Positive Zwischenbilanz bei SmartQuart

23.04.2021 – Das Projekt SmartQuart ist ein sogenanntes „Reallabor der Energiewende“. Ein Konsortium aus zehn Partnern unter der Leitung des Energieunternehmens E.ON will hier bis Ende 2024 neue Produkte und Lösungen für die Planung, die Errichtung und den Betrieb energieoptimierter Quartiere entwickeln. Im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Projekts werden die beteiligten Stadtquartiere in Essen und Bedburg in Nordrhein-Westfalen sowie Kaisersesch in Rheinland-Pfalz jeweils in sich und miteinander vernetzt. So sollen sich die unterschiedlich strukturierten Quartiere im Verbund nachhaltig und wirtschaftlich ergänzen und Energie untereinander austauschen. Ziel ist es, den Einsatz fossiler Energieträger in den Projektquartieren weitgehend überflüssig zu machen und die Quartiere als flexible Teile eines zukünftigen Energiesystems zu Akteuren der Energiewende werden zu lassen.

SmartQuart repräsentiert typische Quartiere von niedrig verdichteten ländlichen Räumen wie Bedburg, gemischt strukturierten Gebieten wie Kaisersesch bis hin zu einem sehr hoch verdichteten städtischen Viertel in Essen. Die Konzepte sollen langfristig auf andere Quartiere übertragen werden.

Umsetzung erster Maßnahmen seit Anfang 2021

Nach einem Jahr Projektlaufzeit haben die zehn Konsortialpartner eine erste positive Zwischenbilanz gezogen. Wie die Beteiligten mitteilen, wurden wichtige Verträge unterzeichnet, Planungen vorangetrieben und Konzepte erarbeitet. Darüber hinaus konnten die Menschen in den zwei Projektquartieren Bedburg und Kaisersesch an zahlreichen Infoveranstaltungen zum Projekt teilnehmen.

In der Ressourcenschutzsiedlung Bedburg begann Anfang des Jahres die Erschließung des Neubaugebiets. Gleichzeitig läuft der Verkauf der Grundstücke. In Kaisersesch haben die Projektbeteiligten den Standort für das Wasserstoff-Blockheizkraftwerk identifiziert und vorbereitet. Auch die Planung für das Grundstück, auf dem die einzelnen Komponenten der Wasserstoffproduktion und -verteilung errichtet werden, ist abgeschlossen. Durch den Ausstieg des ursprünglichen Partners in Essen musste das Projektteam hier neue Wege einschlagen. Derzeit laufen Gespräche mit neuen potentiellen Partnern zur Errichtung eines urbanen Quartiers.

In allen drei Quartieren beteiligen sich Kommunen, Bewohner, Energieversorger sowie lokale Technologieanbieter an der Umsetzung von SmartQuart. Projektpartner sind neben E.ON noch gridX GmbH, Hydrogenious LOHC Technologies GmbH, RWTH Aachen University, Stadt Essen, Stadt Bedburg, Verbandsgemeinde Kaisersesch und Viessmann Werke GmbH & Co. KG. Assoziierte Partner sind die RWE Power AG und die H2 MOBILITY Deutschland GmbH & Co.KG. (ds)

www.smartquart.energy

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