Ein Gebot des Marktes

Die zukünftigen Herausforderungen der Versorgungswirtschaft stehen im Fokus der Util:IT. Foto: Deutsche Messe AG

Unter dem Namen Util:IT erweitert die Hannover Messe den Ausstellungsbereich Energy um eine neue Plattform rund um die Digitalisierung der Versorgungswirtschaft. Als wichtigste Adressaten wollen die Veranstalter Stadtwerke, Energieversorger und Netzbetreiber erreichen. Wir sprachen mit Benjamin Low, Global Director HANNOVER MESSE, Energy worldwide.

50komma2: Herr Low, seit kurzem ist bekannt, dass es bei der nächsten Hannover Messe erstmal den Ausstellungsbereich Util:IT geben wird. Was war der Hintergrund für diese Entscheidung?

Low: Wir als Messeveranstalter müssen frühzeitig Veränderungen im Markt erkennen und abbilden. Im Versorgungssektor haben sich einige wesentliche Rahmenbedingungen geändert, die einen enormen Einfluss auf das Marktgeschehen haben. Dem wollen wir Rechnung tragen. Die Util:IT zu entwickeln, ist ein Gebot des Marktes.

Es war also kein Zufall, dass Sie das Konzept auf den diesjährigen ZVEI metering days erstmals der Fachöffentlichkeit vorgestellt haben?

Low: Nein, sicher nicht, wobei das deutsche Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende mit den daraus folgenden Umbrüchen ja nur einer von vielen Treibern für diese neuen Märkte ist. Weltweit wird die Energieversorgung dezentraler, was erhebliche Auswirkungen auf die physikalischen Netze und die Geschäftsmodelle der Versorger hat. Gleichzeitig bieten sich mit der Digitalisierung und dem viel zitierten „Internet der Dinge“ viele sehr greifbare Ansatzpunkte, um die anstehenden Herausforderungen zu bewältigen.

Welche Themen wollen Sie denn konkret in dem neuen Ausstellungsbereich bündeln?

Benjamin Low, Global Director HANNOVER MESSE, Energy worldwide. Foto: Deutsche Messe AG

Low: Die Util:IT richtet sich, wie der Name schon andeutet, vorrangig an die öffentliche Versorgungswirtschaft, also Stadtwerke, Netzbetreiber und Versorger in den Sparten Strom, Gas, Wasser und Wärme. Das ist die erste große Klammer. Für diese Zielgruppe möchten wir in einem klar umrissenen Ausstellungsbereich ein möglichst breites Spektrum an Technologien und Lösungen abbilden, die neue Prozesse und Dienstleistungen unterstützen. Somit spielen hier Mess-, Regel- und Kommunikationstechnik, Softwarelösungen und Services fraglos die zentrale Rolle.

Nun existieren in Deutschland ja durchaus schon Messen, die sich den genannten Themen verschrieben haben.

Low: Wir versuchen natürlich, das Marktpotenzial auf uns zu konzentrieren, aber ja, es gibt andere Messen, die im Wettbewerb mit uns sind. Was wir bieten können, ist ein großes internationales Fachpublikum mit einem hohen Anteil von Führungskräften, sprich: Im Ausstellungsbereich Energy waren im vergangenen Jahr 97.000 Besucher unterwegs, die tatsächlich aus den Zielmärkten der Aussteller kommen und Investitionsentscheidungen treffen können.

Gibt es denn besondere Konditionen für den neuen Ausstellungsbereich?

Low: Ja selbstverständlich, denn viele Unternehmen wollen natürlich auch erst einmal testen, ob unser Konzept für sie funktioniert. Genau aus diesem Grund haben wir für die Util:IT auch viele günstige „Einsteiger-Angebote“ entwickelt, die interessierte Unternehmen nutzen können, ohne sich finanziell und personell zu überfordern. Ich bin überzeugt, sie werden nicht enttäuscht werden.

Kontakt: Deutsche Messe AG, Thomas Pinkowski, Tel. +49 511 89-32427, thomas.pinkowski@messe.de