VKU zum Ladegipfel von BMWi und BMVI

03.12.2020 – Im Vorfeld des heute vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) und Bundesverkehrsministerium (BMVI) ausgerichteten Treffens zum Ausbau der Ladeinfrastruktur spricht sich VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing für den zügigen Abbau bestehender Hemmnisse aus, um die notwendigen Investitionen tätigen zu können.

Zahlen, Daten, Fakten
Von ca. 32 000 öffentlichen Ladepunkten in Deutschland sind fast 17 500 in kommunaler Hand. Das sind 54 Prozent der Ladepunkte. Dabei hat sich der Anteil kommunaler Ladepunkte in den letzten Jahren deutlich gesteigert. Lag der kommunale Anteil 2010 noch bei 35 Prozent, so stieg er bis 2014 auf 46 Prozent. Die Auswertung zeige auch, dass kommunale Unternehmen gerade im ländlichen Raum die treibende Kraft beim Ausbau öffentlicher Ladepunkte sind. Hier liege der Anteil der Ladepunkte, die sich in kommunaler Hand befinden, bei 57 Prozent.

Konkret bezieht sich Liebing auf einen erforderlichen Flächenbedarf für den Ausbau der privaten und öffentlichen Ladeinfrastruktur. Darauf müsse seiner Ansicht nach der Rechtsrahmen für die Elektromobilität ausgerichtet werden. So sollte etwa das Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz (GEIG), das sich gerade im parlamentarischen Verfahren befindet, sinnvoll erweitert werden und zum Beispiel auch Kunden- und Besucherparkplätze in gewerblichen Gebäuden und Quartierslösungen mit in den Blick nehmen.

Zudem befürwortet der VKU-Hauptgeschäftsführer einen nationalen Stakeholderdialog, der über den heutigen Gipfel hinausgeht. Kommunen, Energiewirtschaft, Automobilwirtschaft, Handel und Wohnungswirtschaft müssen sich laut Liebing eng austauschen und zusammenarbeiten. Daher sollten in den Kommunen Elektromobilitätsmanager die lokalen Akteure zusammenbringen und die notwendigen Flächen aktivieren.

Um ein kundenfreundliches Laden zu erreichen, gehe es weniger um ein einheitliches Bezahlsystem als vielmehr um einfache und flexible Bezahlmöglichkeiten für Kunden. Der zu starre Fokus auf Einheitlichkeit schränke die Möglichkeiten der Kunden ein und nehme den Betreibern von Ladesäulen Flexibilität und Innovationsspielräume. (ds)

www.vku.de

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