BNetzA: Ausschreibungen für Offshore-Windenergie

01.03.2021 – Die Bundesnetzagentur hat kürzlich drei Flächen in Nord- und Ostsee für Windenergieanlagen auf See zur Ausschreibung gestellt.

Einen Zuschlag erhält jeweils der Bieter, der den geringsten Förderbedarf für einen Windpark auf der Fläche anmeldet. Für zwei der drei Flächen bestehen allerdings gesetzliche Eintrittsrechte der Unternehmen, die dort ursprünglich einmal Offshore-Windparks geplant hatten.

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Bild: picture alliance/dpa | Sina Schuldt

Das Ausschreibungsvolumen beträgt insgesamt 958 Megawatt, davon 658 MW in der Nordsee und 300 MW in der Ostsee. Der Höchstwert für Gebote beträgt 7,3 ct/kWh. Die Fertigstellung der Windparks ist für das Jahr 2026 geplant.

Ausschreibungen nach dem „zentralen Modell“

Nach den beiden Ausschreibungen in den Jahren 2017 und 2018 finden nun erstmals Ausschreibungen nach dem „zentralen Modell“ statt. Das heißt, es werden nicht nur die Förderung und die Netzanbindungskapazität ausgeschrieben, sondern zugleich auch das Recht, beim zuständigen Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) die Planfeststellung für die Bebauung der Flächen mit einem Offshore-Windpark zu beantragen.

Grundlage der Ausschreibungen ist die förmliche Eignungsfeststellung der drei Flächen. Diese ist das Ergebnis umfassender Voruntersuchungen, die das BSH im Auftrag der Bundesnetzagentur durchgeführt hat. Das BSH untersuchte die Meeresumwelt, den Baugrund und die wind- und ozeanographischen Verhältnisse für die Flächen. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden auf der Internetseite des BSH veröffentlicht. Die Kosten der Voruntersuchung sollen nach dem Zuschlag auf die erfolgreichen Bieter umgelegt werden. (ds)

www.bundesnetzagentur.de

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