Solaranlagen-Mietmodell

Foto: MEP Werke GmbH

Die Münchner MEP Werke setzen mit dem nordrhein-westfälischen Energieversorger Mark-E und den Stadtwerken Lüdenscheid eine erfolgreiche Kooperation um.

Der Trend „Mieten statt Kaufen“ hat längst auch im Bereich der erneuerbaren Erzeugungsanlagen Einzug gehalten. Zahlreiche Unternehmen bieten mittlerweile verschiedene Mietmodelle an, bei denen die Kunden Energieprodukte zum monatlichen Pauschalpreis nutzen können. Ein Beispiel sind die MEP Werke aus München, die 2013 als eines der ersten Unternehmen ein Solaranlagen-Mietmodell für Hauseigentümer auf dem deutschen Markt eingeführt haben. Mit Erfolg, denn das Unternehmen verzeichnet ein dynamisches Wachstum und konnte sich nach eigenen Angaben innerhalb kurzer Zeit zum deutschen Marktführer in der Vermietung von Solaranlagen mit derzeit rund 5.000 Kunden entwickeln. Rund zwei Megawatt Peak Solaranlagenkapazität (bei Anlagengrößen bis maximal 10 kWp) verbauen die MEP Werke inzwischen jeden Monat – allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres stieg die Anzahl der Kunden erneut um 30 Prozent.

Komplettpaket für den Endkunden

Ein Großteil der Bevölkerung möchte gerne an der Energiewende teilhaben, sich unabhängig von steigenden Strompreisen machen und etwas für Klima und Umwelt tun. Bei den benötigten Energieprodukten ist die Komplexität jedoch oft hoch und trotz sinkender Preise für Solaranlagen können für den Verbraucher, der eigenen grünen Strom produzieren möchte, Investitionen von mehreren tausend Euro anfallen. Ganz zu schweigen von den zusätzlichen Kosten für Montage, Wartung und Versicherung sowie Rücklagen für eventuell notwendige Reparaturen. Auch die Vorarbeiten sind aufwändig, denn der Kunde muss zunächst herausfinden, welche Anlagengröße für den eigenen Energieverbrauch und die Gegebenheiten vor Ort die wirtschaftlichste ist. Anschließend muss er sich (oft mit verschiedenen Vertragspartnern) mit der Organisation von Montage, Wartung und Versicherung auseinandersetzen.

Das Angebot der MEP Werke richtet sich genau an die Kunden, die diesen zeitlichen und finanziellen Aufwand nicht tragen können oder wollen. Für einen monatlichen Mietpreis ab 49 Euro bietet das Unternehmen Solaranlagen im Rundum-sorglos Miet-Paket inklusive individueller Beratung, Montage, Wartung, Versicherung und Service an. Der Kunde muss sich um nichts kümmern und kann sich für einen geringen monatlichen Betrag selbst mit grünem Strom vom eigenen Dach versorgen. Auch für MEP Kunde Markus Hildebrand aus Heddesheim war dies ausschlaggebend: „Wir hatten gerade erst unser Haus gekauft. Die Miete kam für uns daher gerade richtig, da wir nicht noch zusätzlich viel Geld für eine Solaranlage ausgeben wollten.“

Kooperationsmodelle für Stadtwerke

Die eigene Solaranlage ist für viele Verbraucher interessant. Auch für Stadtwerke und Versorger ergeben sich hier neue Geschäftsmodelle. Fotos: MEP Werke GmbH

Das Mietmodell für Solaranlagen hat sich auf dem deutschen Markt mittlerweile fest etabliert und wird von mehreren Unternehmen in unterschiedlichen Varianten angeboten. Für regionale Stadtwerke und Energieversorger hingegen ist es sehr schwierig, ein solches Angebot eigenständig aufzubauen. Die größte Herausforderung dabei ist die langfristige Finanzierung eines solchen Geschäftsmodells, dessen Mietverträge in der Regel mindestens 15, meist aber 20 Jahre Laufzeit haben. Einzige Möglichkeit für viele Regional-Anbieter ist daher die Nutzung von bestehenden Geschäftsmodellen in Zusammenarbeit mit privaten Unternehmen – über White-Label Lösungen oder auch mit offenen Kooperationen.

Über verschiedene Kooperationsmodelle arbeiten auch die MEP Werke mit Energieversorgern und Stadtwerken zusammen. Ein erfolgreiches Beispiel ist die Zusammenarbeit der MEP Werke mit dem nordrhein-westfälischen Energieversorger Mark-E und den Stadtwerken Lüdenscheid, beide Teil der ENERVIE Gruppe. Die Kooperation bringt für beide Seiten viele Vorteile: Während die MEP Werke mithilfe ihrer Partner ihre deutschlandweite Präsenz weiter ausbauen und stärken können, konnten Mark-E und die Stadtwerke Lüdenscheid ihr Kundenangebot um das erfolgreiche Solaranlagen-Mietmodell der MEP Werke erweitern.

Kundenbüro in Hagen

Die Zusammenarbeit findet in erster Linie auf Vertriebs-Ebene statt. Mark-E und die Stadtwerke Lüdenscheid bieten Ihren Kunden die Möglichkeit an, Solaranlagen im Mietmodell zu beziehen und reichen die Interessenten dann an die MEP Werke weiter. Diese kümmern sich um die Beratung der Kunden sowie um alle weiteren im Mietmodell inbegriffenen Leistungen. „Für uns bietet die Kooperation mit den MEP Werken die Möglichkeit, unser Angebotsspektrum um ein für unsere Kunden wichtiges Produkt zu erweitern, ohne selbst sämtliche Partner für den Anlagenkauf und -aufbau, Finanzierung, Wartung und Versicherungsleistungen suchen und koordinieren zu müssen. Und mit unseren ergänzenden Reststromangeboten wird das Produkt für unsere Kunden dann richtig rund“, so Maike Peters von der Mark-E. Seit Beginn des Jahres gibt es sogar ein gemeinsames Kundenbüro im Mark-E Forum Hagen, in dem sich interessierte Bürger persönlich mit einem MEP Energieberater unterhalten und sich umfassend beraten lassen können.

Gemeinsam entwickelter Stromtarif

Die Kooperation der MEP Werke und Mark-E zeigt außerdem, dass die Zusammenarbeit zwischen Energiedienstleistern und Stadtwerken auch über reine Vertriebskooperationen hinausgehen kann. Die beiden Partner haben das gemeinsam vertriebene Geschäftsmodell mittlerweile zusammen weiterentwickelt. Der Reststromvertrag MEP GrünStrom wurde speziell für Solaranlagenbetreiber konzipiert und wird seit Mitte 2016 optional als Ergänzung zum Solaranlagen- Mietmodell angeboten. Die MEP Werke bieten den Stromvertrag deutschlandweit all ihren Kunden an, unabhängig davon, ob diese aus dem Einzugsgebiet von Mark-E kommen oder nicht. Dies hat wiederum Vorteile für beide Kooperationspartner: Die MEP-Werke erweitern ihr Mietmodell um ein attraktives Zusatzangebot und Mark-E erreicht über die MEP Werke deutschlandweit neue Zielgruppen. Mittlerweile konnte die Kooperation sogar soweit ausgeweitet werden, dass Stromverträge sowohl bei Privat- als auch an Gewebekunden gemeinsam vertrieben werden – zusammen mit dem Solaranlagen-Mietmodell, aber auch unabhängig davon. Für die MEP Werke ein wichtiger Schritt, um auch diejenigen Zielgruppen mit einem Angebot ansprechen zu können, für die das Mieten einer Solaranlage derzeit nicht infrage kommt (zum Beispiel Gewerbekunden). Für Mark-E ist dies ein zusätzlicher Vertriebskanal, denn die MEP Werke verfügen nicht nur über eine eigene Leadproduktion (Anzahl monatlicher Leads im fünfstelligen Bereich), sondern auch über ein deutschlandweites Vertriebsnetzwerk mit weit über hundert Vertriebsmitarbeitern, Tendenz steigend.

Synergien nutzen

Auf den ersten Blick sind regionale Stadtwerke und private Energiedienstleister oft Konkurrenten. Das Beispiel der MEP Werke und Mark-E zeigt jedoch, dass es viele spannende Möglichkeiten gibt, Synergien zu nutzen und gegenseitig voneinander zu profitieren. Konstantin Strasser, Gründer und Geschäftsführer der MEP Werke meint dazu: „Wir sind froh, Mark-E und die Stadtwerke Lüdenscheid als Kooperationspartner gewonnen zu haben. Ich bin überzeugt davon, dass wir in Zukunft noch weitere interessante Projekte gemeinsam angehen und unser Geschäftsmodell zusammen weiterentwickeln können.“

 

Kontakt: MEP Werke GmbH, Sandra Wagner, 80807 München, Tel. +49 89 – 442 32 87 0, presse@mep-werke.de

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