Umfrage: EE-Ausbau verläuft zu langsam

23.04.2021 – Laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts prolytics im Auftrag des BDEW geht zwei von drei Deutschen der Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland zu langsam voran.. Acht Prozent der Befragten gaben an, dass Ihnen der Ausbau zu schnell geht. Für 20 Prozent ist das Tempo genau richtig.

Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung sieht die aktuellen Ausbaupfade für Windenergie und Photovoltaik bis 2030 mit Blick auf die Erhöhung der EU-Klimaziele als nicht ausreichend an. Ebenso erfordere der steigende Strombedarf ambitioniertere Ausbauziele notwendig. Um dies zu erreichen, bräuchte es nach Ansicht von Andreae im Bereich der Windenergie schnellere Genehmigungsverfahren, beispielsweise durch standardisierte und handhabbare Vorgaben beim Artenschutz, mehr Flächen für Windräder und eine Vereinfachung des Repowerings an bestehenden Standorten. Für Photovoltaik-Anlagen müssten die Ausschreibungsvolumina erhöht, Prosuming-Konzepte gestärkt und die Vergütung für kleine Dachanlagen ohne Eigenversorgung insgesamt attraktiver ausgestaltet werden.

Mit Blick auf eine stärkere Sektorkopplung sei es zudem wichtig, Klarheit über die Senkung der EEG-Umlage und deren Finanzierung über den Bundeshaushalt zu schaffen. Die Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung begrüßt den Entschluss der Regierungskoalition, in dieser Legislaturperiode noch einige der genannten Punkte anzugehen. (ds)

www.bdew.de

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