Halle 3

Die Eingangshalle der E-world ist traditionell die Bühne der Big Player: innogy, RWE, Uniper, E.ON und Vattenfall zeigen hier, wie sich die Versorger für die neuen Herausforderungen der Branche rüsten. Doch auch die Stadtwerke selbst zeigen als Dienstleister Flagge, so etwa die Kölner Rheinenergie, die Stadtwerke Schwäbisch Hall und Trianel. Auch 2017 präsentieren sich in Halle 3 wieder zahlreiche Softwareanbieter, darunter natürlich die Branchengrößen Microsoft und SAP mit ihren Partnern sowie Schleupen und PSI. Speziell mit Blick auf die aktuellen Herausforderungen – Smart Meter Rollout und ISMS – lohnt sich auch ein Besuch bei Unternehmen wie GISA, Robotron, rku. it oder Wilken. Integrierte Systeme für das intelligente Messwesen und die Datenkommunikation findet hier man zum Beispiel bei Landis&Gyr, der NZR sowie bei PPC und den SAGEMCOM-Töchtern Dr. Neuhaus und Fröschl. Die IDS-Gruppe, die SAG, Siemens und ABB haben darüber hinaus spannende Innovationen für den intelligenten Netzbetrieb im Messegepäck.

 

Bittner+Krull
Workforce Management (WFM)-Prozesse für die Energiewirtschaft
Halle 3, Stand 424

Beim Messeauftritt von Bittner+Krull dreht sich alles um die Argos- Branchenlösung, mit der die Münchner performante Workforce Management (WFM)-Prozesse in der Energiewirtschaft etablieren wollen. Ein besonderes Augenmerk des Systemhauses liegt auf dem möglichst kosteneffizienten Rollout intelligenter Messsysteme mit und ohne Gateway insbesondere im SAP-Umfeld. Dabei fokussieren sich die Bayern auf ihre Kernkompetenzen in den Montage-Prozessen. Mit der durchgängigen Lösung für den Rollout sollen Anwender besonders die FNN-Prozesse „Installation“, „Wechselprozesse“ und „Deinstallation“ fest im Griff haben. Argos beinhaltet laut Unternehmen eine nahtlose Prozessintegration in SAP, die Web-Fähigkeit der Applikationen für den Innen- und Außendienst, die weitreichenden Automatisierungskomponenten innerhalb der einzelnen Arbeitsschritte, Kommunikation mit dem Endkunden und die Einbindung von Fremddienstleistern. Mit einem Standardsystembaustein für die Integration der Montageprozesse in SAP IS-U/ IM4G will Bittner+Krull zudem das Beste aus der ERP-Welt und den Argos- Funktionalitäten für die Arbeitsorganisation und die Auftragsbearbeitung im Feld im Sinne leistungsstarker WFM-Prozesse zusammen zuführen. www.bittner-krull.de

 

Compello
Kommunikationsmodul für den standardisierten Nachrichtenaustausch
Halle 3, Stand 272

Kernthema am Messestand des Münchner Softwareanbieters Compello ist dieses Jahr das neu entwickelte AS4-Kommunikationsmodul für den standardisierten Nachrichtenaustausch AS4 (Application Statement 4). Das Modul entspricht den ENTSOG-Vorgaben des Verbandes Europäischer Fernleitungsnetzbetreiber für Gas und ist laut Unternehmen bereits als Stand-Alone- Lösung bei mehreren Kunden im Einsatz. Sowohl für das AS4-Gateway als auch für die Marktkommunikationsplattform EDI Com ist eine entsprechende Erweiterung für den Bereich Strom über den ENTSOG-AS4-Standard hinaus jederzeit möglich.

Bild: compello
Bild: compello

Das neue Kommunikationsmodul für ein- und ausgehende Nachrichten ist derzeit in Italien im Einsatz, wo die AS4-Kommunikation ab 1. April 2017 – parallel zur bestehenden EU-Verordnung – erstmals auch auf Länderebene verpflichtend wird. Darüber hinaus bietet Compello speziell für Energieversorgungsunternehmen (EVU) mit Etablierungsabsichten jenseits des deutschen Marktes Informationen über länderspezifische Formate, Fristen, Kommunikationswege, Autorisierungen und Zertifizierungen, die beachtet werden müssen. Derzeit deckt Compello die Länder Italien, Frankreich, Spanien, Schweden, Norwegen, Finnland, Belgien, die Niederlande, Luxemburg, Österreich, Schweiz und Großbritannien ab. www.compello.de

 

cronos
Umsetzungsszenarien für SAP Hybris-Produkte
Halle 3, Stand 322

Am Stand der cronos Unternehmensberatung geht es dieses Jahr um die Auswirkungen des Messstellenbetriebsgesetzes und die notwendigen Prozessanpassungen. Daher liegt der Fokus auf den Einsatzmöglichkeiten, dem Funktionsumfang und Mehrwert von Hybris C4C, IM4G und BPEM im Tagesgeschäft der Energieversorgung. Dazu präsentiert das Unternehmen konkrete Umsetzungsszenarien. Sowohl am SAP-Gemeinschaftsstand in Halle 3 als auch bei den Workshops, die an allen drei Messetagen im Congress Center West angeboten werden, demonstriert cronos den Einsatz verschiedener Bausteine des SAP-Portfolios direkt am Kundenbeispiel. So berichtet das Unternehmen von Erfahrungen im Zuge der Implementierung von SAP Hybris-Produkten wie Cloud for Customer (C4C) am Beispiel der MVV EnergySolutions GmbH oder Hybris Marketing und präsentiert die optimierte Klärfallbearbeitung durch Business Process Exception Management (BPEM). Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den von cronos zusammengestellten Beratungspaketen zur Einführung von SAP Intelligent Metering for German Utilities (IM4G). www.cronos.de

 

caterva
Energiespeicher für klimafreundlichen Strom
Halle 3, Stand 211

Caterva, Spin-off der Siemens AG, präsentiert auch dieses Jahr wieder seine „Caterva-Sonnen”. Die multifunktionalen, vernetzten Stromspeicher sollen es Versorgern ermöglichen, Endkunden mit einem Eigenheim eine Photovoltaik-Mietlösung anzubieten, die den Haushalt zu 100 Prozent mit Sonnenstrom versorgt. In Kombination mit einer PV-Anlage eignen sich die Speicher auch für den Betrieb einer Wärmepumpe und das Laden eines Elektroautos. Da die Caterva-Sonnen auch Primärregelleistung liefern, können Privatkunden wie Versorger gleichermaßen profi tieren: Während der Kunde kostengünstigen Strom erhält, erzielt der Versorger Einnahmen aus der Vermietung oder einer Strom-Flatrate sowie zusätzlich Erlöse aus Netzdienstleistungen. www.caterva.de

 

MeteoGroup
Wetter-Portal für den Energiehandel
Halle 3, Stand 121

Die MeteoGroup stellt das neue Wetterportal TradingMaster für den Energiehandel vor, das Nutzer bei der Abschätzung ihres Risikoprofils unterstützen soll. Das Portal bietet Kurz- und Mittelfristprognosen, die auf Modelldaten von ECMWF, GFS und UKMO basieren. Zudem beinhaltet TradingMaster Daten eines eigenen Multi-Model- MOS und eines eigenen Wetterstationsnetzes. Neben den circa 17.000 Wetterstationen der nationalen Wetterdienste gewährt das MeteoGroup-Messnetz zudem exklusiven Zugriff auf die Daten der über 900 hauseigenen Wetterstationen in Mitteleuropa.

Bild: meteogroup
Bild: MeteoGroup

Das Messnetz soll die Grundlage für hochpräzise Wettervorhersagen für Gas- und Stromnetze sowie für Solar- und Windkraftanlagen bilden. Über das Online-Portal TradingMaster können Nutzer Leistungsprognosen für Wind- und Solarenergie für alle Länder Europas abrufen. Anhand von Ensembles lassen sich Aussagen zu Eintrittswahrscheinlichkeiten von Wetterereignissen abschätzen. Clusteranalysen und Angaben von Konfidenzintervallen können bei der Einschätzung der Wahrscheinlichkeit unterschiedlicher Wetterereignisse unterstützen. Darüber hinaus bietet TradingMaster Zugriff auf den Windenergie-Index NAREX WIDE. Dieses Finanzinstrument unterstützt Unternehmen dabei sich gegen Risiken abzusichern, die mit den Schwankungen der Windenergieproduktion in Deutschland verbunden sind. MeteoGroup berechnet den Index täglich und bietet darüber hinaus Vorhersage- und Analyseprodukte an. www.meteogroup.com

 

Sagemcom Dr. Neuhaus und Sagemcom Fröschl
Sichere Smart Metering- und Smart Grid-Architektur
Halle 3, Stand 444

„Zum Abschluss des letzten Jahres hat der TÜF Süd uns, Sagemcom Dr. Neuhaus und Sagemcom Fröschl, für das standardisierte Informations- und Sicherheitsmanagement ausgezeichnet. Seit dem 22.12.2016 sind die Unternehmen nun an allen 3 Standorten (Hamburg, Rostock, Walderbach) ISO 27001 zertifiziert. Neben der BSI Zertifizierung unserer Gateways und unserer Produktion ist dies ein weiterer Meilenstein für eine sichere und verlässliche Smart Metering und Smart Grid Architektur, von der unsere Kunden und Partner profitieren”, erläutert Andre Karnatz, Leiter Administration und IT. In diesem Sinne haben die beiden Unternehmen das Thema Sicherheit zum Leitmotiv ihres Messeauftritts gemacht. Unter dem Motto „Sicher Messen, Schalten und Kommunizieren“ stellen sie das SMARTY iQ Gateway und die SMARTY IO Schaltbox vor, im Software- Segment präsentieren sich die Fröschl ADMIN SW, die ZFA und die Erweiterungen für EMTs als Lösungen für sicheres Managen der Daten und Prozesse.

Ein weiteres spannendes Thema kommt aus dem Umfeld des Mutterkonzerns Sagemcom, einem Gründungsmitglied der LoRa Alliance (www.lora-alliance. org), einem Zusammenschluss, der Technologien und Standards für das Internet der Dinge entwickelt. Sagemcom rüstet bereits einige große Netzwerke mit Sensoren und LoRa Netzwerklösungen aus. Am Stand der Tochterunternehmen gibt es erste Einblicke in diese Technologie und die kleinen Sensoren, die speziell im Bereich Smart Home vielversprechende Ansätze bieten. www.neuhaus.de

 

IfE
Backoffice-Dienstleistungen für Stadtwerke und regionale Versorger
Halle 3, Stand 130

Die Backoffice-Dienstleistungen für Stadtwerke und regionale Versorgungsunternehmen in den Sparten Strom, Gas, Wasser und Fernwärme sind Thema am Stand der IfE-Ingenieurbüro für Energiewirtschaft Dr.- Ing. Dirk Schramm GmbH. IfE bietet Dienstleistungen an, die Netzbetreiber bei Aufgaben wie Kostenprüfung Strom, Kapitalkostenabgleich Gas, Netzkosten-Controlling, Kalkulation der vermiedenen Netznutzungsentgelte, Messpreiskalkulation und Regulierungsmanagement unterstützen sollen. Zudem fördert das Unternehmen mit dem Zertifikatslehrgang „Regulierungsmanager/in (FH)” an der Hochschule Schmalkalden die Aus- und Fortbildung von Stadtwerke-Mitarbeitern im Bereich der Regulierungsprozesse. Entwickelt wurde der Lehrgang, der zum Wintersemester 2016 gestartet ist, gemeinsam mit dem Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e. V.. Darüber hinaus berät IfE Stadtwerke und Regionale Versorger bei Themen wie revolvierende Deckungsbeitragsrechnung, Kundenbindung durch Energieeffizienz und Steuerung des Energieberatungsprozesses. www.ifegmbh.de

 

Landis+Gyr
Neue Gateway-Konzepte für den Rollout
Halle 3, Stand 218

Im Mittelpunkt der Messepräsenz von Smart Metering-Anbieter Landis+Gyr steht das Smart Meter Gateway S560, das laut Unternehmen einen besonders wirtschaftlichen Rollout ermöglichen soll. Das Smart Meter-Gateway S 560 verfügt neben den gesetzlich geforderten Features über eine Reihe von Zusatzfunktionen. Unter anderem verspricht Hersteller Landis+Gyr seinen Kunden eine verkürzte Installations- und abrechnungslose Zeit bei Spannungsausfällen durch schnelle Start-up-Zeiten, sowie ein integriertes Einspeise- und Lastmanagement ohne Zusatz-Modul durch vier Schaltausgänge. Da die Gateways ein LTE-Modem enthalten, auch rückwärts kompatibel sind und die 3G- und 2G-Technologien unterstützen, sind sie zudem für den Einsatz in allen Netzgebieten geeignet.

Für die im Rollout benötigten Zähler bietet Landis+Gyr ein Produktkonzept, mit dem Energieversorger den in Deutschland mit zwei verschiedenen Zählerarten geforderten Rollout besonders effizient umsetzten können. Basiszähler und moderne Messeinrichtung werden dabei so konzipiert, dass Schnittstellen, Design und Hardware nahezu identisch sind. Der Vorteil für Energieversorger ist, dass sie alle Zähler über die gleichen Kommunikationswege ansteuern können. Gleichzeitig reduziert die einheitliche Bauweise laut Hersteller das Sortiment an Ersatzteilen und damit Kosten und Aufwand der Lagerhaltung. Energieversorger können den in Deutschland mit zwei verschiedenen Zählerarten geforderten Rollout auf diese Weise besonders effizient umsetzen.

Die für den Einsatz beim Rollout erforderlichen Smart Meter-Gateway-Zertifizierungen durch die Physikalisch Technische Bundesanstalt (PTB) und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) werden für das zweite Quartal 2017 erwartet. Mit der Gridstream SW-Suite stellt Landis+Gyr eine Lösung vor, mit der sich die vom Smart Meter gesammelten Daten effizient auswerten lassen. Außerdem präsentiert das Unternehmen auf der Messe erstmals ein modulares Smart-Grid-Lösungspaket zur Überwachung und Kontrolle von Mittel- und Niederspannungs-Verteilnetzen, mit dem es Netzbetreibern möglich sein soll, die Kosten eines Netzausbaus zu reduzieren. Kernelement der Lösung ist das Kommunikationsgateway „SmartCOM RTU“, das eine Anbindung von verschiedenen Mess- und Steuergeräten an Steuer- und Kontrollsysteme wie SCADA-, AMI- und PQ-Systeme ermöglicht. Laut Unternehmen lässt sich die modulare-Lösung in bestehende Umgebungen integrieren und über integrierte Webservices mit Hilfe eines Web-Browsers bedienen und konfigurieren. www.landisgyr.com

 

SAG
SPIE übernimmt SAG
Halle 3, Stand 107

Der französische Konzern SPIE, europaweit tätig als technischer Dienstleistungen in den Bereichen Energie und Kommunikation, hat am 23. Dezember 2016 eine Vereinbarung zur Übernahme der SAG Group („SAG”) von der Private Equity-Gesellschaft EQT unterzeichnet. Gauthier Louette, Chairman und CEO von SPIE, erklärte anlässlich der Akquisition: „Wir begrüßen die SAG herzlich im SPIE-Konzern. SAG ist ein hoch angesehenes Unternehmen, das sich wie SPIE über ein Jahrhundert lang auf qualitativ hochwertigen Service, operative Exzellenz, Arbeitssicherheit und Finanzdisziplin konzentriert hat. Wir kennen SAG schon lange: Das Unternehmen passt gut zu unserem Geschäftsmodell und zu unserer Unternehmenskultur. Diese Akquisition ist eine einmalige Gelegenheit, unsere Fähigkeiten im Bereich der Energieinfrastrukturdienstleistungen erheblich auszubauen und eine führende Position in Deutschland und Osteuropa zu übernehmen.” Jürgen Vinkenfl ügel, CEO der SAG Gruppe, fügt hinzu: „Die Übernahme der SAG durch SPIE stellt für uns eine einzigartige Möglichkeit dar, unser Unternehmen weiter zu entwickeln. SPIE hat eine klare Deutschland- und Osteuropastrategie, die ausgezeichnet zu uns passt. Die Unternehmenskulturen und das Dienstleistungsspektrum ergänzen sich ideal.” www.sag.eu

 

IDS-Gruppe
Netz- und Messstellenbetrieb verbunden
Halle 3, Stand 414

Seit über 40 Jahren liefert die IDS GmbH Stadtwerken und Energieversorgern Lösungen und Produkte für den Netzbetrieb. Zum Portfolio gehören beispielweise Netzleitsystem, Automatisierungsund Fernwirktechnik, Schutztechnik sowie eine Softwarelösung für Entstörung und Instandhaltung. Für den Messstellenbetrieb bietet die GÖRLITZ AG Produkte für den sicheren Empfang von Energiedaten aus klassischen RLM-Messstellen und intelligenten Messsystemen. Auf der Messe präsentiert die IDS-Gruppe neue Lösungen, die diese Bereiche miteinander verbinden und damit langfristig die Nutzung einer gemeinsamen ITK-Infrastruktur ermöglichen.

Gateway-Administrator (GWA) und Meter Data Management (MDM)

Mit IDSpecto. verfügt GÖRLITZ über ein nach den Regeln des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) entwickeltes Produkt für die Gateway-Administration. Smart Meter-Gateways verschiedener Hersteller lassen sich damit nach standardisierten Prozessen konfigurieren und überwachen. Das MDM-System IDSpecto.DAYOS verarbeitet die empfangenen Daten, überprüft sie auf Vollständigkeit, plausibilisiert und bildet ggf. formelbasierte Ersatzwerte. Automatisierte Prozesse und die intuitive Benutzerführung erleichtern die Arbeit. Im Bereich der Datenweiterleitung bietet DAYOS eine Vielzahl von Schnittstellen, die die aufbereiteten Daten den unterschiedlichsten Anwendungen und Nutzern auf dem Energiemarkt zur Verfügung stellen.

Steuerbox und CLS-Management

Die Steuerbox ist mehr als nur der Ersatz eines klassischen Rundsteuerempfängers und ermöglicht ein netzdienliches Einspeiseund Lastmanagement für dezentrale Erzeuger (wie etwa PV, BHKW) und Verbraucher (Speicherheizungen, Kühlaggregate, Power to Gas etc.). Eine erweiterte Steuerbox präsentiert die IDS erstmals auf der E-world: die ACOS 730. Sie ist für größere Erzeugungsanlagen geeignet; aber auch als Fernwirkgerät für kleine, fernwirktechnische Anwendungen wie zum Beispiel für intelligente Ortsnetzstationen oder Straßenbeleuchtungen.

Für die Konfiguration und das Auslösen von Steuerbefehlen in einer Steuerbox wird es zusätzlich ein CLS-Management-System geben. Hauptsächlich wird es die Eingangsschnittstelle verschiedener Services für den energiewirtschaftlichen Markt sein, zudem ermöglicht es der Netzleitstelle, über das SMGW mit der Steuerbox zu kommunizieren.

Bei der Nutzung all dieser Komponenten in einer gemeinsamen ITK-Infrastruktur ergeben sich künftig erhebliche Synergieeffekte. Auch hierfür hat die IDS-Gruppe bereits Lösungen vorbereitet. www.ids.de

 

Stadtwerke Schwäbisch Hall
Vielfältige „Ballkontakte“ bei den Stadtwerken Schwäbisch Hall
Halle 3, Stand 226

Die Stadtwerke Schwäbisch Hall GmbH präsentieren sich gemeinsam mit dem verbundenen Unternehmen Somentec Software GmbH als Allround-Dienstleister für die Energiewirtschaft. Unter der Dachmarke SHERPA-X sind zahlreiche Produkte und Services gebündelt, die es Stadtwerken, Netzbetreibern, Contractoren oder Wohnungsgesellschaften ermöglichen wollen, vielfältige Geschäftsprozesse flexibel und hocheffizient zu bewältigen – sei es in Eigenregie und/oder per Outsourcing. „Bleiben Sie am roten Ball!“, lautet das Motto des Messeauftritts. Die Bälle symbolisieren Themen wie Smart Metering, Heizkostenabrechnung und Mieterstrom, die 2017 besonders in den Fokus rücken. Wie immer wollen die Stadtwerke Schwäbisch Hall und Somentec ihre Leitidee in Essen spektakulär in Szene setzen.

Angesichts des bevorstehenden Rollouts intelligenter Messsysteme hat die Präsentation des Dienstleistungspakets für das Smart Metering hohe Priorität. Die Schwäbisch Haller besetzen das Thema in Kooperation mit der Südwestdeutschen Stromhandels GmbH und sind hier für die technisch-operativen Themen zuständig, beispielsweise die Gateway-Administration und das Meter Data Management. Vor allem kleine und mittelgroße Stadtwerke sind zur Zusammenarbeit im Netzwerk eingeladen. Ziele des Kooperationsansatzes sind ein wirtschaftlicher Rollout durch Skalierungseffekte und der Erhalt der Eigenständigkeit der Stadtwerke.

Zukunftspotential bei Heizkosten- und Mieterstromabrechnung

Neu im SHERPA-X-Portfolio sind die Services im Bereich Heizkosten- und Mieterstromabrechnung. Ronald Pfitzer, Geschäftsführer der Stadtwerke Schwäbisch Hall, sieht darin Betätigungsfelder, „die zwar noch am Rand liegen, doch für die Kundenbindung der Stadtwerke immer wichtiger werden können.“ In der Wohnungswirtschaft gibt es den Trend, die heute weit überwiegend an Messdienstleister ausgelagerte Heizkostenabrechnung wieder in die eigene Prozesswelt einzugliedern. Hierbei steuert SHERPA-X flexible Lösungen bei, die von der Bereitstellung der bewährten Software XAP.heizkosten der Somentec, über die Abrechnung als Dienstleistung bis zur Unterstützung und Beratung bei der Umsetzung im Stadtwerk reichen. Was die Heizkosten- und Mieterstromabrechnung zusätzlich interessant macht, sind die thematische Nähe zum Smart Metering und das Potential für kombinierte Produkte und Dienstleistungen.

Bei XAP. steht Serviceorientierung im Fokus

Bei der Weiterentwicklung der Branchenlösung XAP., Basissystem für viele SHERPA- X-Services, stehen laut Somentec-Geschäftsführer Olaf Polak „Abrundungen und Erweiterungen für eine serviceorientierte Nutzung im Fokus“. Im Smart Metering-Umfeld sind damit etwa die Einrichtung eines Mandanten für den Messstellenbetrieb und die Anpassung der Marktkommunikation gemäß Interimsmodell gemeint. Dies betrifft aber auch beispielsweise die Unterstützung der ZUGFeRD-Prozesse und Erweiterungen in XAP.portal. Die Portallösung eröffnet Energie- und Wasserversorgern die Chance, unkompliziert Self-Services für Kunden zu realisieren – und zwar unabhängig davon, welches Billing- oder ERP-System installiert ist. „Unsere Produkt- und Servicepalette unterstützt auf breiter Front das übergeordnete Zukunftsziel Digitalisierung der Energiewirtschaft“, resümiert Ronald Pfitzer. „Mit SHERPA-X machen wir unsere Kunden fit für Herausforderungen und Geschäftsmodelle der Zukunft. Bleiben Sie mit uns am Ball!“ www.sherpa-x.de

 

NRW
200 Projekte zum Klimaschutz
Halle 3, Stand 370

Auf dem Stand des nordrhein-westfälischen Klimaschutz- und Umweltministeriums stellt die EnergieAgentur.NRW mit den Clustern EnergieRegion.NRW und EnergieForschung.NRW ihr Portfolio von 200 Projekten vor. Die smartlab, ein Unternehmen der Stadtwerke Aachen, Duisburg und Osnabrück, entwickelt Dienstleistungen, Produkte und Konzepte für Elektromobilität mit Fokus auf die Vernetzung von Ladeinfrastruktur. Schlüsselfertige Energiespeicher zur kurzfristigen Bereitstellung oder Aufnahme von hohen Leistungen auf Basis der Schwungrad-Technologie präsentiert die Jülicher STORNETIC GmbH. Zur Finanzierung von Energie- und Klimaschutzprojekten berät die Düsseldorfer NRW.BANK. Services für die sichere Vernetzung von aktiven Komponenten, wie etwa intelligente Stromzählern bietet die Deutsche Telekom Technischer Service GmbH (DTTS). Des Weiteren bietet die DTTS bundesweiten Service für intelligente Ladesysteme zur E-Mobilität.

Die Entwicklung eines fossil basierten Kraftwerks sowie eines solarthermischen Turmkraftwerks steht bei der Präsentation des Rhein Ruhr Power e.V. im Fokus. Mit „logarithmo“ stellt die TU Dortmund einen cloudbasierten „App-Store für Verfahren aus der Forschung“ vor, über den Anwender in Unternehmen moderne Verfahren aus der Forschung, wie Datenanalysen für Smart Metering, Optimierungen, Prognoseverfahren, Simulationen und Big-Data-Lösungen, nutzen können. Darüber hinaus stellt das ie³ der TU Dortmund sein Smart Grid Technology Lab vor, in dem Elektrofahrzeuge, Speicher, regenerative Erzeugungsanlagen oder Technologien zur Sektorenkopplung und deren Auswirkungen in echten und realitätsnahen Netzen untersucht werden. Darüber hinaus veranstaltet die EnergieAgentur.NRW mit den Clustern EnergieRegion.NRW und EnergieForschung.NRW ihren 21. Fachkongress Zukunftsenergien. www.energieagentur.nrw

 

GISA
Umsetzung des IT-Sicherheitskatalogs und Gateway Administration Strom
Halle 3, Stand 348

Im IT-Sicherheitskatalog der Bundesnetzagentur ist festgelegt, dass die Betreiber von Strom- und Gasnetzen bis 31. Januar 2018 ein zertifi ziertes Information Security Management System (ISMS) nachweisen müssen. Die Anforderungen an die Implementierung eines ISMS sind hoch. Unter anderem muss eine unabhängige Zertifi zierung nachgewiesen werden. Viele Stadtwerke erkennen derzeit das Problem, dass die Umsetzung zeitaufwendig und anspruchsvoll ist. Hinzu kommt der Zeitdruck durch den Gesetzgeber. Der IT-Dienstleister GISA baut seine Kompetenz zur Beratung von EVUs auf dem Weg zu einem zertifi zierten ISMS weiter aus. Das Unternehmen hat jetzt zwei Mitarbeiter als Auditoren nach den Anforderungen des IT-Sicherheitskatalogs gemäß §11 Absatz 1a EnWG der Bundesnetzagentur ausbilden und zertifi zieren lassen. Damit steht EVUs ein Kompetenzteam zur Verfügung, das sie von der Erstberatung bis zur Zertifizierung ihres ISMS kompetent begleitet. Um Zeitaufwand und Kosten für ein ISMS abzuschätzen, bietet GISA EVUs als Einstieg einen unverbindlichen Quick Check in Form eines halbtägigen Workshops.

Viele Netzgesellschaften sind derzeit auch mit Blick auf die Umsetzung des Smart Meter Roll Out mit Fragen der Datensicherheit befasst. Den EVUs kommt unter anderem die Aufgabe zu, ihre Fachprozesse als Smart Meter Gateway-Administrator (SMGWA) zertifi zieren zu lassen. Für die Umsetzung der SMGWA bietet GISA ein bereits nach ISO 27001 und TR3109-6 zertifi ziertes Multimandantensystem sowie die Begleitung für die Zertifi zierung der GWA-Fachprozesse des Messstellenbetreibers. Der Hallesche IT-Dienstleister unterstützt bereits die innogy Metering, die Syna und die VOLTARIS bei der Bereitstellung eines zertifi zierten Systems für die SMGWA. www.gisa.de

 

rku.it
Beratungs- und IT Dienste für wettbewerbliche Messstellenbetreiber
Halle 3, Stand 358

IT Service-Provider rku.it stellt gemeinsam mit der evu zählwerk Abrechnungs- und Servicegesellschaft mbH sein Dienstleistungsangebot zu den Themen Digitalisierung, Cloud-Services, Smart Metering und die neue Marktrolle der wettbewerblichen Messstellenbetreiber vor. rku.it bietet in seinen Rechenzentren IT-Dienste vom Hosting bis zum selektiven oder kompletten Outsourcing an. Die Managed IT Services sollen unter anderem eine sichere IT-Infrastruktur für künftige Cloud-Anwendungen unterstützen.

Das Unternehmen betreibt für seine Kunden bereits 850 Windows-Server und mehr als 190 SAP-Systeme. Darüber hinaus bietet rku.it für Verteilnetz- und Messstellenbetreiber sowie Lieferanten verschiedene Lösungen zu allen Prozessen des Smart Meter Gateway Administrators (SMGWA). Das Angebot beinhaltet energiewirtschaftliche Mehrwertdienstleistungen für Lieferanten und Verteilnetzbetreiber in Zusammenarbeit mit der Trianel GmbH, die Standardsoftware für den SMGWA aus der „rku.it PrivateCloud“, sowie Full Service, also eine komplette Übernahme der SMGWA-Prozesse einschließlich der Abrechnung des Messstellenbetriebs, gemeinsam mit evu. Für Energieversorger bietet rku.it Unterstützung bei Entwicklung und Umsetzung für den Entwicklungsprozess zum wettbewerblichen Messstellenbetreiber an.

Basis ist unter anderem SAP IM4G als Backend-Lösung zur Abbildung der Smart-Metering-Prozesse im SAP IS-U. Außerdem hat rku.it ein neues Angebot zur Prozessberatung etabliert, bei dem es um die Entwicklung einer digitalen Strategie geht. Das Angebot beinhaltet einen Impuls-Workshop und Einzelinterviews, die Identifizierung der Handlungsfelder sowie die Entwicklung einer „Digitalen Roadmap“. www.rku-it.de