Stromausfall in München: Angreifer melden sich

26.05.2021 – Nach dem Stromausfall in München am vergangenen Freitag und Samstag wurde auf der Online-Plattform „Indymedia“ ein Bekennerschreiben veröffentlicht. Darin erklären die anonymen Verfasser, das Strom- und Glasfasernetz im Osten der Stadt angegriffen zu haben, um einem Rüstungskonzern zu schaden. Die Unternehmenszentrale des Konzerns liegt im vom Stromausfall betroffenen Werksviertel. Weitere Anschläge werden nicht ausgeschlossen.

SWM Muenchen Stromausfall Baugrube Web
Im Schichtbetrieb arbeiteten die SWM-Mitarbeiter die Schäden nach und nach ab. Foto: Stadtwerke München GmbH
SWM Muenchen Stromausfall Behebung Team
Das SWM-Team bei der Störungsbehebung. Foto: Stadtwerke München GmbH

Stromausfall war Folge eines Brandes

In den Stadtteilen Haidhausen, Ramersdorf und Berg am Laim war durch ein Feuer in einer Baugrube in der Nähe des Ostbahnhofs am frühen Freitagmorgen in rund 20.000 Haushalten der Strom ausgefallen. 50 Mittelspannungs-Stromkabel waren durch den Brand zerstört worden und mussten nach und nach repariert und neu verbunden werden. 150 Trafostationen waren in Folge ausgefallen, sie sind nun alle wieder versorgt.

Bis Samstagmorgen waren 80 Prozent der betroffenen Haushalte wieder am Netz, die Grundversorgung der Privathaushalte war mittags wieder hergestellt. Wie die Stadtwerke München (SWM) mitteilen, hätten sich die technische Vernetzung der Infrastruktur sowie etablierte Reaktions- und Notfallkonzepte im Anschluss an den Stromausfall bewährt. Die Auswirkungen des Schadens konnten laut SWM in einem vergleichsweise kurzen Zeitraum behoben werden.

Die vollständige Reparatur der Leitungen werde aufgrund der erheblichen Beschädigungen noch einige Tage in Anspruch nehmen. (ds)

www.swm.de

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