikimedia.org

12.04.2016  MeteoGroup, Europas größter privater Wetterdienst, ist neuer Kooperationspartner der European Energy Exchange (EEX) und stellt ab sofort Temperaturdaten für ausgewählte Standorte auf der EEX-Transparenzplattform zur Verfügung. Die Daten werden für mehr als 15 Standorte, unter anderem Berlin, Brüssel, Budapest und Zürich, auf der Plattform bereitgestellt. Unter www.eex-transparency.com betreibt die EEX seit 2009 eine Transparenzplattform, auf der marktrelevante Produktions-, Speicher- und Verbrauchsdaten für Strom und Erdgas veröffentlicht werden. Damit soll ein hohes Maß an Markttransparenz gewährleistet werden. Ab heute wird die Plattform um den Bereich Wetter erweitert. Hiermit trägt die EEX der Tatsache Rechnung, dass Wetteränderungen einen überragenden Einfluss auf Energiemengen und -preise haben. Aus diesem Grund stellt MeteoGroup den Marktteilnehmern Temperaturdaten – aktuelle Messungen und Prognosen – über die Website kostenlos zur Verfügung. www.meteogroup.com

 

RWE und ubitricity starten Pilotprojekt zur Elektromobilität

Bild: ubitricity/Daniel Meyer
Bild: ubitricity/Daniel Meyer

08.04.2016  Gemeinsam mit der Stadt Hamminkeln und dem Berliner Start-up-Unternehmen ubitricity nahm der Energieversorger in der niederrheinischen Stadt jetzt die erste Ladesäule für Elektro-Autos in Betrieb, die einen Straßenbeleuchtungsmast als Stromquelle nutzt. Schon seit Ende 2014 setzt ubitricity dieses Ladekonzept im Raum Berlin um. Die Straßenbeleuchtungs-Ladesäule übernimmt die Funktion einer Stromtankstelle, die zu diesem Zweck mit einer Systemsteckdose ausgerüstet wurde. Die Ladesäule bezieht ihre Energie aus dem vorhandenen Niederspannungsnetz und kann jedes Elektro-Auto auftanken. Ein kompletter Ladevorgang für einen Laternenparker dauert im Mittel fünf Stunden. Zur Betankung ist ein intelligentes Kabel („SmartCable“) erforderlich, das die Technologie zur Freischaltung, Messung und Datenübertragung enthält. Die Identifizierung erfolgt zu Beginn des Ladevorgangs automatisch, dann wird der Ladepunkt freigeschaltet und der Strom fließt. www.ubitricity.com

 

Siemens baut Umspannstationen in Dubai

Bild: Courtesy of Nakheel PJSC
Bild: Courtesy of Nakheel PJSC

07.04.2016 Siemens hat von der Entwicklungs- und Baugesellschaft Nakheel PJSC einen Auftrag zum schlüsselfertigen Bau von drei elektrischen Umspannstationen in Dubai erhalten. Die Umspannstationen bilden eine wesentliche Komponente in dem Entwicklungsprojekt „Deira Islands“ – vier künstliche Inseln vor der Küste von Dubais Stadtteil Deira. Die drei 132/11 Kilovolt (kV)-Umspannstationen sollen im ersten Halbjahr 2017 fertig gestellt werden. Jede dieser drei Umspannstationen beinhaltet acht Felder mit gasisolierten Schaltanlagen (132 kV), 71 Felder mit luftisolierten Schaltanlagen (11kV), drei Leistungstransformatoren (50MVA) sowie Regel- und Schutzeinrichtungen. www.siemens.com

 

hermesaward06.04.2016 Der HERMES AWARD, einer der weltweit bedeutendsten Innovationspreise für die Industrie, wird im Rahmen der Eröffnungsfeier der HannoverMesse am 24.4.2016 verliehen. Jetzt stehen die nominierten Unternehmen fest – darunter befinden sich zwei Unternehmen aus der Energiewirtschaft:

 

Bild: BLOCK Transformatoren-Elektronik GmbH
Bild: BLOCK Transformatoren-Elektronik GmbH

Die BLOCK Transformatoren-Elektronik GmbH, Verden, erhielt eine Nominierung für das Produkt EasyB, ein Ein-Kanal-Schutzschaltersystem, das Steuerspannungen bis zu einem Gesamtstrom von 80 A absichern kann. Die Kanäle adressieren sich beim Einschalten automatisch. Damit entfällt ein zusätzlicher Arbeitsschritt zur manuellen Adressvergabe. Alle Funktionsbausteine und elektrischen Verbindungsstellen sind in einem Basisgehäuse vorhanden. Die Parametrisierung des Systems erfolgt über den Leitrechner, Änderungen sind jederzeit möglich. EasyB reagiert schon auf fünf Prozent Überstrom und begrenzt den Ausgangsstrom auf diesen Pegel. Die innovative Kombination von extrem schmaler Baubreite, sehr hoher Stromtragfähigkeit, automatischer Adressierung und zusätzlicher Einschaltfunktion überzeugte die Jury. www.block.eu

Bild: ITM Power
Bild: ITM Power

ITM Power, South Yorkshire, überzeugte die Jury mit einer kompakten Power-to-Gas-Anlage zur bedarfsorientierten und flexiblen Produktion. Dabei wird Strom aus erneuerbaren Energien in Wasserstoff beziehungsweise Methan umgewandelt und kann dann entweder zum Betanken entsprechender Fahrzeuge verwendet oder aber als Methan in das Erdgasnetz eingespeist werden. Durch das kompakte Design kann die Anlage verbrauchernah aufgestellt werden. Beindruckend für die Jury waren neben einem Eigendruck von 80 bar, den kompakten Abmessungen auch der hohe Systemwirkungsgrad von 72 Prozent und eine kurze Anfahrtzeit von unter einer Sekunde. Das Projekt leiste damit sowohl einen Beitrag zur Stabilisierung der Netze als auch zur wasserstoffbasierten Elektromobilität, heißt es in der Begründung. www.itm-power.com

 

Einbruch beim KWK-Index

Bild: Handelsraum © Christian Hüller / EEX AG
Bild: Handelsraum © Christian Hüller / EEX AG

05.04.2016 Der sogenannte „übliche Preis“ stellt im KWK-Gesetz eine Möglichkeit dar, um den Wert für den KWK-Strom zu ermitteln, der in das Netz der allgemeinen Versorgung eingespeist wird. Dieser „übliche Preis“ wird auch als „KWK-Index“ bezeichnet und orientiert sich jeweils an dem durchschnittlichen Quartalspreis für Grundlaststrom (Baseload) an der Strombörse EEX. Der Baseload-Strompreis an der Strombörse EEX ist im ersten Quartal auf den historischen Tiefpreis von 2,517 Cent/kWh eingebrochen. Im letzten Quartal des Jahres 2015 betrug der KWK-Index noch 3,319 Cent/kWh. Dieser Strompreis-Einbruch in Höhe von nahezu 25 Prozent führt zu Preisen an der Strombörse, die zuletzt im Jahre 2003 existierten. www.bhkw-infozentrum.de

 

Hexagon erweitert Netzwerkmodell für Versorgungsbranche

05.04.2016 Mit Intergraph NetWorks hat Hexagon Safety & Infrastructure eine Software-Suite vorgestellt, die einen sicheren Zugriff auf raumbezogene technische und betriebliche Daten in Echtzeit ermöglichen soll. Intergraph NetWorks nutzt das Netzwerkmodell und die definierten Regelwerke in G/Technology, der Standard-Utility-Lösung von Intergraph. Die Produktreihe beinhaltet sowohl Intergraph NetWorks Portal, der Anwendung für Websitekonfiguration und Analyse von Netzwerkdaten, als auch Intergraph Networks Mobile, für aufgabenorientierte Apps. Intergraph NetWorks und NetWorks Portal sind bereits verfügbar, NetWorks Mobile erscheint laut Unternehmen Mitte 2016. www.hexagonsafetyinfrastructure.com

 

dena startet Speicherstudie

05.04.2016 In einer neuen Studie untersucht die Deutsche Energie-Agentur (dena), wie sich Speicher für die Flexibilisierung des Stromnetzes nutzen lassen. Ziel der „Netzflexstudie“ ist es vor allem, Betriebsmodelle für Speicher zu finden, die wirtschaftlich sind und gleichzeitig das Stromnetz entlasten. Dabei werden regulatorische, wirtschaftliche und technische Rahmenbedingungen einbezogen und Handlungsempfehlungen für deren Weiterentwicklung erarbeitet. Für die Umsetzung der Studie „Optimierter Einsatz von Batteriespeichern für Netz- und Marktanwendungen in der Stromversorgung“ (kurz: Netzflexstudie) arbeitet die dena mit Netzbetreibern, Energieversorgern, Anlagenbauern und Anbietern von Speicherlösungen zusammen. Die Ergebnisse werden Anfang 2017 vorgestellt. www.dena.de/netzflexstudie

 

Neues Paradigma für Smart Grid

04.04.2016 Mit LINK präsentiert die TU Wien ein neues Smart-Grid-Paradigma, das die Verwaltung von Netzen, Stromerzeugern, Stromspeicher-Einrichtungen und Verbrauchern neu organisieren will. Im LINK-Paradigma wird das Gesamtsystem in Einheiten wie Kraftwerke, Speicher, Konsumenten – sogenannte Links – aufgeteilt. Jeder Link, das heißt jedes Glied dieser Kette, verfügt über ein eigenes Steuersystem und entsprechende Schnittstellen zu den benachbarten Systemen. Wie tatsächliche Glieder einer Kette können sie nach Belieben zusammen gehängt und kombiniert werden. Dabei bekommt jedes von ihnen Input von den benachbarten Gliedern und entscheidet dann selbst, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen. Das selbstregulierende System biete gegenüber konventionellen Ansätzen erhebliche Vorteile im Bereich Datenschutz und Datensicherheit und stelle darüber hinaus keine großen Anforderungen an den Netzausbau.

Halle 27, Stand L24. www.ea.tuwien.ac.at

 

EnerKite präsentiert „Überflieger“

Bild: EnerKite
Bild: EnerKite

hmesse04.04.2016 Eine neuartige Windkraft-Technologie stellt EnerKite aus Kleinmachnow in Halle 2 am Stand A32 vor: Eine vollautomatische Flugwindkraftanlagen, die den stetigen Wind weit oberhalb der Blattspitzen heutiger Windräder nutzen und mit 90 % weniger Materialeinsatz den doppelten Energieertrag bei halbierten Stromgestehungskosten liefern soll. Die EK200 – 100 kW Anlage ist das Markteinstiegsprodukt und stellt eine portable Lösung im 20ft Container mit integrierter Speicherung und EMS dar. Zielgruppen sind neben Landwirten und mittelständischen Betrieben auch Kommunen. Darüber hinaus können diese portablen Windkraftanlagen Katastrophengebiete und schwer zugängliche Regionen kostengünstig und nachhaltig mit Strom versorgen.

Halle 2, Stand A32 www.enerkite.de

 

Vanadium-Redox-Flow-Technologie für Heimenergiespeicher

Bild: NEXT ENERGY
Bild: NEXT ENERGY

hmesse04.04.2016 Einem Wissenschaftlerteam vom EWE-Forschungszentrum NEXT ENERGY ist es erstmals gelungen, die Vanadium-Redox-Flow-Technologie für den Einsatz in Heimenergiespeichern weiterzuentwickeln. Aktuell wird der Markteintritt vorbereitet. Präsentiert wird das „ResiFlow“-Konzept auf der Hannover Messe auf dem Niedersächsischen Gemeinschaftsstand in Halle 2 an Stand A 08. Die Grundlage für die kleinskalige Anwendung der Vanadium-Redox-Flow-Technologie haben die Oldenburger Wissenschaftler mit einem neuartigen Dichtkonzept erzielen können. „Das ist eine entscheidende technische Innovation, mit der wir nicht nur die Fertigung der zentralen Wandlungseinheit stark vereinfachen, sondern auch die Abmaße und das Gewicht der Einheit deutlich verringern konnten“, erklärt Projektleiter Jan grosse Austing. Zusätzlich wurde die Leistungsfähigkeit der Wandlungseinheit durch ein patentiertes Verfahren zur Elektrodenaktivierung erhöht.

Halle 2, Stand A 08 www.next-energy.de

 

EFEN: Smart Grid ready

Bild: EFEN
Bild: EFEN

hmesse04.04.2016 Produkte, Systeme und Lösungen für smarte Energie-Verteil-Anlagen stellt der Traditionsanbieter EFEN in Halle 13 am Stand E75 vor. Dazu gehören ein umfangreiches Sortiment an Sicherungs-Einsätzen nach IEC/DIN-Standard, energieeffiziente NH-Sicherungs-Lastschaltleisten und –Lasttrenner sowie intelligente Überwachungs- und Messsysteme wie das Smart Grid Interface. Mit dem Smart Grid Interface lassen sich die Zustände von Energieverteilnetzen oder abgelegenen Anlagen überwachen. Dazu werden fortlaufend die aktuellen Netzzustandswerte der angeschlossenen Abgänge im Kabelverteilerschrank erfasst und die Daten wahlweise gespeichert oder per Gateway nahezu in Echtzeit an ein übergeordnetes Managementsystem übertragen. Hierzu bietet das Smart Grid Interface eine Vielzahl an Schnittstellen. Ausgestattet für das Erfassen mehrerer Leistungsabgänge, sowie auf Wunsch mit einem vollgrafischen Display, bietet das System individuell angepasste Lösungen für den Smart Grid Betrieb.

Halle 13, Stand E75 www.efen.com

 

Druckluft-Speicherkraftwerke

hmesse04.04.2016 Das mehrfach ausgezeichnete Startup APT konstruiert Druckluft-Speicherkraftwerke speziell für Strom aus Erneuerbaren Energien. Diese sollen durch ein spezielles Verfahren zur Wärmerückgewinnung einen hohen Gesamtwirkungsgrad erzielen. Als Druckbehälter werden industriell hergestellte Großrohre verwendet, so dass Leistung und Speicherkapazität im Baukastensystem unabhängig voneinander für den Kunden skaliert werden können. Unsere Produktpalette umfasst mobile Systeme von 0,5 Megawattstunden als 12m-Normcontainer bis hin zu stationären Anlagen mit mehreren Gigawattstunden Speicherkapazität. Das Unternehmen, das sich zu 25% im Besitz des Landes Hessen befindet, stellt in Halle 27 am Stand G29 aus. www.apt-gmbh.net

 

Bi-direktionaler Umrichter für Energiespeicherung

Bild: AEG
Bild: AEG

hmesse04.04.2016 Der Protect.SC Umrichter, den AEG Power Solutions auf der HannoverMesse am Stand C75 in Halle 27 zeigt, wurde auf der Basis des Protect PV Solarwechselrichters entwickelt. Ein Hauptmerkmal des Umrichters ist das Leistungsteil mit einer im Haus entwickelten Steuer- und Regelungstechnik. Die bi-direktionale Technologie erlaubt einen Vier-Quadranten-Betrieb. Der Umrichter erreicht einen hervorragenden Wirkungsgrad sowohl beim Wechselrichter als auch beim Gleichrichter, vermeldet AEG Power Solutions. Das integrierte Batterie-Monitoring (CIBM) und die Local Management Unit (LMU) bilden das Herzstück des Umrichters. Sie erlauben die Überwachung und den Betrieb des angeschlossenen Batteriecontainers und ermöglicht den autonomen Betrieb des Systems. Die Fernüberwachung des Speicher-Umrichters bei Einbindung in ein Smart Grid erfolgt durch ein Energie Management System (EMS). Die aufgezeichneten Daten des Speicher-Umrichters sind 24/7 verfügbar und von jedem Ort zugänglich.

Halle 27, Stand C75 www.aegps.com

 

Erweiterte Messtechnik-Lösung von Janitza

Bild: Janitza
Bild: Janitza

hmesse04.04.2016 Auf der HannoverMesse präsentiert Janitza den Netzanalysator UMG 96RM-PN mit PROFINET-Schnittstelle sowie die nächste Version der Software GridVis, die unter anderem um die Funktionen Sankeydiagramm (Flussdiagramm) und KPI (Kennzahl) erweitert wurde. GridVis macht nach Auskunft des Anbieters zudem Störungen sichtbar, die separate Systeme nur teilweise oder gar nicht wahrnehmen würden. Mit beliebigen Eskalationsstufen und Logbuchfunktion stehen dem Überwachungsleitstand weitere Tools für eine effiziente Überwachung zur Verfügung. Die beiden Neuheiten erweitern das 3-in-1-Monitoring von Janitza, das auf den Baureihen UMG 512, UMG 96RM-E und UMG 20CM zur Überwachung auf drei Ebenen basiert. Zusammen mit der Software GridVis und dem integrierten Alarmmanagement vereint es Differenzstrommessung (RCM – Residual Current Monitoring), Energiemanagement nach ISO 50001 und Spannungsqualitäts-Überwachung (EN 50160) in einer gemeinsamen Systemumgebung und nur einem Messgerät je Messstelle. Dadurch sind sowohl Montage und Installation als auch die restliche Infrastruktur nur einmal erforderlich. Ferner sind alle Daten zentral in einer Datenbank erfasst und lassen sich mit nur einer Software verarbeiten.

Halle 11, Stand E64. www.janitza.de