Seit MPV-Verbot: Regelenergiemarkt im Aufwind

14.11.2019 – Seitdem das Oberlandesgericht Düsseldorf im Juli 2019 das seit Oktober 2018 gültige Mischpreisverfahren (MPV) untersagt hat, stabilisiert sich der Auktionsmarkt für netzdienliche Regelenergie wieder. Das Stromhandelshaus Energy2market (e2m) zeigt sich insbesondere bei der Sekundärregelenergie (SRL) optimistisch: Seit Juli haben sich die Erlöse aus den Auktionen signifikant erhöht.

In der Tat hatte das im Herbst 2018 eingeführte MPV im Markt zu deutlicher Verwirrung geführt: Kleinere Erzeuger sahen sich durch die Mechanik benachteiligt, Aggregatoren fürchteten um ihre bisherigen Geschäftsmodelle und durch fehlende Anreize zur Bilanzkreistreue entstanden Risiken für die Stabilität des Stromnetzes. Um Spekulationen am Regelenergiemarkt vorzubeugen, wurde in den Auktionen wieder eine Arbeitspreisgrenze von 9.999 EUR/MWh eingezogen. Diese soll Bilanzkreisverantwortliche vor wirtschaftlichen Risiken schützen, die andernfalls bereits bei geringen Prognoseungenauigkeiten anfallen könnten.

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Nach Ende des Mischpreisverfahrens stabilisierten sich die Erlöse. Foto: Energy2market GmbH

„Wir freuen uns für unsere Kunden, dass sich der SRL-Markt wieder von seiner interessanten Seite zeigt und flexible, erneuerbare Anlagen ihren Teil zur Systemstabilisierung beitragen können”, betont Dr. Christof Petrick, Leiter Portfoliomanagement bei der e2m. „Es gibt eine eindeutige Aufwärtsbewegung bei den Erlösen seit Mitte des Jahres”, ergänzt er.

Bei der e2m ist man überzeugt: Auch 2020 wird der Regelenergiemarkt weiter an Fahrt gewinnen. So soll Mitte des kommenden Jahres ein Regelarbeitsmarkt etabliert werden, der künftig bis kurz vor dem Erbringungszeitraum ein gesondertes Arbeitspreisgebot zulässt, um kurzfristig freigewordene Flexibilität am Markt zu platzieren. Dies öffne den Markt für weitere präqualifizierte Anbieter und werde zu mehr Wettbewerb führen. (pq)

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