Carsharing in Luxemburg über MOQO

25.01.2021 – CFL Mobility baut in Luxemburg unter der Marke „FLEX“ ein Carsharing-System auf. Die Tochtergesellschaft der luxemburgischen Eisenbahnen CFL will künftig die Shared Mobility Plattform von MOQO nutzen, um den FLEX-Service landesweit anbieten zu können. CFL Mobility zufolge wolle man die Lücke zwischen öffentlichem Transport und privater Mobilität schließen, damit die Nutzung des öffentlichen Transportes zu einer attraktiven Alternative zum eigenen Auto wird.

FLEX Luxembourg Diekirch CFL Mobility Web
FLEX-Station in der luxemburgischen Stadt Diekirch. Bild: CFL Mobility SA

Gestartet wurde 2018 mit Stationen an 25 Bahnhöfen der CFL. Schwerpunkte für den weiteren Ausbau waren Bereiche mit einer höheren Siedlungsdichte. Besonders die Stadt Luxemburg ist dabei im Fokus. Die Nachfrage hier sei sehr groß, allerdings ist es schwierig, in der eng bebauten Stadt mit hoher Flächenkonkurrenz geeignete Parkflächen für die FLEX-Stationen zu bekommen. Aktuell betreibt FLEX sein Angebot ausschließlich stationsbasiert.

Mit mehr als 660 Pkw pro Einwohner ist Luxemburg das Land mit der höchsten Pkw-Dichte in der EU. Dazu kommen werktäglich 200.000 Berufspendlern aus Deutschland, Frankreich und Belgien, die auch meist mit dem Pkw unterwegs sind. Die Probleme, die sich daraus ergeben, vor allem Verkehrschaos und Umweltverschmutzung, sind ein dafür Grund, dass das 620.000-Einwohnerland mehr und mehr auf alternative und umweltfreundliche Mobilitätskonzepte setzt. Zu nennen ist der vor einem Jahr eingeführt kostenlose Nahverkehr und auch Carsharing.

Verschiedene Carsharing-Geschäftsmodelle

In seiner Strategie konzentriert sich CFL Mobility auf drei Bereiche. Kernbereich sind die eigenen FLEX-Carsharing-Stationen von CFL Mobility. Ein weiterer Bereich sind Partnerschaften mit Gemeinden und Unternehmen, die dann auch an den wirtschaftlichen Risiken und Chancen des Carsharing beteiligt sind. Den dritten Bereich, der gerade testweise aufgebaut wird, ist die kombinierte Nutzung von Firmenfahrzeugen für den Dienst- und Privatgebrauch. Zunächst wird CFL Mobility dieses Konzept unter dem Namen CFLEX intern im eigenen Firmenkonsortium testen.

MOQO App für einfache Nutzung

Für den Anbieter bildet die MOQO-Plattform alle für das Sharing notwendigen Prozesse digital ab: von Miet- und Abrechnungsprozessen über Führerscheinvalidierungen und Services, wie die Reinigung und die Aufnahme von Schäden oder Fahrzeugzuständen, bis hin zu Personal- oder Buchhaltungssystemen.

Carsharing-Kunden müssen lediglich die App herunterladen und sich registrieren. Im Anschluss sehen sie jederzeit, wo welche Fahrzeuge bereitstehen. Diese können spontan gebucht oder im Voraus reserviert werden. Bei Elektrofahrzeugen werden die Nutzer zudem über den Ladestand der Batterien und die Reichweite informiert. Außerdem biete das System laut MOQO jederzeit volle Transparenz über alle genutzten Dienstleistungen und deren Kosten. (ds)

www.flex.lu
www.moqo.de

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