innogy und Kiwigrid starten Zusammenarbeit für IoT-basierte Energiedienstleistungen

Foto: innogy SE

Die innogy SE hat jüngst einen strategischen Konzernrahmenvertrag mit der Kiwigrid GmbH geschlossen. Das Dresdner Unternehmen, das sich im Segment „Energie IoT“ positioniert hat, entwickelt und betreibt eine Plattform für intelligentes Energiemanagement.

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Mit dem industriellen Energie-Monitoring-System „bit.B“ und dem Innovationsprojekt für Elektromobilität „greenfuel“ sind die ersten gemeinsamen Projekte bereits gestartet. Weitere Lösungen werden in den kommenden Monaten folgen, unter anderem in den Bereichen Smart Home und der Vermarktung von aggregierten Kleinstflexibilitäten. innogy sieht aktuell große Wachstumschancen für das Energiedienstleistungsgeschäft. Die Partnerschaft mit Kiwigrid soll hierbei eine zentrale Rolle spielen. „Unsere Hard- und Software versteht über 1.000 verschiedene Gerätetypen aller bekannten Hersteller. Dazu gehören in erster Linie Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher und Ladestationen für Elektrofahrzeuge, aber auch steuerbare Großverbraucher wie Wärmepumpen und Nachtspeicherheizungen. Auf unserer Plattform managen wir bereits über eine halbe Million Datenpunkte angebundener dezentraler Geräte. Gemeinsam mit innogy werden wir diese Daten in skalierbare Geschäftsmodelle übersetzen“, sagt Kiwigrid-Geschäftsführer Matthias Hertel. „Dabei gewährleisten wir Ende-zu-Ende-Sicherheit – angefangen bei der Anbindung der Geräte in Gebäuden, über unsere Cloudinfrasruktur bis hin zu Kundenapplikation.“

Eines der ersten gemeinsamen Projekte ist innogys industrielles Energie-Monitoring-System „bit.B“. Dieses wird auf die Kiwigridplattform migriert. „bit.B“ ist ein Prozess- und Energiemonitoringsystem für Gewerbebetriebe und Industrieunternehmen im Sinne der DIN EN ISO 50001. Mittels Sensoren werden unter anderem Produktions-, Umwelt- oder Energiedaten auf Maschinenebene oder in Haupt- und Unterverteilungen erhoben, miteinander verknüpft und ausgewertet. Ziel ist es, den Unternehmen Erkenntnisse zu liefern, um die Energieeffizienz zu erhöhen und Produktionsprozesse zu optimieren. Gemeinsam mit Kiwigrid soll das System um intelligente Aktoren erweitert werden, um damit unter anderem Spitzenlastmanagement und solare Eigenverbrauchsoptimierung zu ermöglichen.

Beim zweiten Projekt handelt es sich um innogys Forschungs- und Entwicklungsprojekt „greenfuel“. Unter anderem arbeitet das Forschungsteam an der intelligenten Einbindung von Elektrofahrzeugen ins Stromnetz. Konkret handelt es sich um Elektrofahrzeuge mit einer Methanolbrennstoffzelle als Reichweitenverlängerer. Kiwigrid hat hierfür eine bidirektionale Ladelösung entwickelt (vehicle-to-home). Damit kann das Fahrzeug zum Beispiel zu Hause aus der eigenen Solaranlage geladen werden. Sollte gerade keine Sonne scheinen, kann das Fahrzeug wiederum das Haus mit Strom versorgen, der aus der Methanolbrennstoffzelle gewonnen wird. Seit Anfang des Jahres besitzt innogy Anteile am Dresdner Softwareunternehmen. Mit dem Konzernrahmenvertrag wird die Zusammenarbeit vertieft. innogy plant die auf der Kiwigrid-Plattform entwickelten Produkte auch in ihren internationalen Märkten auszurollen.

www.innogy.com

www.kiwigrid.com

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