KI und Datenaustausch in Frankfurter Parkhäusern

24.02.2021 – Unter der Leitung der SyroCon AG erarbeiten die Partner EDAG Engineering GmbH, Hubject GmbH und Intilion GmbH sowie das Research Lab for Urban Transport (ReLUT) der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) und das House of Energy intelligente Park- und Ladekonzepte für Parkhäuser in Frankfurt. Ziel des vom BMWi geförderten Projekts iLaPark ist es, mehr Ladestationen in die Parkhäuser zu bringen und diese optimal für die E-Autofahrer und die elektrischen Netze zu nutzen.

Parkhäuser und Ladestationen werden mit Hilfe einer Software-Plattform und App von SyroCon und EDAG zu virtuellen Clustern zusammengeschlossen, um eine optimale Belegung der Ladestationen zu erreichen. Dies ist notwendig, damit die Last der elektrischen Energie effektiv verteilt werden kann. Die Plattform ermöglicht somit Parkhausbetreibern ihren Endkunden Parken und Laden kombiniert und digital anzubieten.

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Mithilfe einer Software soll die optimale Belegung der Ladestationen erreicht werden. Bild: Wellnhofer Designs / Shutterstock.com

Analyse des Park- und Ladeverhaltens

Um die bedarfsgerechte Ladeinfrastruktur in Parkhäusern zu bestimmen, werden Park- und Lade-verhalten sowie Parkhausumfeld vom ReLUT analysiert. Über die App können Fahrer sowohl von batterieelektrischen PKW (BEV) als auch von Plug-In-Hybriden (PHEV) alle Funktionen und Informationen der Ladeinfrastruktur in Parkhäusern nutzen.

Für die Erprobung wird von HUBJECT und Intilion eine portable batteriegestützte Ladeinfrastruktur entwickelt, die es Parkhausbetreibern ermöglicht, Ladeinfrastruktur und Konzepte ohne massiven Ausbau der elektrischen Anschlusskapazitäten zu testen. Neben den technischen Faktoren werden laut den Projektpartnern erstmals raumbezogene bzw. stadttypologische Faktoren betrachtet. Neben der Software-Plattform für Parkhausbetreiber ist der Mobility Engineering Dienstleister EDAG als Projektpartner auch für die KI-basierte Preisfindung und Abrechnung „Parken + Laden“ verantwortlich. Das House of Energy unterstützt als Unterauftragnehmer die Projektorganisation und ist unter anderem für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Frankfurt wird Pilotgebiet

Als Modellregion wird die Innenstadt von Frankfurt betrachtet, in der sich ca. 500.000 Menschen bewegen. Innerhalb der Kernstadt (Konstablerwache bis Hauptwache) befinden sich ca. 10 Parkhäuser, die zum Großteil im Besitz des assoziierten Partner PBG sind. Erfahren die E-Autofahrer über eine App, welche Ladestationen verfügbar sind, kann der Verkehr gezielt gesteuert werden. So werden netzdienliches Laden und die optimale Auslastung der Infrastruktur erreicht. Die gewonnen Erkenntnisse aus dem Pilotgebiet lassen sich den Projektpartnern zufolge auf vergleichbare Regionen übertragen. (ds)

www.house-of-energy.org
www.syrocon.de
www.edag.com
www.hubject.com
www.intilion.com
www.frankfurt-university.de

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