Neuer Kabelmesswagen titron von BAUR

05.02.2021 – Der Messwagen soll den Betreibern von Mittelspannungsnetzen eine höhere Verfügbarkeit des Netzes, mehr Qualität und eine optimierte Betriebsmittelnutzung ermöglichen. Die im 3,5-Tonner verbaute Technik soll für eine zielgerichtete und zeitsparende Kabelfehlerortung sorgen, die Kabelprüfung beschleunigen sowie Funktionen zur einfachen und schnellen Kabeldiagnose bereitstellen. Das verschafft Netzbetreibern sowie Dienstleistern hilfreiches Wissen über den Kabelzustand sowie für die Fehlerbehebung und -vermeidung. So sollen Ausfälle und ungeplante Reparaturen vermieden werden und Asset-Manager sollen die Restlebensdauer der Kabel effektiver einschätzen können. Das steigert die Sicherheit bei der Instandhaltungsplanung und liefert eine fundierte Basis für Entscheidungen über Ersatzinvestitionen.

Titron Cable Text Van (2021) Heck
BU 1: Heckansicht des neuen BAUR Kabelmesswagen titron. Bild: BAUR GmbH

Für das messende Personal, das Asset-Management und andere Fachabteilungen bis hin zur Unternehmensleitung bieten sich diverse Vorteile. Zu verdanken ist dies einer einfacheren Bedienung, einer durch viele Tools unterstützten Kabelfehlerortung, zeitoptimierten Diagnoseabläufen durch das Parallelisieren von Verlustfaktormessung und Teilentladungsmessung und einer hohen Anpassbarkeit der Prozesse. Das sorgt für einheitliche Ergebnisse und eine geradlinige Auswertungskette.

Mehr Stauraum

Der neue Kabelmesswagen verfügt über viel mehr Stauraum als sein Vorgänger, z.B. für Handmessgeräte oder dienstliche Unterlagen. Außerdem wurde die Arbeitsfläche vergrößert, um die Ergonomie zu verbessern. Dazu tragen unter anderem die wandmontierten LCD-Bildschirme bei. Kunden können ihren titron nach Wunsch gestalten und ihn zum Beispiel mit zwei Bildschirmen oder einer Sitzbank mit Rückenlehne ausstatten lassen.

Titron Cable Text Van (2021) Interieur 2 Screens
Der neue titron bietet eine funktionale Arbeitsumgebung. Bild: BAUR GmbH

Intuitive Bedienung für Einsteiger und Experten

Eine ergonomisch gestaltete und intuitiv zu bedienende Softwareoberfläche beschleunigt die Arbeitsvorgänge und entlastet die AnwenderInnen bei der täglichen Arbeit. Standardisierte Abläufe lassen sich einfach aufrufen und starten; bei komplexeren Messaufgaben können sich die BedienerInnen von der Software lotsen lassen. Messergebnisse werden klar aufgearbeitet und sind auf einen Blick interpretierbar. Dies erleichtert neuen MitarbeiterInnen die Einarbeitung und führt schnell zu verlässlichen Ergebnissen. Gleichzeitig bietet die Software einen Experten-Modus, bei dem erfahrene MesstechnikerInnen direkt Einfluss auf die Prozesse und Parameter nehmen können. Hilfestellung dürfen User auch bei der Fehlerortung erwarten, zum Beispiel aufgrund der Verknüpfung von Kabeldaten und Messwerten mit Karten, die ein schnelleres Auffinden der Fehlerstelle ermöglichen.

Kabelfehlerortung mit dem Smart Cable Fault Location Guide

Unterstützt durch den Cable Fault Location Guide werden die Kabelfehler-Vor- und Nachortung beschleunigt. Zudem lässt sich die Software mit der BAUR-Kabeldatenbank und mit einem Geographischen Informationssystem verzahnen, um Fehlerart und -ort noch schneller eingrenzen zu können. Auch bei der Nachortung bietet BAUR Software Hilfestellung und schont dabei sogar das Kabel: Die BAUR-App zeigt den Fehlerort auf dem Display an und ermöglicht es, den Stoßstromgenerator von der Fehlerstelle aus fernzusteuern. Das minimiert den Stress für die Kabelstrecke, denn sie muss der Belastung beim Nachorten nur solange ausgesetzt werden wie gerade eben nötig.

Diagnosefunktionen im Messwagen

Dank parallelisierter Prozesse – wie dem Zusammenfassen der Verlustfaktor- und Teilentladungsmessung zu einem Ablauf – laufen die Messaufgaben schneller ab. So erfassen MesstechnikerInnen in ihrer Arbeitszeit deutlich mehr Informationen und generieren Zusatznutzen für das Asset- und Instandhaltungs-Management. Um den maximalen Nutzen aus den Informationen zu ziehen, können neben den Standardprozessen auch eigene Vorlagen für Abläufe und Grenzwerte definiert werden, die auf allen Kabelmesswagen zum Einsatz kommen. Einfach und wahlweise nach eigenen Vorgaben gestaltet ist auch das Berichtswesen. So können Unternehmen eine konsequente, individuelle Diagnosephilosophie umsetzen – vom Erheben der Messwerte bis zum Bericht und der Weitergabe der Daten an die KollegInnen in der Zentrale. Diagnosen müssen nicht mehr singulär betrachtet werden, sondern werden vergleichbar und eröffnen neue Chancen für die Auswertung im Backoffice.

Titron Cable Text Van (2021) - BAUR Software 4
Die mithilfe von BAUR Software 4 erstellten Berichte stellen neben den Fachabteilungen auch für die Unternehmensentscheider eine Hilfestellung dar. Bild: BAUR GmbH

Datenauswertung vor Ort

Im BAUR Kabelmesswagen titron ist es möglich, Messwerte zu erheben und vor Ort zu analysieren. Die Daten werden außerdem in der BAUR Software 4 gespeichert und zu Reports aufbereitet. Von dort können die Daten und Berichte anderen KollegInnen im Feld und anderen Abteilungen zugänglich gemacht werden, damit diese Analysen mit Büro-Lizenzen der BAUR Software durchführen können. Mithilfe der BAUR statex Software können statistische Restlebensdauerprognosen auf Basis der Verlustfaktormessung erstellt werden. Mithilfe dieser Prognosen lassen sich Kabelstrecken deutlich länger nutzen, wodurch die Netzinstandhaltungskosten sinken sollen.

Die mithilfe von BAUR Software 4 und statex erstellten Berichte und Analysen sind nicht nur für die technikorientierten Fachabteilungen von Interesse, sondern stellen auch für das Management eine Hilfestellung dar. Insbesondere die Prognose der Restlebensdauer mit statex bietet eine valide Grundlage, um Sparpotenziale zu identifizieren, Budgets exakt zu planen und die Abschätzung der Netznutzungskosten sowie Ausfallrisiken besser zu beherrschen.

www.baur.eu/de

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