Steinkohlekraftwerk Lünen gesprengt

31.03.2021 – Am vergangenen Sonntag ging in Lünen ein Stück Stadtgeschichte zu Ende: Die Hagedorn Unternehmensgruppe sprengte das 70 Meter hohe Kesselhaus, den 110 Meter hohen Kühlturm, den 50 Meter hohen Wäscher der Rauchgasentschwefelungsanlage und einen 250 Meter hohen Schornstein des ehemaligen Steinkohlekraftwerks der Steag und schafft damit Raum für neue Gewerbe- und Industrieflächen.

Hagedorn Sprengung Steinkohlekraftwerk
Auch der 110 Meter hohe Kühlturm des ehemaligen Steinkohlekraftwerks wurde gesprengt. Bildquelle: Hagedorn Management GmbH

420 Kilogramm Sprengstoff gezündet

Die größte Sprengung Deutschlands in diesem Jahr wurde über ein Dreivierteljahr intensiv vorbereitet. Die Gebäude wurden mit 2132 Sprenglöchern im Stahlbeton und 122 Schneidladungen zur Stahlsprengung präpariert. In Summe wurde 420 Kilogramm Sprengstoff benötigt, der von den Fachleuten präzise positioniert und dann elektronisch im Millisekunden-Bereich gezündet wurde.

Im Zuge des Rückbaus und der Verwertung der gesprengten Objekte kommen über 40 Großbagger und Maschinen zum Einsatz. Die rund 180.000 Tonnen Bauschutt und Schrott werden nach Angaben von Hagedorn vollständig recycelt und der Bauschutt noch direkt vor Ort wiederverwendet.

Neue Nutzung der ehemaligen Kraftwerksfläche

Die Hagedorn Unternehmensgruppe hat die 52 Fußballfelder große Fläche vor etwas mehr als einem Jahr übernommen. Auf dem Gelände sollen in Abstimmung mit der Stadt Lünen neue Industrie- und Gewerbeflächen entstehen. Hagedorn kümmert sich dabei um den Erwerb der Fläche, die Entkernung und den Rückbau sämtlicher Gebäude, das Recycling und Stoffstrommanagement der anfallenden Materialien, die Bodenaufbereitung und Verdichtung sowie um den abschließenden Tief- und Straßenbau. (ds)

www.unternehmensgruppe-hagedorn.de

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