E-world 2018

Foto: Messe Essen GmbH/Rainer Schimm

Standen mit Smart Metering, Smart Grid und Smart Market in den vergangenen Jahren noch vergleichsweise konkrete Energiethemen im Mittelpunkt der Kommunikation zur E-world energy&water, wird das „smarte” Themenspektrum in diesem Jahr um den Begriff Smart City erweitert.

Foto: Messe Essen GmbH

Nur ein neues Buzzword? Wir glauben, es steckt mehr dahinter, denn ohne Frage zeichnet sich ab, dass sich mit der fortschreitenden Digitalisierung nicht nur die Energieversorgung in den Städten effizienter, nachhaltiger und intelligenter gestalten lässt. Für Energieversorger, Stadtwerke und Netzbetreiber ergeben sich daraus zahlreiche interessante Optionen, ihre eigenen Prozesse zu verbessern und neue Geschäftsfelder zu erschließen. Auch wenn kaum ein Aussteller das Schlagwort Smart City direkt aufgreift – Bausteine für neue digitale Services, etwa für Kommunen, die Wohnungswirtschaft oder den „Prosumer”sind bei vielen Anbietern zu finden. Für Mieterstom oder Submetering, energieeffiziente Quartiere und Sektorkopplung, Smart Home und Lastmanagement, Elektromobilität oder Energiespeicher gibt es heute vielfältige einsatzbereite Lösungen, die es lohnt, konkreter zu betrachten. Der Markt ist definitv aufgestellt für das Energiesystem der Zukunft und das Interesse der Branche ist groß. Bleibt zu hoffen, dass nun zeitnah die notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden: Eine moderne Infrastruktur, wie etwa zertifizierte Smart Meter- Gateways oder flächendeckendes, schnelles Internet, und ein regulatorischer Rahmen, der Innovationen proaktiv fördert. Drei spannende Messetage sind auf jeden Fall zu erwarten.

 

Halle 3

Foto: Messe Essen GmbH

Großzügige Messestände, aufwändige Präsentationen – in der Eingangshalle der E-world wird seit jeher die große Bühne der Energiewirtschaft errichtet: innogy, RWE, Uniper, E.ON und Vattenfall zeigen hier, wie sich die Versorger für die Zukunft aufstellen. Große Stadtwerke und Regionalversorger, wie die Kölner RheinEnergie, die Stadtwerke Schwäbisch Hall, die Entega, die STAWAG oder die MVV und Trianel sind ebenfalls vetreten. Sie haben in den vergangenen Jahren die Trendthemen der Branche aufgegriffen und mit hoher Dynamik Dienstleistungen konfiguriert, von denen speziell kleinere Werke unter Umständen erheblich profitieren können.

Traditionell haben auch zahlreiche Softwareanbieter in Halle 3 ihre Stände fest gebucht. Branchengrößen, wie Microsoft und SAP mit ihren Partnern sowie Schleupen und PSI sind auch 2018 präsent. Bei Anbietern wie Kisters, GISA, Robotron, Görlitz, rku.it oder Wilken sind Prozesse rund um den intelligenten Messstellenbetrieb nach wie vor ein zentrales Thema. Doch auch Besucher, die sich über die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), Big Data-Lösungen, Blockchain oder Digitalisierungsstrategien informieren wollen, finden dort interessante Anregungen. Systeme für das intelligente Messwesen und die Datenkommunikation haben beispielsweise Landis+Gyr, die PPC und die SAGEMCOM-Töchtern Dr. Neuhaus und Fröschl im Messegepäck. Auch hier geht der Blick in Richtung zukünftiger Geschäftsfelder und Mehrwertangebote rund um die Messstelle – ein Besuch lohnt sich daher gerade für Unternehmen, die schon über den Rollout hinaus planen möchten. Bei der IDS-Gruppe, der SAG, Siemens und ABB gibt es für Netzbetreiber erneut zahlreiche Innovationen für das intelligente Netz zu sehen.

 

Halle 1+2

Wenngleich der größte Ausstellungsbereich auch 2018 im Zeichen von Gas und Öl steht, finden sich auch hier interessante Angebote für Stadtwerke und Netzbetreiber. In Halle 1 stellt arvato IoT- und Big Data-Lösungen sowie BPO-Services für Smart Metering vor und auch bei der MITNETZ Strom gibt es dazu interessante Angebote. Phoenix Contact hat zahlreiche interessante Neuerungen, speziell im Bereich Netz- und Gebäudeautomatiserung und E-Mobility im Messegepäck. In Halle 2 lohnt sich ein Besuch bei WAGO, wo auch 2018 spannende Ansätze für alle Facetten des intelligenten Netzbetriebs gezeigt werden, bei der EWE steht unter anderem das Netzdatenmanagement im Fokus. Nicht nur mit Blick auf den Smart Meter Rollout sollte man auch der Thüga Smart Service sowie den Anbietern intelligenter Mess- und Kommunikationstechnik, wie etwa Theben einen Besuch abstatten.

 

Halle 6+7

Nach längerem Fußmarsch erreicht man schließlich den Smart Energy-Sektor – den wichtigsten Wachstumsbereich der E-world und zugleich eine hoch spannende Anlaufstelle für Netzbetreiber und Stadtwerke, die konkrete Ansätze für die Digitalisierung ihrer Verteilnetze und ihres Geschäfts suchen. Neben zahlreichen namhaften Anbietern aus dem Smart Metering-Umfeld und der intelligenten Netztechnik findet der Besucher praktisch an jedem Messestand interessante Konzepte und Technologien für die „neue” Energiewelt.

Zwei offene Fachforen – das eher politisch geprägte Energy Transition Forum und das praxisorientierte Smart Tec Forum – bilden auch in diesem Jahr den Rahmen für viele informative Fachvorträge und Podiumsdiskussionen. Ebenfalls einen Besuch wert ist der Sonderausstellungsbereich E-world Innovation für Start-ups.

www.e-world-essen.com

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