Siemens Energy präsentiert neue Lösung für Netzstabilisierung

25.09.2020 – Mit dem Unified Power Flow Controller UPFC PLUS präsentiert Siemens Energy eine neue Lösung zur Netzstabilisierung. Nach Angaben des Anbieters gleicht der UPFC PLUS Lastflüsse im Wechselstromnetz innerhalb von Millisekunden aus.

Kernstück der Lösung sind zwei Spannungsquellen: eine parallel geschaltete, die die Spannung regelt, sowie eine in Reihe geschaltete, die mit der Wechselstromleitung zusammengeschaltet ist. Damit kann die Einheit gleichzeitig die notwendige Blindleistungskompensation, Spannungsregelung und aktive Lastflusssteuerung leisten, so dass die Systemfunktion auch bei unerwartetem Ausfall oder Funktionsstörung einer einzelnen Komponente aufrechterhalten werden kann.

Siemens Energy UPFC PLUS
Im September 2020 stellte Siemens Energy mit dem Unified Power Flow Controller UPFC PLUS seine neueste Technologie zur Netzstabilisierung vor. Foto: Siemens Gas and Power GmbH & Co. KG

Technischer Aufbau

Der UPFC PLUS besteht aus einem Back-to-Back-Konvertersystem als symmetrisches Monopol, mit dem das notwendige Spannungslevel erzeugt wird. Die Powermodule von Siemens Energy bilden den modularen Multilevel-VSC-Konverter (Voltage-Source-Converter). Weitere Komponenten sind ein Serientransformator, der die Spannung in die Übertragungsleitung einspeist, wodurch der Stromfluss je nach Bedarf gedrosselt oder erhöht wird, sowie ein Paralleltransformator, der die Spannung und eingespeiste Blindleistung regelt. Eine schnelle Bypasseinheit sorgt für den Schutz des Reihenschaltungsteils und die rasche Wiederherstellung der Betriebsbereitschaft nach einer Anlagenstörung.

Die Lösung ist auf das Hochspannungsniveau elektrischer Verbundnetze ausgerichtet, die mit dreiphasigem Wechselstrom betrieben werden, und deckt nach Angaben des Industriekonzerns alle Spannungspegel weltweit ab. (ds)

www.siemens-energy.com

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