SysStabV: Netze BW schließt Nachrüstung bei 1.000 Einspeisern ab

Frequenzrelais, eingestellt auf maximal 51,5 Hertz. Foto: Netze BW GmbH

Die Netze BW meldet, dass sie die Nachrüstung dezentraler Erzeugungsanlagen aus Wind- und Wasserkraft sowie Biomasse und Kraft-Wärme- Kopplung abgeschlossen hat. Zu den rund 1.000 Anlagen gehören auch einige in den Verteilnetzen kommunaler Versorger.

Frequenzrelais, eingestellt auf maximal 51,5 Hertz. Foto: Netze BW GmbH

Über eine Gesamtleistung von etwa 1.400 MW verfügen die Einspeiser, die bisher beim Unterschreiten einer Frequenz von 49,5 Hertz größtenteils automatisch vom Netz gegangen wären. Die Bandbreite reichte von der Biomasse-Anlage mit gut 100 kW bis zum Rheinkraftwerk Iffezheim, das über 100 MW leistet. Mit einer Änderung der Systemstabilitätsverordnung (SysStabV) hatte der Gesetzgeber im Frühjahr 2015 vorsorglich die Nachrüstung von deutschlandweit 21.000 Anlagen verlangt und die Verteilnetzbetreiber mit der Umsetzung beauftragt. Die Netze BW legte dafür eigens das Projekt „49,5 Hertz“ auf, in dessen Rahmen weitere kommunale Netzbetreiber und EnBW-Töchter betreut wurden.

„Wir haben alle Anlagen in der vorgegebenen Zeit auf andere Frequenzen umstellen können“, freut sich Projektleiter Andreas Wesch. Die Stichprobe eines Gutachters lasse zudem „auf eine insgesamt sehr hohe Nachrüstungsqualität schließen“. Deshalb würden „die wenigen Nacharbeiten“ nach Beendigung des Projekts aus der Linie heraus vorgenommen. Zuvor hatte die EnBW-Tochter die entsprechende Prozesserfahrung bei der Umrüstung von rund 60.000 PV-Anlagen mit über zehn kW Leistung gesammelt. Gemäß SysStabV war deren bisherige Abschaltfrequenz von 50,2 Hertz deutlich zu erhöhen. Die Nichtbeachtung der Pflichten und Fristen hätte für die Anlagenbetreiber den Verlust der EEG-Vergütung bzw. Streichung der Marktprämie oder gar ein Bußgeld durch die Bundesnetzagentur bedeuten können.

www.netze-bw.de

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