Bundesnetzagentur: Stromnetzausbau schreitet weiter voran

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Laut Bundesnetzagentur befanden sich Ende des Jahres 2020 insgesamt rund 3.524 Kilometer Stromleitungen in Genehmigungsverfahren. Foto: Barrie Taylor (digihanger) / pixabay.com

19.05.2021 – Der Ausbau des Stromnetzes macht weiter Fortschritte, wie die Bundesnetzagentur (BNetzA) in ihrem heute veröffentlichten Jahresbericht für das Jahr 2020 mitteilt. Demnach befanden sich Ende des Jahres 2020 insgesamt rund 3.524 Kilometer Stromleitungen in Genehmigungsverfahren. Davon sind aus dem Bundesbedarfsplan 667 km Stromleitungen in Zuständigkeit der Länder und 2.646 Kilometer Stromleitungen in Zuständigkeit des Bundes in laufenden Genehmigungsverfahren.

Von den im Energieleitungsausbaugesetz beschlossenen Stromleitungen befinden sich 211 Kilometer in Genehmigungsverfahren, hier liegen die Zuständigkeiten bei den Ländern.

Von den insgesamt 7.783 Kilometern der 65 laufenden Netzausbau-Projekte waren bis Ende des Jahres 2020 734 Kilometer genehmigt oder im Bau und rund 1.600 Kilometer Stromleitungen fertiggestellt. Über 3.500 Leitungskilometer befinden sich im oder vor dem Planfeststellungsverfahren und damit im letzten Genehmigungsschritt.

Insgesamt wird für Stromnetze an Land bis 2030 ein Investitionsbedarf von bis zu ca. 102 Milliarden Euro geschätzt, 55 Milliarden Euro für das Übertragungsnetz und 47 Milliarden Euro für die Verteilernetze.

Netzentgelte Strom nahezu unverändert

Die Stromnetzentgelte der Verteilernetzbetreiber haben sich laut Bundesnetzagentur Anfang 2021 im bundesweiten gewichteten Durchschnitt kaum verändert. Das Netzentgelt für einen typischen Haushaltskunden liegt bei den von der Bundesnetzagentur regulierten Netzbetreibern bei 7,65 ct/kWh gegenüber 7,60 ct/kWh im Vorjahr (+0,7%). Ein Gewerbekunde zahlt weiterhin 5,80 ct/kWh. Ein mittelständischer Industriekunde muss 2021 ein Netzentgelt in Höhe von 2,64 ct/kWh entrichten, nach 2,62 ct/kWh im Vorjahr (+0,8%).

In einigen Verteilnetzen seien der BNetzA zufolge allerdings deutliche Kostensteigerungen durch Investitionen in die Netze zu beobachten, z.B. auf Grund des für die Energiewende erforderlichen Ausbaus auch der Verteilernetze. Dieser Ausbau sei aber längst nicht in allen Verteilernetzen erforderlich, was die Unterschiede zwischen den Netzentgelten der einzelnen Netzbetreiber vergrößere. (ds)

www.bundesnetzagentur.de

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