Stadtwerke bei Förderprogrammen für Energieeffizienz jetzt gleichberechtigt

Stadtwerke können in Zukunft an ausgewählten Förderprogrammen für Energieeffizienzberatung partizipieren. Eine entsprechende Entscheidung wurde heute vom Bundeswirtschaftsministerium bekannt gegeben, wie der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) vermeldet. Geöffnet werden die Förderprogramme „Energieberatung im Mittelstand“ und die so genannte „Vor-Ort-Beratung“ . Die bisherigen Qualifikationsanforderungen der Förderprogramme bleiben bestehen. Mit der Anpassung der Förderrichtlinie sind nun auch Energieberater kommunaler Energieversorgungsprogramme für diese beiden Programme zugelassen, wenn sie über die entsprechenden fachlichen Voraussetzungen, Zusatzqualifikationen sowie Fachpraxis verfügen. Sie müssen außerdem beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eine so genannte Berateranerkennung positiv durchlaufen haben. Weiterhin haben kommunale EVU ihre wirtschaftliche Neutralität in Form einer beratungsbezogenen Eigenerklärung zu dokumentieren.

Bisher war kommunalen Energieunternehmen der Zugang zu diesen Förderprogrammen verwehrt. Der VKU hatte sich seit Längerem für eine wettbewerbliche Gleichbehandlung privater und kommunaler Unternehmen im Markt für Energiedienstleistungen eingesetzt. Dementsprechend begrüßt VKU-Hauptgeschäftsführerin Katherina Reiche die Entscheidung: „Stadtwerke verfügen über weitreichende Kompetenzen in der Energieberatung. Für ihre Kunden sind sie hoch qualifizierte Ansprechpartner, wenn es darum geht, Energieeffizienzpotenziale zu heben. Daher ist es richtig, dass sie sich zukünftig noch stärker in diesem Bereich einbringen können. Der Ausschluss von den Förderprogrammen war ein klarer Wettbewerbsnachteil. Mit dem Zugang zu den Programmen hat das Bundeswirtschaftsministerium die Spielregeln an die Marktbedingungen angepasst. Nun können kommunale und private Unternehmen gleichberechtigt im Wettbewerb die besten Strategien und Produkte für Energieeffizienz entwickeln.”

www.vku.de

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