BVES: Trend zum Hausspeicher forcieren

29.04.2021 – Laut Branchenzahlen des Bundesverbands Energiespeicher e. V. (BVES) sind derzeit 300.000 Hausspeicher in Deutschland installiert. Jährlich kämen etwa 100.000 Anlagen hinzu. Nach Ansicht des BVES hat auch die EU den Trend registriert, dass zunehmend mehr Verbraucher mit einem Hausspeicher ihre PV-Eigenerzeugung optimieren möchten, um so beispielsweise Strom für die Heizung im Haus und vor allem zum Laden des E-Autos zu nutzen.

Batteriespeicher picture alliancedpa Jan Woitas 110186352 Web
Mit den Speichern, im Bild ein Gerät des Batteriespeicherherstellers Senec GmbH, können zum Beispiel Besitzer von Solarstromanlagen ihre Versorgung weitgehend autark und ohne Strom aus dem Netz sicherstellen. Bild: picture alliance/dpa | Jan Woitas

Daher wolle die EU den Prosumer als einen wichtigen Akteur ins Zentrum des Energiesystems stellen. Laut EU können ein auf umweltfreundlichen Energieträgern basierendes und gleichzeitig stabiles sowie kosteneffizientes Energiesystem nur mit der Erzeugungsleistung, den Speicherkapazitäten und der Flexibilität der vielen dezentralen Prosumer-Anlagen gelingen. Dies gelte insbesondere in Deutschland mit der stetig wachsenden Anzahl an Prosumeranlagen.

Der BVES bemängelt, dass diese wichtigen Akteure hierzulande weitestgehend ein Schattendasein fristen, zudem sei eine gesetzliche Anreizregulierung, die diesen Zustand ändern könnte, nicht in Sicht. Mit dem Speicher Flex-Budget legt der BVES nun ein Konzept vor, mit welchem die Hausspeicher für das Energiesystem aktiviert werden und die hohen regulatorischen Hürden mit einem unbürokratischen sowie pauschalierten Abgabensystem überwunden werden könnten. Das Speicher Flex-Budget zielt dem BVES zufolge darauf, dem Kunden einen unkomplizierten Zugang zu den Energiemärkten zu ermöglichen, ohne jedoch die notwendigen Steuern, Abgaben und Umlagen zu umgehen. Einzig die ungerechtfertigte Doppelbelastung von Speichern werde verhindert sowie technisch nicht umsetzbare Messanforderungen ersetzt.

Der Verband erhofft sich von diesem Aufschlag eine konstruktive Diskussion anzustoßen. (ds)

www.bves.de

Share