E.ON investiert in Flugwindenergie

20.04.2017 E.ON wird in die Entwicklung, den Bau und den Betrieb einer Demonstrationsfläche für Flugwindenergie im Bezirk Mayo in Irland investieren. Gleichzeitig hat E.ON einen Kooperationsvertrag mit dem Anlagenentwickler Ampyx Power aus den Niederlanden als Erstnutzer des entstehenden Teststandorts geschlossen.

Bei der Flugwindenergietechnik wird Windenergie über einen festen Flügel oder ein festes Segel nutzbar gemacht– sie ist mit Drachensteigen in Höhen von bis zu 450 Metern vergleichbar. Diese neuartige Technologie hat nach Einschätzung von E.ON das Potenzial, den gesamten globalen Markt für die Offshore-Windenergieerzeugung zu verändern, denn Flugwindanlagen sind günstiger in der Herstellung und leichter zu warten als herkömmliche Windturbinen. Noch dazu können sie leichter in den tiefen Gewässern vor Portugal, Japan und den USA eingerichtet werden. Natürlich lässt sich Flugwindenergie auch an Land nutzen.

Die Entwicklung eines Teststandorts erlaubt es E.ON, eng mit den führenden Technologieentwicklern zusammenarbeiten und einen Beitrag zu leisten, dass fliegende Kraftwerke reif für den Energiemarkt werden können. Das Projekt eröffnet darüber hinaus eine Plattform für die Kooperation mit Forschungs- und Regierungseinrichtungen.

Die Investition in einen Teststandort und die damit verbundene Zusammenarbeit mit Ampyx Power ist das zweite große Engagement von E.ON auf dem Feld der Flugwindenergie. Bereits 2016 hatte sich E.ON am schottischen Start-up Kite Power Systems (KPS) beteiligt. „Flugwindenergie kann einen Beitrag leisten, die Kosten für erneuerbare Energie deutlich zu senken. Wir möchten die Technologie nicht nur gegenüber herkömmlicher Windenergie wettbewerbsfähig machen, sondern auch mit Behörden und Gesetzgebern zusammenarbeiten, um diese Systeme auf den Markt zu bringen und sie letztendlich ausschreibungsfähig zu machen“, erklärt Anja-Isabel Dotzenrath, CEO von E.ON Climate & Renewables.

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