Siemens und Aral modernisieren Tankstellen

27.01.2021 – Die Aral AG hat Siemens Smart Infrastructure mit dem Ausbau des Netzanschlusses an dreißig Tankstellen beauftragt. Die Installation von intelligenten Ortsnetzstationen ermöglicht es Aral, ihre Tankstellen mit Ultraschnellladetechnologie mit einer Leistung von bis zu 350 Kilowatt an den Ladesäulen aufzurüsten. Aral betreibt alle Ultraschnellladesäulen in Eigenregie. Die entsprechende Akkutechnik vorausgesetzt, kann das Elektrofahrzeug dem Unternehmen zufolge innerhalb von zehn Minuten Strom für eine Reichweite von bis zu 350 Kilometern laden. Die Installation soll bis Ende Februar 2021 abgeschlossen sein.

Siemens-AralIONS-c-wiwiphoto-ulrich-wirrwa-lr-8747
Die Installation von intelligenten Ortsnetzstationen ermöglicht es Aral, dreißig ausgewählte Tankstellen mit Ultraschnellladetechnologie aufzurüsten. Bild: Siemens AG

Die intelligente Ortsnetzstation soll Aral nicht nur die Einführung von Ultraschnellladetechnologie ermöglichen, sondern auch für eine bessere Netzauslastung innerhalb der bestehenden Infrastruktur sorgen.

Die meisten Tankstellen verfügen aktuell nur über einen Niederspannungsanschluss. Um den durch die Schnellladesäulen zusätzlich entstehenden Strombedarf decken zu können, muss der Netzanschluss auf einen Mittelspannungsanschluss mit höherer Leistung aufgerüstet werden. Dies geschieht mit Hilfe der Ortsnetzstationen. Sie verbinden die Ladeinfrastruktur der Tankstellen mit dem öffentlichen Stromnetz und bestehen aus je einem hermetisch gekapselten Transformator, einer gasisolierten Mittelspannungsschaltanlage vom Typ 8DJH sowie einer Sivacon S8 Niederspannungsschaltanlage, an die bis zu sechs Schnellladestationen angeschlossen werden können.

Durch den Einsatz von kommunikationsfähiger Hardware sowie Internet-of-Things (IoT) Technologie kann sich Aral jederzeit über den Zustand der Ortsnetzstationen informieren. Der Einsatz von Sensoren soll dabei helfen Daten zu generieren, die eine kontinuierliche Überwachung des Zustands und eine bessere Netzauslastung innerhalb der bestehenden Infrastruktur gewährleisten. Diese Daten werden dann über Kommunikationsschnittstellen an ein übergeordnetes, cloudbasiertes IoT-System weitergegeben. Über eine Web-Applikation werden die Daten ergänzend zu denen der Schnellladestationen ausgewertet und visualisiert. (ds)

www.siemens.de/smart-infrastructure
www.aral.de

Share