EAST: Fokus auf Batterien für E-Autos

06.10.2020 – Am 2. und 3. November 2020 werden auf der EAST – Leitmesse für innovative Energiespeicherideen, -konzepte und -produkte aktuelle Produktionstechnologien, Einsatzgebiete und Recycling auch von Antriebsbatterien für E-Autos vorgestellt und diskutiert. Die EAST wird hybrid abgehalten. Das gilt sowohl für den Kongress als auch für die begleitende Ausstellung. Teilnehmer können den Kongress somit virtuell verfolgen, Fragen stellen und die Vortragspräsentationen abrufen. Sie können aber auch vor Ort auf dem Messegelände Erfurt den Kontakt zu Wissenschaftlern, Managern, Ingenieuren oder Politikern suchen. Das Programm ist auf der Seite der Messe online verfügbar.

Das Eröffnungsprogramm der EAST widmet sich dem neben Wasserstoff derzeit wohl wichtigsten Speicherthema. Das Forum 1, „Technologien der Batterie-Herstellung/-Produktion“, wird sich deswegen ausführlich diesen Antriebsbatterien und deren Recycling widmen. Geleitet wird das Forum von Ulrich S. Schubert, der an der Friedrich-Schiller-Universität Jena selbst zu Batterien forscht, international zu den führenden Experten für Redox-Flow-Batterien gehört und Mitinitiator der EAST ist.

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Die EAST 2020 wird als hybrides Event stattfinden. Bild: Messe Erfurt GmbH

Gerade für Maschinenbauer in Mitteldeutschland bietet die Batterieproduktion eine große Chance. Wegbrechende Geschäftsmodelle durch sinkende oder gar ganz ausfallende Produktionsmengen von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren könnten so aufgefangen werden Zur EAST besteht die Möglichkeit, mit einigen Batterieherstellern wie CATL und Farasis in direkten Kontakt zu kommen. Mit CATL baut derzeit nahe der Landeshauptstadt Thüringens einer der größten Antriebsbatteriehersteller der Welt ein Werk, in dem ab 2022 rund 2.000 Mitarbeiter jährlich Batterien mit 1 GW Speichervolumen produzieren.

Thüringen selbst baut seine Forschungskapazitäten für die Batteriefertigung weiter aus. Bis 2025 wird ein neues Batterie-Forschungszentrum in Arnstadt mit mehr als 13,5 Millionen Euro unterstützt. Die neue Außenstelle des Fraunhofer-Instituts für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) Hermsdorf wird eng mit CATL zusammenarbeiten. Es soll Lösungen für die vernetzte, digital unterstützte Produktion von Batteriezellen und -modulen finden. Dazu gehört auch der Einsatz von keramischen Materialien und hochmoderne Sensoren – beides jetzt schon Schwerpunkte nicht nur der Forschungslandschaft, sondern auch der Wirtschaft in Thüringen.

Beleuchtet werden zur EAST auch die Erwartungen der Autoindustrie an die Batteriespeicher-Hersteller, der anwenderorientierte Anlagenbau und Ausrüster-Lösungen für die Batteriespeicherproduktion. Neue E-Mobilitätstechnologien mit hochleistungsfähigen Batterien und maßgeschneiderten Computern sind ein weiteres Thema des Kongresses.

Die Schwerpunkt-Themen des Kongresses und der Ausstellung:

  1. Batterie-Produktion und Batterie-Recycling
  2. Geschäftsideen, Geschäftsmodelle, technische und energierechtliche Erfordernisse von Energiespeichern in der integrierten Energiewende
  3. Best-Practice-Beispiele aus dem mitteldeutschen Raum
  4. Speichermedien u.a.:
    o Redox-Flow-Batteriespeicher
    o Keramikspeicher
    o Wasserkraft
    o Wärmespeicher
    o Anker-Produkte, -Firmen und -Konzepte aus dem wissenschaftlich-technischen Bereich
    o Komponenten und Ausrüstungen für Energiespeichersysteme
    o Wasserstoff/Wind und Sonnengas/grüne Gase und deren Speicherung

www.east-erfurt.de

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