Stromnetzentgelte im Schnitt konstant

14.01.2021 – Die Stromnetzentgelte der Verteilernetzbetreiber haben sich nach einer Stichprobe der Bundesnetzagentur im bundesweiten gewichteten Durchschnitt kaum verändert.

Das Netzentgelt für einen typischen Haushaltskunden liegt bei den von der Bundesnetzagentur regulierten Netzbetreibern im Jahr 2021 bei 7,65 ct/kWh gegenüber 7,60 ct/kWh im Vorjahr (+0,7 Prozent).

Ein Gewerbekunde zahlt weiterhin 5,80 ct/kWh. Ein mittelständischer Industriekunde muss 2021 ein Netzentgelt in Höhe von 2,64 ct/kWh entrichten nach 2,62 ct/kWh im Vorjahr (+0,8 Prozent).

Heterogene Entwicklung der Netzentgelte zwischen den Regelzonen

Im Einzelnen könne sich die Netzentgeltentwicklung der Bundesnetzagentur zufolge anders darstellen als im bundesweiten Durchschnitt. Die Netzentgelte der bundesweit rund 880 Verteilernetzbetreiber, von denen rund 180 durch die Bundesnetzagentur beaufsichtigt werden, bleiben nur im bundesweiten Durchschnitt konstant. Es gibt deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Verteilernetzbetreibern und zwischen den Regelzonen.

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Bild: Nattanan Kanchanaprat (nattanan23) / pixabay.com ; jplenio / pixabay.com

In der Regelzone von TenneT profitieren die Verteilernetzbetreiber von sinkenden vorgelagerten Kosten des TenneT-Übertragungsnetzes. Demgegenüber steigen in den Regelzonen von TransnetBW und 50Hertz die Kosten für die vorgelagerten Übertragungsnetze. Bei 50 Hertz werden die positiven Effekte der Vereinheitlichung der Übertragungsnetzentgelte von erwarteten, steigenden Redispatch-Kosten überkompensiert.

In der Regelzone des größten deutschen Übertragungsnetzbetreibers Amprion gebe es laut der Aufsichtsbehörde – bei annähernd konstanten Übertragungsnetzkosten – in Abhängigkeit vom jeweiligen Verteilernetzbetreiber eine divergierende Entwicklung: Bei einigen Netzbetreibern ändert sich sehr wenig, bei anderen steigen die Netzentgelte bspw. für mittelständische Industriekunden um fast 12 Prozent.

In einigen Verteilernetzen kommt es zu erheblichen Kostensteigerungen durch Investitionen in die Netze, z.B. auf Grund des für die Energiewende erforderlichen Ausbaus auch der Verteilernetze. Dieser Ausbau ist aber längst nicht in allen Verteilernetzen erforderlich, was die Unterschiede zwischen den Netzentgelten der einzelnen Netzbetreiber vergrößert.

Die Übertragungsnetzbetreiber haben ihre Netzentgelte für das Jahr 2021 bereits im Oktober 2020 veröffentlicht und nicht mehr angepasst. Auch bei den Verteilnetzbetreibern bleiben die im Herbst 2020 veröffentlichten vorläufigen Netzentgelte in den meisten Fällen unverändert. (ds)

www.bundesnetzagentur.de

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