Kooperation im digitalen Messwesen: EnBW, Netze BW und Minol-ZENNER starten ersten Praxis-Feldtest in Wendlingen

Foto: Minol-ZENNER-Gruppe

Etwa 2,5 Millionen digitale Zähler werden im Gebiet der Netze BW bis zum Jahr 2032 installiert. Bei der EnBW-Tochter macht man sich über die gesetzliche Pflicht hinaus schon lange Gedanken über mögliche Mehrwerte für die Kunden, wie Geschäftsführer Christoph Müller erläutert.

Die Minol-ZENNER-Unternehmensgruppe ist auf Messtechnik, Wohn- und Energiedienstleistungen spezialisiert und betreut zudem bereits eine große Zahl von Liegenschaften im Gebiet der Netze BW. Am 25. Oktober unterschrieben Vertreter der Unternehmen ein entsprechendes ‚Memorandum of Understanding‘. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung digitaler Anwendungen für die Wohnungswirtschaft. Parallel dazu läuft ein erstes Smart-City-Musterprojekt mit der Stadt Wendlingen.

Foto: Minol-ZENNER-Gruppe

Neben Themen rund um den Energieverbrauch in kommunalen Liegenschaften, Kindergärten, Sporthallen und Schulen werden dort auch Daten zur Luftqualität, zur Frequentierung von öffentlichen Gebäuden sowie das unberechtigte Betreten von Grundstücken erfasst und Maßnahmen abgeleitet. Bürgermeister Steffen Weigel möchte beispielsweise „schnell reagieren können, wenn im Winter durch ein offenes Fenster im Klassenzimmer die Umgebung geheizt wird.“ Auch wenn Feuerwehrzufahrten durch unberechtigt parkende Fahrzeuge blockiert werden, will man schnell handeln können. Zur Umsetzung der unterschiedlichen Anwendungen nutzen die Partner ein sogenanntes Low Power Wide Area Network (LPWAN). Das ist ein Niedrigenergie-Netz mit hoher Reichweite, das bei geringem Stromverbrauch eine sehr große Zahl von Endgeräten anbinden kann – vom Verbrauchszähler über Temperatur- und Feuchtesensoren bis zu Smart-Home-Systemen. Die erfassten Daten werden innerhalb eines Gebäudes oder über mehrere Gebäude hinweg an das LoRa-CLS-Gateway von ZENNER, von dort an das Smart Meter Gateway des intelligenten Messsystems und anschließend in eine sichere Cloud übertragen. Dort stehen sie zur weiteren Auswertung und für verschiedene mobile Anwendungen bereit. „Damit schaffen wir die optimale Schnittstelle zwischen der Wohnungs-und Energiewirtschaft“, sagt Geschäftsführer Alexander Lehmann.

Neben der Entwicklung neuer Produkte geht es für jeden der Partner auch um die Steigerung seiner Wettbewerbsfähigkeit. Für alle absehbar sei zudem ein deutlicher Schub bei den Erwartungen der Kunden. Dem will die EnBW laut Vertriebschef Timo Sillober „rechtzeitig mit dem Ausloten von Synergien im Messwesen begegnen.“

www.enbw.com
www.zenner.com

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