Multifunktionale Ladesäulen

26.05.2021 – Forschende der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) verfolgen im Projekt „CrossChargePoint“ den Plan, Ladesäulen für E-Fahrzeuge mulitfunktional auszustatten.

Zum Beispiel könnten dort, wo Ladesäulen installiert werden, zusätzliche Energiespeicher entstehen. Schwankende Anforderungen an das lokale Stromnetz könnten dann besser abgefangen werden, so die Forschenden. Zudem sei schnelle und gleichzeitige Aufladung mehrerer Elektrofahrzeuge möglich. Oder die Energie wird durch Elektrolyse und Power-to-Gas umgewandelt, so dass gas- oder wasserstoffbetriebene Fahrzeuge ebenfalls betankt werden können.

Projekt CrossChargePoint Multifunktionale Ladesauele Web
Online-Treffen der Projektpartner: Ferdinand von Tüllenburg (Salzburg Research Forschungsgesellschaft), Grégoire Klaus (TC Freyung), Michael Niederkofler (Energie Kompass), Hana Elatter (TC Freyung), Javier Valdes (TC Freyung), Stefan Linecker. Foto: Technische Hochschule Deggendorf Technologie Campus Freyung

Prototyp entwickeln

Im Projekt „CrossChargePoint“ werden die speziellen Anforderungen verschiedener Regionen durch unterschiedliche geografische, klimatische und wirtschaftliche Bedingungen berücksichtigt. Dies und die Entwicklung eines Prototyps, der in Zukunft mit nur wenigen Anpassungen in einem größeren Maßstab anwendbar sein soll, stellt die Hauptherausforderung des Projekts dar. Für das Projekt haben sich zehn Partner aus vier verschiedenen Ländern zusammengetan. Experten aus Israel, Österreich, Deutschland und der Schweiz, aus verschiedenen Unternehmen und Forschungsinstituten werden in den nächsten drei Jahren zusammen an der Entwicklung dieses Elektromobilitätsprojekts arbeiten.

Das Team des Technologie Campus Freyung ist für die Entwicklung der Simulations- und Planungssoftware verantwortlich. Für die Planung und den Betrieb eines CrossChargePoints werden Bedingungen gesammelt und in das Simulations- und Optimierungstool integriert, das durch Eingabe der erforderlichen Daten die optimalen Standorte, Größen und Technologien – wie z. B. ein Energiemanagementsystem – für neue CrossChargePoints spezifiziert. Ein weiterer Fokus liegt auch auf der Entwicklung eines Plans, um den einfachen Energietransfer in andere Regionen mit unterschiedlich wirtschaftlichen, infrastrukturellen und geografischen Bedingungen zu ermöglichen.

Gefördert wird das Projekt über das Programm Horizon 2020 der Europäischen Union. (ds)

www.th-deg.de

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