SPIE: Monitoring mit digitalem Zwilling

12.10.2020 – In der Netzleitstelle des SPIE Schaltanlagenbau Berlin überwachen Mitarbeiter den Betrieb von Windpark-Umspannwerken, nehmen Schalthandlungen per Fernüberwachung vor und koordinieren Entstörungseinsätze. Künftig soll nun auch ein modernes Kamerasystem mit Bilderkennungssoftware eingebunden werden. Gemeinsam mit der Partnerfirma Hesotech hat SPIE eine derartige DocuCam für Umspannwerke entwickelt, die Sichtkontrollen übernehmen und Informationen an die Netzleitstelle geben soll, sobald sich beispielsweise ein Messwert außerhalb des definierten Toleranzbereichs befindet.

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Die Bilderkennungssoftware übermittelt die Informationen an die Netzleitstelle Copyright: SPIE Deutschland & Zentraleuropa

Einsatz eines digitalen Zwillings

Die ermittelten Echtzeitdaten aus Sensorik und Kamerasystem, die Anlagenwerte sowie die technischen Rahmenbedingungen des Umspannwerks verschmelzen in einem digitalen Zwilling miteinander. Der digitale Anlagenzwilling visualisiert die Stamm- und Echtzeitdaten so, dass der Anlagenbesitzer Entscheidungen wie beispielsweise den Tausch von Anlagenteilen auf Basis der technischen Konzeptvorschläge von SPIE effektiver treffen kann. Ein digitales Abbild der Anlage ermögliche so den Zugriff auf Informationen zu jedem einzelnen Bauteil, wie SPIE vermeldet.

Digitale Weiterentwicklung

Elektrotechnische Informationen des Leitsystems wie Strom, Spannung, Wirk- und Blindleistung können mit den Daten der Bilderkennungssoftware im digitalen Zwilling verknüpft werden, um die Fehleranalyse zu unterstützen. Zudem könne das System schneller erfassen, wann welche Arbeiten in welcher Anlage notwendig sind, um den effizienten Einsatz der Servicetechniker vorzubereiten. Dazu bezieht es Online-Informationen wie zum Beispiel Wetterberichte der Region mit ein, so dass die Netzleitstelle zum Beispiel keine Abschaltungen an besonders windreichen Tagen plant. (ds)

www.spie.de

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