TransnetBW veröffentlicht vorläufige Netzentgelte für 2020

01.10.2019

Die TransnetBW GmbH hat zum 1. Oktober 2019 die vorläufigen Netzentgelte für das kommende Jahr bekannt gegeben. Zum 1. Januar 2020 sollen diese um rund 15 Prozent für einen durchschnittlichen Kunden ansteigen. Die Angleichung der Netzentgelte der vier Übertragungsnetzbetreiber dient der bundesweiten Vereinheitlichung, wie TransnetBW angibt. Dies führe zu der Mehrbelastung der Netzkunden von TransnetBW. Ohne Einbeziehung der bundeseinheitlichen Netzentgelte läge die Steigerung bei rund acht Prozent. Kostensteigernd wirken sich laut TransnetBW darüber hinaus die Beschaffung von Systemdienstleistungen, finanzielle Beiträge für die Stilllegung von Braunkohlekraftwerken nach §13g Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) sowie Investitionen in den Netzausbau aus.

Dem zweiten Schritt der Einführung bundeseinheitlicher Netzentgelte lieft das Netzentgelt-Modernisierungsgesetz (NEMoG), das im Juli 2017 in Kraft getreten ist, zugrunde. Es sieht eine schrittweise Vereinheitlichung der Übertragungsnetzentgelte ab 2019 über fünf Jahre vor, sodass ab 2023 die Netzentgelte komplett vereinheitlicht sein sollen. Der bundeseinheitliche Netzentgeltanteil wird 2020 aus 40 Prozent der jeweiligen Kostenbasis (Erlösobergrenze) der Übertragungsnetzbetreiber errechnet. Von den verbleibenden 60 Prozent werden die unternehmerischen Nutzentgelte der Übertragungsnetzbetreiber bestimmt.

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) überprüft nun die vorläufigen Netzentgelte für 2020. Spätestens am 31. Dezember 2019 wird TransnetBW die endgültigen Netzentgelte für 2020 veröffentlichen, so der Übertragungsnetzbetreiber. Die detaillierten Preisblätter sind auf der Homepage der TransnetBW hinterlegt. (vb)

www.transnetbw.de

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