Siemens Energy erzielt Vereinbarung zur Elektrifizierung Afghanistans

18.11.2020 – Siemens Energy hat ein mehrstufiges Abkommen mit Afghanistan unterzeichnet. Ziel der Vereinbarung ist es, den Zugang zu Elektrizität zu verbessern, um das Potenzial Afghanistans besser auszuschöpfen und dadurch das wirtschaftliche Wachstum anzukurbeln. Wie Siemens Energy mitteilt, bieten die geostrategisch günstige Lage als Knotenpunkt für den Energietransit in der Region sowie die reichlich vorhandenen Erneuerbaren Energieressourcen des Landes am Hindukusch vielfältige Möglichkeiten, durch die Elektrifizierung auch neue Einnahmequellen zu erschließen.

Siemens Energy Elektrifizierung Afghanistan
Unterzeichner auf afghanischer Seite (siehe Foto oben): Von links nach rechts: Khan Mohammad Takal, Leiter der Behörde für Energiedienstleistungen, Abdul Habib Zadran, stellvertretender Finanzminister, Mahmood Qadri, geschäftsführender Direktor Finanzen und Verwaltung der Da Afghanistan Breshna Sherkat. Unterzeichner auf Siemens Energy-Seite (Foto unten): Dietmar Siersdorfer, Managing Director Middle East (links), und Michael Bueker, Senior Vice President Finanzen Middle East (rechts). Bild: Siemens Energy AG

Derzeit sind große Teile des afghanischen Stromnetzes stark fragmentiert, die Regionen werden oft aus den Nachbarländern mit Strom versorgt. Nur etwa 28 Prozent der 37 Millionen Einwohner Afghanistans haben derzeit Zugang zu elektrischer Energie.

Das Abkommen baut auf einer Absichtserklärung (Memorandum of Understand, MoU) auf, die Siemens im Januar 2019 mit der afghanischen Regierung unterzeichnet hatte, um die nachhaltige Entwicklung des Landes zu unterstützen. Bestandteil der ersten von drei Phasen der Vereinbarung ist die wirtschaftliche und technischen Machbarkeit, in der zweiten Phase liegt der Schwerpunkt auf dem Ausbau und der Stabilisierung des nationalen Stromnetzes. Das Netz soll durch internationale Verbindungen vervollständigt werden. Außerdem ist der Aufbau lokaler Erzeugungszentren für die Nutzung Erneuerbarer Energien vorgesehen. Die dritte Phase wird sich auf die Entwicklung des Sektors der Erneuerbaren Energien sowie auf die weitere nachhaltige Stromerzeugung konzentrieren.

Ferner wird der deutsche Konzern die afghanische Regierung dabei unterstützen, Trainings- und Berufsausbildungs-Programme im Land zu entwickeln. So sollen qualifizierte und wettbewerbsfähige lokale Arbeitskräfte ausgebildet werden, um den Ausbau und die Entwicklung der Infrastruktur und Industrie im Land voranzutreiben. (ds)

www.siemens-energy.com

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