ED Netze: Transparenz im Verteilnetz schaffen

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Marcel Meilhammer, Netzbetriebsmonteur ED Netze GmbH, beim Einbau des Sensors. Foto: ED Netze GmbH / Roland Sigwart

24.03.2021 – Die ED Netze GmbH modernisiert und digitalisiert ihr Niederspannungsnetz kontinuierlich mit dem Ziel, kurzfristig Transparenz im Netz zu schaffen und mittelfristig ein intelligentes Einspeise- und Lastmanagement aufzubauen. Dazu benötigt das Unternehmen zusätzliche Daten aus dem Niederspannungsnetz, insbesondere aus den letzten Metern zwischen den Ortsnetzstationen und den Haushalten.

Um die benötigen Daten zu erhalten, setzt die ED Netze GmbH auf die IoT-Lösung „SMIGHT Grid“, die von der Netze BW GmbH und dem EnBW Start-up SMIGHT entwickelt wurde. Ein Sensor misst die jeweilige Stromstärke an den einzelnen Abgängen und überträgt diese verschlüsselt in Echtzeit über das Mobilfunknetz an eine IoT-Plattform von SMIGHT. Dort werden die Daten gespeichert, ausgewertet und schließlich der ED Netze GmbH in einem Web-Portal zur Verfügung gestellt. Diese kann so zum Beispiel die Stromstärke in Echtzeit ermitteln und bei Überlast schnell entsprechende Maßnahmen einleiten. Das erhöht die Versorgungssicherheit.

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Der Sensor „SMIGHT Grid“ misst die Stromstärke an den einzelnen Abgängen und überträgt diese verschlüsselt und in Echtzeit über das Mobilfunknetz an eine IoT-Plattform von SMIGHT. Foto: ED Netze GmbH / Roland Sigwart

250 Ortsnetzstationen modernisieren

Seit kurzem sind die Techniker der ED Netze GmbH zunächst in der Region Donaueschingen dabei, insgesamt 250 Ortsnetzstationen mit der Messtechnik zu ertüchtigen. ED Netze erzielt nach eigenen Angaben mit dieser Anzahl, in Bezug auf die Netzgröße, bereits eine überdurchschnittliche Netzabdeckung. Die gewonnen Daten sollen auch für den Netzausbau genutzt werden, um so weitere Ladestationen für Elektroautos sowie zusätzliche Photovoltaik-Anlagen in die Infrastruktur zu integrieren.

Die Montage der Sensoren erfolgt im laufenden Betrieb und dauert laut ED Netze weniger als eine Stunde pro Station. Eventuell sei eine spätere Nutzung der Sensoren für die Kurzschlussstromanzeiger in den Stationen denkbar. Eine Weiterentwicklung ist bereits in Planung, wie der Netzbetreiber mitteilt. (ds)

www.ednetze.de
www.smight.com

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