Studie: Kopplung von PV-Anlagen und E-Mobilität

05.09.2019

Zum Jahresbeginn 2021 endet die für Photovoltaik-Anlagen ab dem Installationsjahr 2000 die staatlich garantierte Einspeisevergütung. Die Besitzer dieser PV-Anlagen stehen nun vor der Frage, wie sich der Weiterbetrieb ihrer Anlage am besten gestaltet. Die E3/DC GmbH hat daher eine Kurzstudie beim Beratungshaus EuPD Research in Auftrag gegeben, die diese Frage beleuchten soll. Ein Fazit der Studie ist, dass die Kombination aus PV-Anlage und E-Mobilität eine attraktive Lösung für den Weiterbetrieb sei.

Die Entscheidungsbasis in der Studie liefern die Betriebskosten der Altanlagen, die Schätzungen zufolge bei älteren PV-Kleinanlagen um die 5 Cent pro Kilowattstunde liegen. Die Studie stellt heraus, dass sich ein Weiterbetrieb mit reiner Stromeinspeisung nicht lohnt. Vielmehr sei der Eigenverbrauch des Solarstroms die attraktivste Lösung. Exemplarisch hat die Studie einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresstromverbrauch von 5.000 kWh und einer PV-Anlage mit 8 kW installierter Leistung zur Berechnung herangezogen. Hier lasse sich ein Eigenverbrauchsanteil von rund 21 Prozent und ein Autarkiegrad von etwa 34 Prozent realisieren. In der Studie stellen E3/DC und EuPD Research weiter vor, dass durch die Anschaffung eines Elektrofahrzugs mit 10.000 Kilometern jährlicher Fahrleistung der Strombedarf des Haushalts um etwa 1.800 kWh pro Jahr steigt.

E3/DC Easy Connect Wallbox
Mit einer Wallbox – etwa der E3/DC Easy Connect – und einem Speicher lässt sich der Weiterbetrieb von PV-Anlagen auch nach der garantierten Einspeisevergütung attraktiv gestalten. Foto: E3/DC GmbH

Die Autoren der Studie geben an, dass sich durch die Nachrüstung eines geeigneten Speichersystems mit intelligentem Energiemanagement der Anteil des selbstgenutzten PV-Stroms stark erhöht, da auch in den Abendstunden mit dem Strom aus der eigenen PV-Anlage geladen werden kann. Im Berechnungsbeispiel könne so etwa eine Fahrleistung von 7.500 Kilometern klimaneutral aus der Anlage gewonnen werden. Konkret lässt ein Batteriespeicher mit einer Nettokapazität von 8 kWh den Eigenverbrauchsanteil auf über 50 Prozent steigen, der Autarkiegrad steigt auf 56 Prozent. „Die niedrigen Stromgestehungskosten von Post-EEG-Anlagen eröffnen verschiedene Möglichkeiten zur weiteren Nutzung. Mit der Nachrüstung von Wallbox und Speicher ist ein sehr guter Weg gegeben, den Eigenverbrauch zukünftig zu maximieren“, fasst Dr. Martin Ammon, Geschäftsführer EuPD Research, die Studienergebnisse zusammen. (vb)

www.e3dc.com

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