380-kV-Kompensationsdrosselspule für TransnetBW

Das Umspannwerk Stuttgart-Mühlhausen erhielt eine neue Kompensationsdrosselspule. Bild: SPIE Deutschland & Zentraleuropa

09.11.2020 – Um dem steigenden Regelungsbedarf im 380-kV-Hochspannungsnetz zu begegnen, nutzt TransnetBW im Umspannwerk Stuttgart-Mühlhausen künftig eine neu entwickelte Kompensationsdrosselspule (KPDR) samt Schaltfeld. Die neue regelbare KPDR ermöglicht TransnetBW zufolge eine deutlich präzisere Einstellung der Netzspannung. Bisher wurden Drosselspulen im Netzgebiet der TransnetBW ausschließlich im 110-kV-Netz verwendet.

Herausfordernde Installationen im laufenden Betrieb

Die 360 Tonnen schwere Kompensationsdrosselspule mit einer dauerhaft zulässigen Systemspannung von 440 kV (Kilovolt) und einem Regelband von 50 bis 250 MVAr (Mega-Volt-Ampère-reaktiv) in 33 Stufen wurde eigens für den Übertragungsnetzbetreiber entwickelt. SPIE installierte die KPDR im laufenden Betrieb.

Dazu mussten zunächst vier Meter Höhenunterschied zum bisherigen Gelände ausgeglichen werden. Der Multitechnik-Dienstleister SPIE erweiterte das Grundstück terrassenförmig und errichtete über die gesamte Breite der Anlage eine Winkelstützwand mit einer Höhe von vier Metern. Zudem wurden die beiden bestehenden Sammelschienen um zwei Feldteilungen erweitert, um das neue Feld an die bestehende Anlage anzubinden. Im Anschluss wurde die Drosselspule elektrisch in die Anlage eingebunden.

TransnetBW hat SPIE in einem Folgeprojekt mit der Installation einer identischen Kompensationsdrosselspule im Umspannwerk Goldshöfe betraut. (ds)

www.spie.de

www.transnetbw.de

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