Stromspeicher fürs Gewerbe

25.05.2021 – Der Stromspeicher-Hersteller ASD Automatic Storage Device GmbH rüstet seine neue Baureihe für das Gewerbe mit der dritten Generation der firmeneigenen Pacadu-Technologie aus. Zudem ist die Baureihe mit einem zentralen Wechselrichter von Siemens bestückt, der ASD zufolge sämtliche Normen und Voraussetzungen für die Anwendung in der Industrie erfülle. Erste Geräte sind bereits installiert und erfolgreich in Betrieb, so ASD.

Das Unternehmen habe mit der Entwicklung auf die hohe Nachfrage von Gewerbebetrieben nach Speichern reagiert. Die Baureihe umfasst Speicher mit Leistungen von 16 kW bis zu 120 kW und Kapazitäten bis in den Megawatt-Bereich.

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Pacadu-3: Die neue Stromspeicher-Baureihe von ASD für das Gewerbe ist mit der dritten Generation der Pacadu-Technologie ausgestattet. Foto: ASD Automatic Storage Device GmbH

Wie seine Vorgänger schaltet auch Pacadu-3 die Zellen im Speicher durchgängig parallel. Laut ASD schone das System dadurch jede einzelne Zelle bestmöglich und sei gleichzeitig in der Lage, permanent die maximale Kapazität jeder einzelnen Zelle abzurufen. Dies sei ein wesentlicher Unterschied zu seriell geschalteten Systemen und stelle eine höhere Lebensdauer sicher. Wie der Hersteller zudem mitteilt, könne mit diesem Batterie-Management-System jederzeit die Leistung oder Kapazität des Speichers an den Bedarf angepasst und erweitert werden.

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Ein Pacadu-3-Modulschrank: ASD will damit die Vorteile der Pacadu-Technologie im Batterie-Management ausbauen. Foto: ASD Automatic Storage Device GmbH

Anbindung des Stromspeichers nach Industrie-Standard

Die Pacadu-3-Module wandeln die Zellspannung von 3,2 VDC in 700 VDC für den Siemens-Wechselrichter um. Der übernimmt dann die Wandlung von DC auf AC und fungiert als industrietaugliche Schnittstelle nach außen, also für die Be- und Entladevorgänge des Stromspeichers. Da es sich um einen selbstgeführten Wechselrichter handelt, der selbstständig für die benötigte Netzfrequenz sorgt, sind Pacadu-3-Stromspeicher notstromfähig und lassen sich als Inselspeicher betreiben.

Mittels einer SunSpec Modbus-Schnittstelle können die Speicher an das OPEN EMS angebunden werden. Darin findet sowohl die Steuerung als auch die Überwachung statt. Sie lassen sich auf einzelne Anwendungsfälle hin optimieren bzw. parametrieren. Ein Beispiel: Erzeugt eine Solaranlage im Winter wenig Energie, kann die Entladetiefe des Speichers temporär auf 50 Prozent hochgesetzt werden, um genügend Reserven für die Notstromfunktion vorzuhalten.

Vielfältige Anwendungsmöglichkeiten

Was den stationären Einsatz betrifft, können Pacadu-3 mittels des OPEN EMS in alle denkbaren Energiesysteme eingebunden werden, und es lassen sich jegliche Stromquellen (Photovoltaik-Anlagen, Diesel-Aggregate etc.) oder Verbraucher anschließen. Dadurch ist auch die Versorgung der Ladeinfrastruktur von Elektrofahrzeugen möglich.

Die Batterie-Steuereinheit überwacht die Zellen und Module permanent und bietet so stets den aktuellen Überblick über das System. Sollte eine Zelle an Leistung verlieren, fällt mit Pacadu-3 nicht der komplette Speicher aus: Die Parallelschaltung sorgt dafür, dass sich der Verlust der einzelnen Zelle lediglich in der Kapazität zeigt. Ein Austausch lässt sich zeitlich so einplanen, dass sich die geringstmöglichen Beeinträchtigungen für den Betreiber ergeben. Schwache Zellen können unkompliziert durch neue ersetzt werden – auch mit neueren Zelltechnologien und völlig unabhängig vom Alter des Speichers. Ausgerüstet sind die Pacadu-3-Stromspeicher mit LiFePO4-Zellen. Diese benötigen im Vergleich mit branchenüblichen Lithium-Ionen-Zellen etwas mehr Platz, böten laut ASD den Kunden aber auch mehr Sicherheit. (ds)

www.asd-sonnenspeicher.de

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