Wiederverwertet

Der größte 2nd-Use- Batteriespeicher der Welt geht ans Netz.

Nach knapp einjähriger Bauphase stand das 13 MWh-Projekt im September vor der Vollendung: Im westfälischen Lünen werden insgesamt 1.000 Batteriesysteme aus smart fortwo electric drive Fahrzeugen der zweiten Generation zu einem stationären Batteriespeicher gebündelt. Die ersten Systemstränge sind bereits am Netz. Noch in diesem Jahr soll der 13 MWh-Speicher seine volle Kapazität in den Dienst des deutschen Energiemarktes stellen. Nach Zuschlag in den wöchentlichen Auktionen der Netzbetreiber für Primärregelleistung erfolgt die Speicherung und Einspeisung der jeweiligen Leistung vollautomatisch.

Bild: Daimler AG
Bild: Daimler AG

Partner im Joint-Venture sind Daimler, The Mobility House und GETEC, die mit dem 2nd- Use-Speicher einen neuen Weg für den effizienten Umgang mit energetischen und stofflichen Ressourcen beschreiten wollen. Denn der Lebenszyklus einer Plug-in oder E-Fahrzeug- Batterie endet nicht nach dem Automobilbetrieb. Auch nach der vom Hersteller garantierten Betriebszeit sind die Systeme im stationären Betrieb noch voll einsatzfähig – geringe Kapazitätsverluste spielen hier nach Angaben der Projektpartner eine untergeordnete Rolle. Ein wirtschaftlicher Betrieb im stationären Bereich ist für schätzungsweise mindestens zehn weitere Jahre möglich. Die Weiterverwendung der Module aus Elektroautos in einem Batteriespeicher verdoppele deren wirtschaftlichen Nutzen und steigere außerdem nachweislich deren Umweltbilanz, heißt es in den Veröffentlichungen zum Projekt.

Die vier Partnerunternehmen decken mit dem Batteriespeicher in Lünen die gesamte Batterie-Wertschöpfungs- und Verwertungskette ab: Von der Herstellung und Aufbereitung der Batteriesysteme bei der Daimler-Tochter ACCUMOTIVE, dem entsprechenden Elektro- und Plug-in Hybrid-Fahrzeug- Angebot der Daimler AG, über die Installation und Vermarktung des stationären Batteriespeichers an den Energiemärkten durch The Mobility House und GETEC bis hin zum Recycling der Batteriesysteme am Ende ihres Lebenszyklus und der Rückführung der wertvollen Rohstoffe in den Produktionskreislauf, der sich REMONDIS künftig widmen wird.

www.daimler.com

www.mobilityhouse.com

www.getec.de

www.remondis.de