Rheinschiene: Duisburg, Düsseldorf und Köln harmonisieren ihre Leitsysteme zur Netzführung

Mit dem Projekt „RheinSchiene“ gehen die Versorgungsnetzbetreiber in Duisburg, Düsseldorf und Köln schon seit 2013 gemeinsame Wege. Ziel ist eine engere Verzahnung des Netzgeschäftes, um noch effizienter zu arbeiten und die Zukunftsfähigkeit zu sichern. Auf diesem Weg ist nun ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht. Die Geschäftsführer und Vorstände der Netzgesellschaften und beteiligten Energieversorger Netze Duisburg GmbH, Netzgesellschaft Düsseldorf mbH, RheinEnergie AG, Stadtwerke Duisburg AG und Stadtwerke Düsseldorf AG haben jetzt einen Kooperationsvertrag unterzeichnet, der die Harmonisierung der drei Netzleitstellen im Bereich der Steuerungs-Software regelt. So werden in allen drei Städten die Leitstellen sukzessive auf eine einheitliche IT-Plattform umgestellt, um die Netzführungssysteme einander anzugleichen.

„Mit der gemeinsamen Beschaffung einer einheitlichen Software-Lösung schaffen wir die Voraussetzungen für einen noch intensiveren Austausch unserer Experten in den Leitstellen. Das wird entscheidend zur dauerhaften Versorgungssicherheit aller Bürgerinnen und Bürger in Duisburg, Düsseldorf und Köln beitragen“, sagt Marcus Wittig, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Duisburg AG. Durch das abgestimmte Vorgehen wird nicht nur die Netzführung der Netze in den drei Städten einheitlicher. Allen drei Unternehmen bietet das auch direkt wirtschaftliche Vorteile, indem der Materialeinkauf gemeinsam angegangen und auch die Wartung der IT-Systeme gemeinsam organisiert wird. Operativ werden die drei Netzleitstellen weiterhin unabhängig voneinander arbeiten. „Langfristig schaffen wir damit die technische Voraussetzung, sogar die Leitstellen zu verknüpfen, um im Bedarfsfall von allen dann verbundenen Leitstellen aus die Netzsteuerung auch in den anderen Städten gewährleisten zu können – damit gewinnen wir ein Plus an Sicherheit in der Versorgung“, erklärt Dr. Dieter Steinkamp, Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie AG. „Mehr Effizienz in der Netztechnik und Fortschritt in der Digitalisierung sind das probateste Mittel gegen den Anstieg der Netzkosten und damit der Strompreise“, sagt Dr. Udo Brockmeier, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Düsseldorf AG. Und er ergänzt: „Auch der demographische Wandel und der sich abzeichnende Fachkräftemangel machen es ratsam, im Rheinland verstärkt zusammenzuarbeiten.“

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