EUPD Research: 383 mobile Ladestromtarife

06.04.2021 – Im Rahmen einer deutschlandweiten Vergleichsanalyse mobiler Ladestromtarife hat das Bonner Beratungshaus EUPD Research aktuell 383 mobile Ladestromtarife ausfindig gemacht. Dies entspreche einer Verdreifachung der Tarifanzahl zwischen 2019 (124 Tarife) und 2021. Die Gründe dafür liegen laut EUPD Research an der Umwandlung von kostenlosen zu kostenpflichtigen Ladeangeboten, dem Auftritt neuer Ladestromanbieter und der Ausdifferenzierung von Tarifen für einzelne Zielgruppen.

EUPD Research mobile Ladestromtarife
Die Vergleichsanalyse mobiler Ladestromtarife 2021 registriert im dritten Jahr in Folge einen Tarifzuwachs. Grafik: EuPD Research Sustainable Management GmbH

EVU und regionale Stadtwerke sind größte Anbietergruppe

Nach wie vor bilden die Energieversorger oder regionalen Stadtwerke die größte Anbietergruppe für mobile Ladestromtarife. Diese betreiben meist eigene Ladesäulen und ermöglichen vor allem regionalen Kunden den Zugang zur öffentlichen Ladeinfrastruktur. Gleichzeitig sieht die diesjährige Analyse einen Anstieg an Tarifangeboten aus der Gruppe der Automobilhersteller, die zunehmend auch in Ladeinfrastruktur investieren.

Laut Kraftfahrtbundesamt erreichte der Fahrzeugbestand zum 1. Januar 2021 309.083 reine Elektroautos und 279.861 Plug-In Hybride. Analog hierzu nimmt der Umfang der öffentlichen Ladeinfrastruktur stetig zu. Im März 2021 sind bei der Bundesnetzagentur 35.076 Normal- und 5.730 öffentlich zugängliche Schnellladepunkte in Deutschland gelistet. Weiteres Wachstum beim Laden im öffentlichen Raum wird in den kommenden Jahren erwartet, wenn bis 2030 zwischen 7 und 10 Millionen Elektroautos auf den Straßen Deutschlands unterwegs sein sollen.

Die Untersuchung ermittelt auch eine deutlich höhere Anzahl und Ausgestaltung der Tarifangebote. So steige zum einen die Anzahl der Tarifangebote pro Anbieter: Neben dem gesetzlich vorgeschriebenen Ad-hoc Laden umfasst das Angebot nach den Erkenntnissen der Studie zumeist noch mindestens einen zusätzlichen Ladetarif beziehungsweise mobilen Ladevertrag, um spezifische Nutzergruppen direkt anzusprechen. Die Tarife selbst unterscheiden sich unter anderem in den Abrechnungsmodellen und Grundgebühren, dem Zugang zur Ladesäule, den Bezahlsystemen sowie in der Ladenetzabdeckung. (ds)

www.eupd-energy.de

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