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ENERVIE meldet erfolgreiches Geschäftsjahr 2016

11.04.2017 Die ENERVIE – Südwestfalen Energie und Wasser AG, Hagen, hat das Geschäftsjahr 2016 besser als prognostiziert abgeschlossen. „Stabile Beiträge zu einem insgesamt guten Jahresergebnis haben insbesondere die Geschäftsfelder Vertrieb und Netz geleistet. Zudem ist es uns gelungen, wesentliche Meilensteine des Maßnahmenprogramms ‚Zukunft@ENERVIE‘ zum Teil deutlich vor dem Zeitpunkt umzusetzen“, zieht ENERVIE Vorstandssprecher Erik Höhne ein insgesamt positives Fazit. Im Geschäftsjahr 2016 erzielte ENERVIE bei einem leicht gesunkenen Umsatz von rund 809 Mio. Euro ein Ergebnis vor Steuern von 30,2 Mio. Euro. Zur Stärkung der Eigenkapitalbasis im weiter laufenden Restrukturierungsprozess wird der Vorstand der Hauptversammlung vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2016 keine Dividende an die Aktionäre auszuzahlen. Die ENERVIE Gruppe, zu der auch Mark-E, die Stadtwerke Lüdenscheid und ENERVIE Vernetzt gehören, lieferte für die Versorgung der insgesamt rund 500.000 Energie- und Netzkunden sowie Energiehandelspartner in der Region im Jahr 2016 rund 7,0 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom, 4,4 Milliarden kWh Gas, 52 Millionen kWh Wärme und 17,2 Millionen Kubikmeter Trinkwasser. Weitere wesentliche Einflussfaktoren im Geschäftsjahr 2016 waren der Beginn der sequenziellen Stilllegung der konventionellen Erzeugung, umfangreiche Desinvestitionen, ein erfolgreiches erstes Geschäftsjahr der „großen“ Netzgesellschaft und eine Neuausrichtung der Leistungs- und Angebotsstrategie, heißt es seitens der ENERVIE.

www.enervie-gruppe.de

Siemens verbessert Leistungsfähigkeit des vietnamesischen Übertragungsnetzes

11.04.2017 Im Zuge eines Programms zur Sicherstellung der Energieversorgung Vietnams hat Siemens den Auftrag erhalten, die Leistungsfähigkeit des landesweiten Übertragungsnetzes zu verbessern. Auftraggeber ist die staatliche Stromgesellschaft Electricity of Vietnam National Load Dispatch Centre (EVN NLDC). Siemens liefert und installiert Produkte und Systeme zur Erfassung und Auswertung von Fehlersituationen im Netz, zur Sicherstellung der Netzqualität sowie zur Erfassung und Beobachtung dynamischer Netzzustände. Eingebaut wird die Technik in den landesweit verteilten Umspannstationen und in den Netzleitstellen. Dort trägt sie dazu bei, die Ausfallsicherheit des Netzes zu erhöhen, die Übertragungskapazität zu verbessern und den Ausbau neuer primärtechnischer Anlagen zu optimieren. Ziel ist es, die bestehende Netzinfrastruktur besser zu nutzen und zusätzliche Verbraucher anschließen zu können sowie Stromausfälle, die durch Überbeanspruchung entstehen könnten, zu verhindern. Bis Mitte 2018 sollen alle Umspannwerke und Leitstellen mit der neuen Technik ausgerüstet sein und in Betrieb gehen. So werden in 73 Umspannstationen Vietnams Störschreiber der Reihe Siprotec 5 7KE85 zusammen mit der Auswerte-Software Sicam PQS zum Einsatz kommen sowie das Wide-Area-Monitoring-System Siguard PDP in drei regionalen und einer nationalen Netzleitstelle. Diese Störschreiber arbeiten mit einer integrierten Messung von Synchrophasoren zur Überwachung der Netzdynamik und Messung der Netzqualität. Synchrophasoren sind Phasenmesswerte. Dabei werden sowohl die Stärke als auch die Phase von Strom und Spannung gemessen. Die Störschreiber mit umfangreichen Trigger- und Aufzeichnungsfunktionen sind für Mittel-, Hoch- und Höchstspannungsanlagen und für Kraftwerke entwickelt worden. Die Geräte ermöglichen eine ereignisbezogene Auswertung, Analyse und Dokumentation von Vorgängen im Netz wie kritischen Lastfällen, Kurzschlüssen, Leistungsschwankungen oder Pendelungen. Dabei übernimmt die integrierte Auswerte-Software Sicam PQS die Auswertung der Störschriebe, um sich einen schnellen Überblick über die Qualität des Netzes zu verschaffen.

www.siemens.com

Photovoltaik-Wechselrichter mit hochintegriertem Konzept verspricht Kostensenkung

Foto: Fraunhofer ISE
Foto: Fraunhofer ISE

11.04.2017 Wirkungsgrad und Zuverlässigkeit der solaren Stromerzeugung werden wesentlich von den Eigenschaften des Photovoltaik (PV)-Wechselrichters bestimmt. Als zentrales Element einer PV-Anlage wandelt er den von den PV-Modulen erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom für das Netz. Bislang steht bei der Forschung im Bereich leistungselektronischer Wandler meist die Erhöhung der Leistungsdichte durch den Einsatz neuster Halbleitertechnologien und Schaltungstopologien im Fokus. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE haben gemeinsam mit den Partnern die SMA Solar Technology AG, das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM, der Phoenix Contact GmbH & Co. KG untersucht, wie eine neue Generation von PV-Wechselrichtern aussehen kann, die dem Aspekt der Kostenoptimierung Rechnung trägt. Aufbau-, Kühlungs- und Verbindungstechnik wurden dabei als zentrale Stellschrauben identifiziert. Im Projektnamen steckt das Ziel: PV-Pack: Optimierte Kühlungs-, Verbindungs- und Aufbautechnik für effiziente, schnell getaktete und hochintegrierte Photovoltaik-Wechselrichter der Leistungsklasse 10 – 40 kW.

Zentrales Element des hochintegrierten Konzepts ist der sogenannte »Heiße Kern«. Dabei können mehrseitig die auftretenden Verluste der Halbleiter über den Kühlkörper abgeführt werden. Durch die Abkopplung des Kühlkörpers vom Gehäuse konnten die Entwickler das maximale Temperaturniveau um 30 Prozent anheben und in Verbindung mit Sintermaterialien den Materialeinsatz maßgeblich reduzieren. Das Aufbaukonzept beinhaltet unterschiedliche Temperaturzonen, welche sich durch die Art der Kühlung, die maximalen Temperaturen und die IP-Schutzklassen differenzieren. So lassen sich die kühleren Zonen nutzen, um kostengünstige Bauteile mit geringeren Temperaturanforderungen einzusetzen. Auch bei den Leiterkarten ließen sich durch den Einsatz von Standardtechnologien Kosten einsparen. Der zweistufige leistungselektronische Wandler beinhaltet fünf Hochsetzsteller und eine dreiphasige Dreipunkt-Wechselrichter-Topologie. Durch die gezielte Verwendung von Siliciumkarbid-Halbleitern (SiC) und den damit verbundenen höheren Taktfrequenzen gelang es den Forschern, die passiven Elemente erheblich zu verkleinern, wodurch sich zum einen die Leistungsdichte steigern und gleichzeitig auch hier der Materialeinsatz reduzieren ließ. Der maximal gemessene Wirkungsgrad des entwickelten Wechselrichters, einschließlich Eigenverbrauch, beträgt 98,8 Prozent und der europäische Wirkungsgrad des Gesamtgeräts liegt bei 98,3 Prozent. Die Reduktion des Volumens konnte im Wesentlichen auch durch den Einsatz von kleineren mechanischen und elektromechanischen Komponenten erreicht werden. Dadurch wurde ein Gesamtgewicht inklusive Gehäuse von 58,5 kg bei einem Bauraum von 110 Litern erreicht. „Mit 1200 W/kg übersteigt die Leistungsdichte deutlich die von am Markt verfügbaren Geräten“, so Projektleiter Sebastian Franz. Das im Jahre 2014 gestartete Projekt »PV-Pack« hatte eine Laufzeit von drei Jahren und wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund 1,9 Millionen Euro gefördert. Mit dieser Summe unterstützt das BMBF im Rahmen der Hightech-Strategie der Bundesregierung und auf der Grundlage des Programms IKT2020 Forschungs- und Entwicklungsprojekte zur Leistungselektronik am Standort Deutschland.

www.ise.fraunhofer.de

E.ON als Smart-Meter-Gateway-Administrator zertifiziert

10.04.2017 E.ON hat das Zertifikat als Smart-Meter-Gateway-Administrator nach ISO 27001 erhalten. Es bestätigt, dass das Informationssicherheits-Managementsystem von E.ON der technischen Richtlinie 03109-6 des Bundesamtes für Informationssicherheit (BSI) entspricht und die hohen Sicherheitsanforderungen erfüllt, die der Gesetzgeber für die Gateway-Administration vorgibt. Damit kann E.ON Stadtwerken künftig alle IT-Services für die Smart-Meter-Gateway-Administration als Dienstleistung anbieten. „Der Aufbau eines eigenen zertifizierten Systems ist zeit- und kostenaufwendig“, so Paul-Vincent Abs, Geschäftsführer der E.ON Metering GmbH. „An dieser Stelle unterstützen wir die Stadtwerke mit unserem Service.“

www.eon.com

Vodafone und innogy machen Laternen schlau

10.04.2017 Zwei große Infrastruktur-Spieler tun sich zusammen: Auf der CeBIT zeigen Vodafone und innogy die intelligente, digital vernetzte Laterne. Sie sorgt nachts für strahlendes Licht und steckt voller Technologien, die das Stadtleben rund um die Uhr verbessern, bietet Passanten Internetzugang per WLAN und sorgt für mehr Sicherheit. Über die integrierte Notrufsäule lässt sich auf Knopfdruck die Polizei alarmieren und mit der eingebauten Kamera können öffentliche Plätze bei Bedarf überwacht werden. So werden Gefahren früher erkannt. Für ein besseres Klima sorgen eingebaute Sensoren, die ständig Umweltwerte wie etwa den Feinstaubgehalt in der Luft messen. Damit haben Städte jederzeit einen genauen Überblick und können bei zu hohen Werten entsprechende Maßnahmen einleiten. Und dank optional integriertem Display erhalten Bürger und Touristen Informationen zu Kunst und Kultur oder den neuesten Angeboten des Einzelhandels in der Umgebung.

Vodafone und innogy werden gemeinsam den Einsatz, der smarten City-Leuchten („innogized Poles“) und geeignete Geschäftsmodelle ausloten. innogy sorgt im Rahmen der Partnerschaft für die Entwicklung und den Betrieb der Hardware, Vodafone für die Vernetzung und intelligente Kommunikationstechnologie. Erste Piloten sollen in diesem Jahr starten.

www.vodafone.com

Personalisierte mehrsprachige Erklärvideos zur enercity-Rechnung

Foto: Stadwerke Hannover AG/Bilderraum Fotostudio Hannover
Foto: Stadwerke Hannover AG/Bilderraum Fotostudio Hannover

07.04.2017 Als erstes Energiedienstleistungsunternehmen bietet enercity allen Privatkunden einen besonderen Service an: das interaktive Erklärvideo zur individuellen Rechnung. Seit Anfang April 2017 gibt es diese Videos auch in den Sprachen Türkisch, Russisch, Englisch und Polnisch. Der innovative Service wurde in deutscher Sprache bereits zuvor für alle Jahresrechnungen, die ab dem 20. Januar 2017 versendet wurden, eingeführt. In den Rechnungen befindet sich ein Link mit einem persönlichen Code zum Video. Der Clou: In dem Video sind die tatsächlichen Verbrauchsdaten und alle Rechnungsposten enthalten. Wer den Link aufruft, sieht einen fünf- bis achtminütigen Film zur eigenen aktuellen Rechnung. Er erläutert die einzelnen Rechnungsposten und gibt Auskunft über den Verbrauch, die Zusammensetzung der Energiepreise und die zukünftigen Abschläge.

„Die neuen Erklärvideos sind ein weiterer Schritt auf unserem eingeschlagenen Weg der Digitalisierung in der Energiebranche. Rund um die Uhr können wir unseren Kunden mit dem neuen online-Angebot ein optimales Serviceerlebnis zu Fragen rund um deren Rechnung bieten“, sagt enercity-Pressesprecher Carlo Kallen zu dem neuen Online-Angebot. Die Videos werden jeweils zur aktuellen Laufzeit ihres Aufrufs generiert. Die Kunden können das Video mit den im Internet gebräuchlichen Funktionen (zum Beispiel auf YouTube) steuern. Es ist sowohl für die Desktop-Ansicht als auch für die Wiedergabe auf mobilen Endgeräten optimiert. Kunden, deren Wiedergabegerät bereits auf eine der unterstützen Sprachen eingestellt ist, erhalten die Startseite und das Video gleich in dieser Sprache angezeigt.

www.enercity.de

BNetzA legt finales Positionspapier zur Erdkabel-Methodik beim Stromnetzausbau vor

07.04.2017 Die Bundesnetzagentur hat am 7.April 2017 die finale Version eines weiteren Positionspapiers für Stromleitungen in der Gleichstromtechnologie vorgestellt, für die der gesetzliche Erdkabelvorrang gilt. Das Papier wurde mit der Öffentlichkeit im Rahmen einer Methodenkonferenz diskutiert und stand vom 16. Januar bis zum 13. Februar 2017 zur Konsultation. Die Stellungnahmen der Bundes- und Landesbehörden, der Übertragungsnetzbetreiber, Verbände sowie der Bürgerinitiativen sind in die finale Version des Papiers mit eingeflossen.

Das Positionspapier beinhaltet die rechtlichen und methodischen Anforderungen an die Unterlagen zur Planung der großen Stromleitungen, die im Nachgang zu den Antragskonferenzen erstellt werden müssen. Der Gesetzgeber hat sich bei den Gleichstromprojekten klar für einen Erdkabelvorrang ausgesprochen, nur unter engen Voraussetzungen sind ausnahmsweise Freileitungen möglich. Wie diese Ausnahmen untersucht werden, ist Gegenstand des Positionspapiers.

Ebenfalls Bestandteil sind zwei Methodenvorschläge, wie die Belange der Raumordnung und die Belange des Umweltschutzes in der Planung berücksichtigt werden. Auch ein rechtlicher und methodischer Rahmen für den Vergleich von alternativen Leitungsverläufen ist Gegenstand des Papiers. Bereits im letzten Jahr hat sich die Bundesnetzagentur mit den planerischen Anforderungen an die Anträge für Stromleitungen mit Erdkabelvorrang beschäftigt und diese nun für die Unterlagen, welche die Übertragungsnetzbetreiber im weiteren Verfahren nach den Antragskonferenzen einreichen müssen, weiter konkretisiert.

Konsultation des Positionspapiers

Der Entwurf des Positionspapiers wurde zur Konsultation gestellt. Parallel dazu lud die Bundesnetzagentur im Februar zu einer Methodenkonferenz nach Bonn ein. Über 70 Teilnehmer diskutierten das Positionspapier mit Vertretern der Bundesnetzagentur. Das Positionspapier ist auf der Internetseite der Bundesnetzagentur unter www.netzausbau.de/erdkabel-methodik-2017 abrufbar.

www.bundesnetzagentur.de

HannoverMesse Halle 13, Stand C18: RTSoft stellt herstellerunabhängige Netzleittechnik-Software AMIGO vor

07.04.2017 Nach Auskunft des Herstellers können mit der beliebig skalierbaren Netzleittechnik-Software AMIGO (Advanced Microgrid Optimization) einzelne Mikrogrids in Mittel- und Niederspannungsstrukturen bei Bedarf vollkommen automatisch gesteuert und kontinuierlich optimiert werden. Die Applikationsfelder reichen von Ladesäulen für E-Mobility und Liegenschaften mit Fotovoltaik-Anlagen und Blockheizkraftwerken bis hin zu Stadtwerken für Ballungszentren oder großflächige ländliche Regionen.

Im Vergleich zu konventioneller Mittelspannungs-Netzleittechnik bietet AMIGO eine bedarfsgerecht konfigurierbare Logik zur regelbasierten, vollautomatischen Steuerung aller vor Ort zur Verfügung stehenden heterogenen Ressourcen und Verbraucher. Da die Software für die Mikrogrid-Steuerung ganzer Städte konzipiert ist, kann die intelligente Netzleittechnik-Software im deutschen EVU-Sektor auch mehrere Mikrogrids auf Unterstationslevel im Verbund steuern – inklusive Wirk- und Blindleistungsregelung (Volt-VAR Control) sowie FLISR-Funktionen (Fault Location, Isolation and Service Restoration).

Betrieben wird die skalierbare Mikrogrid Management- und Steuerungssoftware AMIGO auf zentralen Servern oder auf dezentralen Controllern im Mikrogrid. Erzeuger, Speicher, unterbrechungsfreie Stromversorgungen, Smart Meter und weitere Mikrogrid-Peripherie bindet der AMIGO Smart SCADA Server über alle üblichen Fernwirkprotokolle wie beispielsweise IEC 61850 und IEC 870-5-1-101/103/104 oder OPC und MODBUS an.

www.rtsoft.de

Steine als Stromspeicher

Foto: Siemens AG
Foto: Siemens AG

07.04.2017 Als heiße Luft lässt sich regenerativ erzeugter Strom in Steinen speichern, die bei Bedarf die Wärme wieder an einen Generator abgeben. Future Energy Solution, kurz FES genannt, heißt eine neue Energiespeicherlösung, die Siemens mit der Technischen Universität Hamburg-Harburg und dem Energieversorger Hamburg Energie im Rahmen des vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Projektes „Future Energy Systems“ entwickelt. Die in Hamburg installierte großtechnische Demonstrationsanlage eines Energiespeichers kann Windstrom über einen Zeitraum von mehreren Stunden bis zu einem Tag speichern.

Die Funktionsweise der Anlage ist einfach: Überschüssige Windenergie wird in Wärme umgewandelt, die in eine mit einem Isoliermantel geschützte Steinschüttung geleitet wird. Dabei erhitzen sich die Steine auf Temperaturen von über 600 Grad Celsius. Besteht Bedarf an der gespeicherten Energie, wird ein Luftstrom über die Steine geleitet und erhitzt, um damit einen Dampfkreis zu betreiben. Somit entsteht erneut Strom. Der einfache Aufbau mit Natursteinen ist kostengünstig und macht den Wärmespeicher zu einer äußerst wirtschaftlichen Lösung. Nach Einschätzung von Siemens könnte sich die Technologie zu einer idealen Ergänzung bereits bestehender Speichertechnologien für die Energiewende entwickeln.

www.siemens.com

BBH startet Zusammenarbeit mit Versicherungsmakler Aon Risk Solutions

06.04.2017 Die Energierechtskanzlei Becker Büttner Held (BBH) hat zusammen mit dem Versicherungsmakler Aon Risk Solutions ein Konzept entwickelt, das es kommunalen Energieversorgern erlaubt, ihre finanziellen Risiken für den Fall eines Forderungsausfalls oder einer Inanspruchnahme aus einer Insolvenzanfechtung zu senken. In dem durch BBH begleiteten Risikomanagementprozess werden Unternehmen und deren Abläufe so strukturiert, dass Forderungsausfälle oder Rückforderungen aus Insolvenzanfechtungen wirksam auf einen Versicherer ausgelagert werden können.

Dass Stadtwerke nicht nur regelmäßig mit ausstehenden Zahlungen aus Energielieferverhältnissen zu kämpfen haben, sondern auch ein erhöhtes Insolvenzanfechtungsrisiko besteht, zeigen die Fälle Teldafax und Flexstrom. Hier haben die jeweiligen Insolvenzverwalter in großem Umfang die Rückzahlung von Netznutzungsentgelten gefordert und versucht, die Anfechtungsansprüche gerichtlich durchzusetzen. Allein BBH vertritt in den Teldafax- und Flexstrom-Verfahren über 200 Netzbetreiber. In solchen Insolvenzverfahren summieren sich die Rückforderungsansprüche schnell auf einen sechs- bis siebenstelligen Betrag. Angesichts dessen kann es für Versorger und Netzbetreiber sinnvoll sein, derartige finanzielle Risiken im Vorfeld zu qualifizieren und auf einen Versicherer auszulagern. Die Rolle von BBH in dem modularen Beratungsprozess besteht darin, kommunale Unternehmen versicherbar zu machen respektive versichert zu halten. Bei der Kreditausfallversicherung gibt es strenge Kriterien, die Stadtwerke in der Regel nicht ohne Weiteres erfüllen können. So wird etwa vorausgesetzt, dass nach 14 Tagen Zahlungsverzug gemahnt wird. „Wir analysieren jedes Unternehmen individuell und führen ein detailliertes Risikomanagement durch. Damit schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass die Auslagerung der Risiken auf einen Versicherer möglich wird“, erläutert der BBH-Partner Oliver Eifertinger, der die Kooperation auf den Weg gebracht hat.

„Mit Aon als Marktführer in diesem Bereich haben wir einen erfahrenen und starken Partner an unserer Seite für maßgeschneiderte Absicherungsmodelle. Kommunale Unternehmen haben nun die Chance, von diesen Modellen zu profitieren“, so Eifertinger.

www.bbh-online.de