Kennzahlen der BNetzA: Unterbrechungen der Stromversorgung 2018 kürzer als 2017

11.10.2019 – Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat Kennzahlen zu Unterbrechungen der Stromversorgung im Jahr 2018 veröffentlicht. Demnach betrug die durchschnittliche Unterbrechungsdauer je angeschlossenem Letztverbraucher 13,91 Minuten. Damit hat sich die Unterbrechungszeit gegenüber dem Vorjahr 2017 deutlich verringert. Hier lag der Wert bei 15,14 Minuten im Durchschnitt.

Betreiber von Energieversorgungsnetzen haben der Bundesnetzagentur jährlich einen Bericht über alle in ihren Netzen aufgetretenen Versorgungsunterbrechungen, die länger als drei Minuten dauern, vorzulegen. Der Bericht enthält Zeitpunkt, Dauer, Ausmaß und Ursache der Versorgungsunterbrechungen. Für das Jahr 2018 haben alle meldungspflichtigen 866 Netzbetreiber 167.400 Versorgungsunterbrechungen in der Nieder- und Mittelspannung übermittelt.

Die Anzahl der Versorgungsunterbrechungen stellt den zweitgeringsten Wert seit Beginn der Erhebung dar. Nur im Jahr 2017 waren es mit 166.560 gemeldeten Versorgungsunterbrechungen weniger. Gleichzeitig nahm der sogenannte SAIDIEnWG (System Average Interruption Duration Index) ab.

Ausfallzeiten im Verteilnetz, deren Ursache in vorgelagerten Netzen der Mittelspannung lagen, haben sich gegenüber dem Vorjahr stark reduziert. Ebenfalls nahmen die Auswirkungen von sogenannten „atmosphärischen Einwirkungen“ ab. Hierunter fallen beispielsweise Stürme, Hochwasser oder Schnee.

Wie in den Jahren zuvor, wird neben dem SAIDIEnWG je Bundesland ebenfalls wieder eine anonymisierte Liste der einzelnen Versorgungsunterbrechungen veröffentlicht. Die Veröffentlichung entsprechender Kennzahlen für das Jahr 2018 sind für Oktober 2019 vorgesehen. Eine Übersicht zu den Versorgungsunterbrechungen Strom seit dem Jahr 2006 ist auf der Internetseite der Bundesnetzagentur veröffentlicht. (jr)

www.bundesnetzagentur.de

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