Gipfeltreffen

Ende Januar hatten die Unternehmen Theben, Hager und Heinz Lackmann zum Smart Metering Summit geladen.

Mehr als 100 Gäste waren der Einladung gefolgt und informierten sich auf der Veranstaltung unter dem Motto „Smart Metering ist da: Bereit für den Rollout?“ über die juristischen, technischen und betriebswirtschaftlichen Herausforderungen sowie konkrete Lösungsmöglichkeiten beim Aufbau einer digitalen Infrastruktur.

Beim Gastgeber Theben versteht man die gesetzlichen Verpflichtungen im Zuge der Umstellung des Messwesens nicht nur als eine rein technische Herausforderung – vielmehr ginge es für Stadtwerke und Energieversorger auch um einen tiefgreifenden Kulturwandel. In der Tat lautet nach Einschätzung aller Experten die Frage nicht nur, wie analoge Messgeräte durch eine digitale Infrastruktur ersetzt werden können. Um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern, stellt sich für die betroffenen Unternehmen die Frage, wie auf Basis dieser intelligenten Infrastruktur neue, zukunftsfähige Geschäftsmodelle und attraktive Angebote für die Kunden entwickelt werden können. Denn eins steht fest: Der Stromverkauf als einzige Einnahmequelle wird das Überleben in Zukunft nicht sichern. Aber wie sollen Stadtwerke und Energieversorger diesen Massen-Rollout von Smart Meter Gateways in der Praxis angehen? Worauf kommt es beim Aufbau der digitalen Infrastruktur wirklich an? Mit welchen Komponenten lässt sie sich zuverlässig und gewinnbringend umsetzen? Welche juristischen, technischen und betriebswirtschaftlichen Klippen gilt es zu umschiffen? Und welche Möglichkeiten bietet die digitale Infrastruktur auf dem Weg zu neuen Erlösquellen und Geschäftsmodellen? Beim Smart Metering Summit 2017 standen diese Fragen bei Experten-Vorträgen, Praxisanwendungen sowie im persönlichen Gespräch im Fokus.

Die begleitende Fachausstellung bot darüber hinaus den Teilnehmern die Möglichkeit, sich über aktuelle Hardwaresysteme, Einbauvarianten und die Interoperabilität zwischen Zähler und Smart Meter Gateway zu informieren. Und bei der Abendveranstaltung im historischen Ambiente des Schloss Haigerloch hatten die Gäste ausreichend Gelegenheit zum persönlichen Meinungsaustausch und Networking mit Fachexperten und Kollegen.

Richtlinien, Integration und Systeme aus Praxissicht

Vorträge und Praxisbeispiele standen auf der Agenda der zweitägigen Veranstaltung. Fotos: Theben AG

Vorträge und Praxisbeispiele standen auf der Agenda der zweitägigen Veranstaltung. Fotos: Theben AG

Passend zum anspruchsvollen Ansatz der Veranstaltung standen hochkarätige Redner und Vorträge im Programm. So informierte Dr. Michael Weise von Becker Büttner Held am ersten Veranstaltungstag über das Messstellenbetriebsgesetz als möglichen Masterplan für den Rollout. Jürgen Blümer, Stellvertretender Obmann des Forum Netztechnik/ Netzbetrieb Expertenteam Smart Meter Gateway (FNN ET SMGW) im VDE präsentierte das FNN-Teststufenkonzept. Ruwen Konzelmann und Steffen Hornung von Theben referierten über das interoperable Gesamtsystem aus Praxissicht. Über den Einbau von mMe und iMsys in Neuanlagen nach VDE-AR-N 4101 als Weg in das intelligente Zuhause sprach Achim Jager von der Firma Hager. Benjamin Deppe von der Soluvia Metering bot tiefe Einblicke in die Chancen und Risiken beim Übergang von Pilotprojekten hin zum „echten“ Rollout.

Auch am zweiten Tag des Smart Metering Summit standen strategisch und praktisch gleichermaßen wichtige Themen auf der Agenda: Markus Wagner und Jochen Tösmann von der TÜV Informationstechnik illustrierten den Weg von der Blaupause zum zertifizierten Gateway. Johannes Hauck von Hager berichtete über den Einbau von mMe und iMsys in Bestandsanlagen sowie die ZVEI Studie zur Zustandserhebung elektrischer Anlagen und die daraus folgenden Konsequenzen. Steffen Hornung von Theben, gleichzeitig Stellvertretender Vorsitzender der FNN ET STB, berichtete über Aktuelles zur FNN-Steuerbox. Alexander Timmer von der Firma Heinz Lackmann informierte über den aktuellen Stand in der Zählertechnik und dazugehöriger Systemlösungen.

Praxisnähe überzeugt

Der praxisorientierte Ansatz des Smart Metering Summit überzeugte sowohl die Teilnehmer als auch die Veranstalter. Dementsprechend zog auch Ruwen Konzelmann, Leiter Business Unit-Smart Energy bei Co-Veranstalter Theben, ein äußerst zufriedenes Fazit: „Die begeisterten Stimmen vieler Teilnehmer belegen, wie wichtig es jetzt ist, Stadtwerke und Energieversorger beim Übergang zu einer digitalen Infrastruktur praxisnah zu begleiten. Die Zeit theoretischer Diskussionen ist vorbei. Es geht vielmehr um konkrete Lösungen für aktuelle wettbewerbskritische Herausforderungen. Ich denke, wir konnten den Teilnehmern beim Smart Metering Summit viele Antworten auf ihre Fragen sowie wertvolle Lösungsansätze bieten, die sie auf ihrem Weg zu einer digitalen Infrastruktur wirklich weiterbringen.“

Kontakt: Theben AG, Stephanie van der Velden, 72394 Haigerloch, Tel. +49 7474 692-446, sv@theben.de

Foto Schloss Haigerloch: Johannes Fasolt/Wikimedia

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