Wirtschaftsfaktor Netzbetrieb

Foto: pixabay (Rainer Sturm)

Die erste Standortbilanz der Stromnetz Hamburg zeigt den positiven Beitrag des Netzbetreibers zu Wirtschaftskraft und Arbeitsmarktentwicklung in der Region.

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Kaum jemand wird bezweifeln, dass Netzbetreiber – heute mehr denn je – auch als Wirtschaftsfaktor in ihrer Region eine wichtige Rolle spielen. Konkrete Zahlen dazu liefert die erste Standortbilanz, die die Stromnetz Hamburg GmbH Anfang November vorstellte. Die norddeutsche Netzgesellschaft betreibt in einem Versorgungsgebiet mit über 1,7 Millionen Einwohnern Hoch- Mittel- und Niederspannungsnetze mit einer Gesamtlänge von mehr als 28.000 Kilometern.

Die Analyse der regionalökonomischen Effekte wurde in Zusammenarbeit mit dem Institut CONOSCOPE GmbH und unter wissenschaftlicher Begleitung der Universität Leipzig erarbeitet. Sie schlüsselt auf, was die seit 2014 wieder vollständig rekommunalisierte Stromnetz Hamburg auf Basis des Geschäftsergebnisses 2016 für Hamburg und die Metropolregion erwirtschaftet hat und zeigt beachtliche Effekte in den Bereichen Wertschöpfung, Beschäftigung, Einkommen und Steuern auf.

Erhebliche regionale Effekte

So sichert jeder Arbeitsplatz bei Stromnetz Hamburg 1,5 weitere Vollzeit-Arbeitsplätze in Hamburg und mehr als 2,0 weitere in der Metropolregion. Für Hamburg sind das 1.022 zusätzliche Arbeitsplätze und 2.729 in der Region. Durch die rege Geschäftstätigkeit ist das Unternehmen für jeden Euro Arbeitseinkommen der eigenen Beschäftigten für weitere 0,80 Euro Einkommen in der Hamburger Bevölkerung und 1,0 Euro Einkommen in der regionalen Bevölkerung mit verantwortlich. Oder anderes ausgedrückt, im Zusammenhang mit Stromnetz Hamburg stehen rund 115 Millionen Euro Einkommen in Hamburg und 215 Millionen in der Region. Jeder Euro Wertschöpfung, der durch das Unternehmen erwirtschaftet wird, ist mit weiteren 0,60 Euro in Hamburg (99 Millionen Euro) und 1,0 Euro (216,3 Millionen Euro) in der Region verknüpft. Für die öffentlichen Haushalte werden rund 115 Millionen Euro in der Hansestadt und rund 134 Millionen Euro in der Metropolregion generiert.

Insgesamt gehen Wirtschaftsleistungen in Höhe von 264,6 Millionen Euro in Hamburg und 426,4 Millionen Euro in der Region auf die Geschäftstätigkeit des Unternehmens zurück. Diese Größe bildet auch die Grundlage für die Berechnung der Beschäftigungs-, Einkommens- und Steuereffekte. Hier handelt es sich um Investitionen sowie Aufträge an Unternehmen in der gesamten Region, die trotz europaweiter Ausschreibungen im Wirtschaftsraum Hamburg verbleiben können. Dazu zählen auch direkt abgeführte und induzierte Steuern und Abgaben, Gewinnausschüttungen an den Anteilseigner sowie die Zahlung von Löhnen, Gehältern, Pensionen und Ausbildungsvergütungen. Christian Heine, kaufmännischer Geschäftsführer der Stromnetz Hamburg sagt dazu: „Als Betreiber der städtischen Strominfrastruktur leisten wir einen nennenswerten Beitrag zur Wirtschaftskraft in Hamburg und in der Metropolregion und das unter strikter Anwendung des regulatorischen Rechtsrahmens der Bundesnetzagentur. Seit der Rekommunalisierung haben wir unsere Investitionen deutlich erhöht, um das Netz fit für die urbane Energiewende zu machen und werden in den kommenden zehn Jahren weitere über zwei Milliarden Euro für die Erneuerung und den Ausbau unseres Verteilungsnetzes in die Hand nehmen.“

Thomas Lehr, Geschäftsführer von CONOSCOPE ergänzt: „In der Vergangenheit haben wir zahlreiche Studien für klassische Energieversorger mit Aktivitäten in der Energieversorgung und im Netzbetrieb erstellt. Daher war es für uns interessant, die Ergebnisse im Vergleich zur Stromnetz Hamburg als großem Verteilnetzbetreiber zu sehen.” Hinsichtlich der Frage welcher Anteil der Zahlungsströme als Impuls für die Wirtschaft in der Untersuchungsregion verbleibt, zeige sich für die Stromnetz Hamburg ein vergleichsweise hoher Anteil von 64 Prozent. Unter Berücksichtigung der Ausschreibungsanforderungen sei das schon ein beachtlicher Wert.

Kontakt: Stromnetz Hamburg GmbH, Anette Polkehn-Appel, 22177 Hamburg, Tel. +49 40 49202 8344, presse@stromnetz-hamburg.de

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