mME-Plattform im Praxistest

24.03.2021 – Nach der Marktevaluation in Phase 1 des Projekts „Plattform moderne Messeinrichtungen“ untersucht das Stadtwerkenetzwerk smartOPTIMO gemeinsam mit neun Stadtwerken, ob sich Haushalte mit weniger als 6.000 kWh Jahresverbrauch für eine Visualisierung ihres Stromverbrauchs via App interessieren. Dafür statten die Versorger ausgewählte Endkunden mit Geräten aus, die auf die digitale Schnittstelle einer modernen Messeinrichtung (mME) gesetzt werden und WLAN-basiert eine Datenkontrolle in Echtzeit ermöglichen.

Phase 1: Marktevaluation

SmartOptimo moderne Messeinrichtung
In dem Pilotprojekt wollen die Stadtwerke beide Lösungen unter Realbedingungen technisch erproben und Erfahrungen sammeln. Bild: smartOPTIMO GmbH & Co. KG

Gestartet hatten smartOPTIMO und die Stadtwerke die erste Phase des Projektes im letzten Jahr mit einer Marktevaluation. Zentrale Frage: Welche Möglichkeiten gibt es für Stadtwerke, Endkunden mit einer modernen Messeinrichtung Mehrwerte und Zusatzleistungen anzubieten? Dazu wurden zwei Anbieter ausfindig gemacht, deren Kundenlösungen nun in der Phase 2 in der Praxis erprobt werden sollen. Für den Praxistest haben die beteiligten Stadtwerke jeweils eine geringe Anzahl von Geräten beider Anbieter bestellt und bauen diese aktuell bei ausgewählten Kunden ein – bei eigenen Mitarbeitenden ebenso wie bei „echten“ Kunden.

Wesentlicher Bestandteil des Projektes ist es, die Kundenakzeptanz zu ermitteln: Wie groß ist das Interesse, sich regelmäßig und vertieft mit dem eigenen Stromverbrauch zu befassen? Gibt es die Bereitschaft, durch eigenes Verhalten und den Austausch von Elektrogeräten Strom und Kosten zu sparen? Und sind die Kunden bereit, für diesen Service etwas zu bezahlen? Im Pilotprojekt sind Geräteeinbau und -nutzung für die Endkunden kostenlos.

Testprodukte mit ähnlichem Funktionsumfang

Die beiden für den Vergleichstest ausgewählten Auslesegeräte und Apps verfügen über einen ähnlichen Funktionsumfang. Beispielsweise ermöglichen sie die Hinterlegung eines Stromtarifs und die Visualisierung des historischen und aktuellen Stromverbrauchs auf mobilen Endgeräten. Sie warnen überdies bei Überschreitung der monatlichen Abschlagssumme, ordnen Stromverbrauch und -kosten einzelnen Elektrogeräten zu und machen die sonst erforderliche Zählerstanderfassung für die Jahresschlussrechnung obsolet.

Kundenbefragung entscheidet über Markteinführung
Ein halbes Jahr lang wollen die Projektpartner die Technik nun live erproben, zusätzlich wird es eine Kundenbefragung geben. Fallen die Ergebnisse zufriedenstellend aus, wird einer oder beide Hersteller gegebenenfalls fester Bestandteil des smartOPTIMO Produktportfolios.

Interessierte Stadtwerke können sich noch bei smartOPTIMO melden und kurzfristig an der Pilotphase teilnehmen. (ds)

www.smartoptimo.de

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