Nachhaltige Energienutzung

PowerCaps – Einzelzellen und Module. Foto: Fraunhofer IPA, Rainer Bez

Die Forscher des Projekts „FastStorageBW II“ hat mit den „PowerCaps“ Hybridspeicher für die Produktion in Großserie entwickelt, die bei der Energierückgewinnung zum Einsatz kommen sollen.

Im Rahmen des Projekts „FastStorageBW II“ hat ein Konsortium aus Industrie und Forschung einen neuen Hybridspeicher für die Energierückgewinnung mitsamt seiner Fertigungsmethodik zur serienfähigen Produktion entwickelt. Das Projekt wurde vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden- Württemberg mit rund 25 Millionen Euro gefördert. Im November 2017 wurden die Ergebnisse der letzten drei Projektjahre am Fraunhofer IPA vorgestellt.

PowerCaps – Einzelzellen und Module. Foto: Fraunhofer IPA, Rainer Bez

Die Hybridspeicher, auch „PowerCaps“ genannt, sollen die hohe Ladekapazität der Batterie mit der schnellen Ladungsaufnahme eines Kondensators vereinen. Die Wissenschaftler setzten die entwickelten Hybridzellen in drei unterschiedlichen Demonstratorsystemen ein und prüften ihre Tauglichkeit im Rahmen von Feldversuchen. Dazu wurden Module inklusive eines Batteriemanagementsystems entwickelt und in die Demonstratoren integriert. Als geeignete Anwendungen wählten die Forscher Regalbediengeräte und fahrerlose Transportsysteme aus der Intralogistik sowie die Bordnetzstabilisierung aus dem Automotivebereich. „Ein weiteres Projektziel war die Vorbereitung der Fertigungsmethodik für eine spätere Großserienproduktion. Dabei wurden Optimierungen verschiedener Einzelschritte entwickelt und umgesetzt“, erzählt Projektleiter Peter Kitzler vom Fraunhofer IPA.

Neben der klassischen Produkt- und Prozessentwicklung wurden auch mögliche Materialien für spätere Produktgenerationen, neue Konzepte für die Elektrodenherstellung und ein bipolares Zellkonzept untersucht. Ein weiterer Fokus lag auf dem Einsatz kostengünstiger und umweltschonender Elektrodenmaterialen sowie deren Verarbeitungsprozessen.

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